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MBB feiert schon im November das beste Jahr der Unternehmensgeschichte

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Zum Ende der vergangenen Woche öffnete die Berliner Beteiligungsgesellschaft MBB (WKN: A0ETBQ) ihre Bücher und präsentierte die Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres. Obwohl das Jahr 2019 noch einige Wochen bereithält, bezeichnete MBB-Gründer Christof Nesemeier es bereits jetzt als das beste der Unternehmensgeschichte. Grund für diese Jubelstimmung waren nicht nur drei erfolgreiche Zukäufe, sondern auch solide Geschäftszahlen und fantastische Zukunftsaussichten.

Die nackten Zahlen der ersten neun Monate

Da MBB bei all seinen Beteiligungen einen beherrschenden Einfluss ausübt, werden im Konzernabschluss ganz einfach alle Zahlen der Beteiligungen aufaddiert und am Schluss wird vom Ergebnis derjenige Teil abgezogen, der auf die anderen Anteilseigner der Beteiligungen entfällt. Das Aufaddieren führte nach den ersten neun Monaten zu einem Konzernumsatz von 408 Mio. Euro (+ 9,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum) und einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 40 Mio. Euro (+ 1,5 %). Derzeit werden diese Zahlen auf drei Segmente aufgeteilt:

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  • Technische Applikationen: die Automobilzulieferer Aumann und Delignit.
  • Industrieproduktion: Hanke Tissue, die OBO Werke und CTS Formpolster.
  • Service & Infrastruktur: der IT-Sicherheitsanbieter DTS IT und Vorwerk, ein Strom- und Gasinfrastrukturbauer.

Nicht besonders gut lief es im Automobilgeschäft. Der Umsatz steht nach den ersten neun Monaten um 3 % niedriger bei 248 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) musste aufgrund der schwächelnden Aumann-Geschäfte noch stärker Federn lassen und fällt in diesem Jahr bisher beinahe 35 % schlechter aus. Dennoch verfällt das MBB-Management in keine Depression, sondern sieht weiterhin große Chancen. Sowohl Aumann mit Produktionsanlagen für Elektromotoren als auch Delignit mit Innenausstattungen auf Basis nachwachsender Rohstoffe sind für die Zukunft angeblich ausgezeichnet positioniert.

Deutlich stärker als im letzten Jahr lief es für die Unternehmen im Segment Industrieproduktion. Das Jahr 2018 war hier geprägt durch steigende Rohstoffpreise und dementsprechend überschaubare Gewinnmargen. Nun lief es hier mit einem Umsatz von 81 Mio. Euro nach neun Monaten (+ 4 %) und einer EBIT-Marge von 4,2 % deutlich besser. Nach den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres machte man hier noch einen operativen Verlust von beinahe 300.000 Euro.

Am besten schnitt man aber einmal mehr im Segment Service & Infrastruktur ab. Bisher bestand dieser aus dem IT-Security-Anbieter DTS IT. Bereits im Februar wurde diese Gesellschaft durch den Zukauf der ISL – der erste der erwähnten drei Zukäufe – um die Netzwerkzugangskontrolle in Firmennetzwerken erweitert. In den ersten neun Monaten steht hier ein Umsatzplus von rund 17 % und somit ein Umsatz von beinahe 45 Mio. Euro. Durch die Vorwerk-Übernahme – der zweite der erwähnten drei Zukäufe – ergänzt nun der Anlagenbau für Strom- und Gasnetze das Segment. Im August und im September erzielte man damit bereits einen Umsatz von über 33 Mio. Euro. Auch der EBIT-Marge tat der Vorwerk-Zukauf augenscheinlich gut, da diese sich im Jahresvergleich um 1,1 Prozentpunkte auf 6,4 % verbesserte.

Auch wenn man die Vorwerk-Umsätze und Ergebnisbeiträge dieser zwei Monate wohl nicht auf ein ganzes Jahr hochrechnen kann – in den Wintermonaten wird hier sicherlich nicht so viel gebaut und verdient –, ist das ein Vorgeschmack auf ein Segment, das laut Nesemeier künftig zum Renner werden kann.

Das neue Segment Service & Infrastruktur soll der Renner werden

DTS IT und Vorwerk haben auf den ersten Blick zwar nicht viele Gemeinsamkeiten, beide Unternehmen vereint aber eine vielversprechende Eigenschaft: unerschöpfliche Wachstumschancen. Bei DTS ist der Treiber dabei das stetig steigende Bewusstsein für IT-Sicherheit, bei Vorwerk die wahnsinnigen Investitionssummen aufgrund der deutschen Energiewende.

Besonders rasant dürfte sich dabei das Wachstum bei Vorwerk entwickeln. Nur wenige Monate nach dem MBB-Einstieg erwarb Vorwerk 100 % von Bohlen & Doyen – der dritte der erwähnten drei Zukäufe – und verdoppelte dabei seinen Jahresumsatz auf nun über 200 Mio. Euro. Für Nesemeier gleicht diese Entwicklung der Idealsituation in Maximalgeschwindigkeit. Während man sich nach dem Einstieg bei Vorwerk mit dem dortigen Management über das weitere Vorgehen beriet, ergab sich die kurzfristige Möglichkeit, bei Bohlen & Doyen zuzuschlagen, die man kurzerhand dann auch ergriff.

Sowohl bei DTS als auch bei Vorwerk wird es bei den laut Nesemeier unerschöpflichen Wachstumschancen nun darum gehen, die notwendigen Fähigkeiten an Bord zu bringen, um diese Wachstumschancen in konkrete Geschäftserfolge zu verwandeln.

Das MBB-Team setzt sich weiter ambitionierte Ziele

Für dieses Jahr erwartet das MBB-Team einen Jahresumsatz von 530 Mio. Euro. Betrachtet man aber den annualisierten Jahresumsatz aller Beteiligungen, steht dieser Wert nun bei mindestens 660 Mio. Euro. Für das nächste Jahr stellt Christof Nesemeier daher bereits einen Jahresumsatz von über 700 Mio. Euro in Aussicht. Durch weitere Zukäufe könnte der annualisierte Jahresumsatz im nächsten Jahr aber auch schon die 750-Mio.-Euro-Marke durchbrechen.

Damit hätte man das vor fünf Jahren ausgerufene Umsatzziel für das Jahr 2020 tatsächlich erreicht und könnte sich dann auf das bereits aufgerufene Ziel für 2025 konzentieren. Dieses steht bei einer Umsatzmarke von 1 Mrd. Euro. Dabei helfen sicherlich die 180 Mio. Euro an Nettoliquidität auf Holding-Ebene – in den Beteiligungsgesellschaften liegen weitere 70 Mio. Euro – und die jahrzehntelange Reputation als zuverlässiger und erfolgreicher Mittelstandsinvestor.

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Sven besitzt Aktien von MBB. The Motley Fool empfiehlt Aktien von MBB.

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