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CTS Eventim rockt die ersten neun Monate im Jahr 2019

Foto: Getty Images

Bei CTS Eventim (WKN: 547030) scheint der kurze Kursabsturz, nach dem die Stiftung von CEO Schulenberg einen ganzen Berg von Eventim-Aktien verkauft hat, beinahe wieder vergessen. Zum Wochenende notierten die Aktien wieder bei knapp unter 55,00 Euro und damit nur einen Hauch unterhalb des Allzeithochs. Grund dafür sind sicherlich auch die einmal mehr wohlklingenden Geschäftszahlen für die ersten neun Monate und ein chancenreicher Ausblick in die Zukunft.

CTS Eventim rockt die ersten drei Quartale

Das allererste Mal zählte man bei CTS Eventim zum September einen zehnstelligen Umsatz. Mit der Vermittlung von Tickets und der Durchführung von Live-Events wurden 1.075 Mrd. Euro eingenommen. Das sind 16,5 % mehr als noch in den ersten neun Monaten des Vorjahres. Eine starke Leistung, die man auf die Steigerung der Ticketmenge – alleine über die Onlineshops wurden 38,6 Mio. Tickets vermittelt –, publikumsstarke Tourneen und einige Zukäufe von bisher unabhängigen Veranstaltern zurückführen kann.

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Auch wenn die Bremer Entertainmentspezialisten allzu gerne auf das normalisierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) schauen, sollten wir uns auf Ergebniskenngrößen konzentrieren, die deutlich weiter unten in der Gewinn- und Verlustrechnung auftauchen. Derzeit ist das noch wichtiger, da neue Rechnungslegungsvorschriften die Ergebnisse durcheinanderwirbeln und besonders das EBITDA deutlich besser aussehen lassen als unter den alten Rechnungslegungsvorschriften.

Aber keine Angst, auch diese Betrachtung macht die Ergebnisse von CTS Eventim nicht schlechter. Denn auch nach Abzug aller Abschreibungen blieb nach den ersten Monaten ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 134 Mio. Euro übrig. Das entspricht einer EBIT-Marge von 12,5 % im Vergleich zu 12,1 % aus dem Vorjahr.

Weiter Fragezeichen bei der Mautgeschichte

Das Gemeinschaftsunternehmen mit dem österreichischen Mautspezialisten KapschTraffic erhielt im Dezember 2018 den Auftrag, die sogenannte Infrastrukturabgabe für eine Dauer von zwölf Jahren zu erheben und dafür entsprechende Systeme aufzubauen. Zu der Infrastrukturabgabe wird es vorerst bekanntlich nicht kommen. Den Beweis, dass CTS Eventim seine Fähigkeiten im Ticketing-Geschäft erfolgreich auf einen anderen Bereich übertragen kann, wird das Team um Schulenberg somit erst mal nicht erbringen können.

Die Vertragskündigung zum 30. September durch das Verkehrsministerium hat zum dritten Quartal auch bereits die ersten Spuren hinterlassen. Das Beteiligungsergebnis aus der Betreibergesellschaft, das zum Halbjahr noch 2 Mio. Euro betrug, wurde entsprechend neu bewertet und ist im Eventim-Abschluss nicht mehr zu sehen. Für Kapsch und CTS Eventim stellt sich weitergehend nun die Frage, was mit den bisherigen Aufwendungen und Investitionen zum Aufbau der dafür notwendigen Infrastruktur geschieht. Im Quartalsbericht heißt es, dass dieser noch nicht abschließend quantifiziert wurde.

Auch wenn das kurze Mautkapitel also noch für Überraschungen sorgen kann, sollten Aktionäre dem gelassen entgegensehen. Erstens würde ich eher auf eine positive Überraschung tippen – Eventim ist einfach nicht dafür bekannt, keine wasserdichten Verträge abzuschließen – und zweitens sind die Chancen im Live-Entertainment-Geschäft weiterhin gigantisch groß.

Die Musik spielt weiter auf voller Lautstärke

Die Weichen für ein erfolgreiches viertes Quartal und viele weitere Jahre wurden bereits in den vergangenen Wochen gestellt. Anfang Oktober wurden 51 % des russischen Tournee- und Konzertveranstalters Talent Concert International gekauft. Dadurch erstreckt sich der Fußabdruck des Promoter-Netzwerkes EVENTIM LIVE nun bis nach Russland. Durch die Vollkonsolidierung dürften bereits im vierten Quartal erste positive Effekte auf die Finanzkennzahlen zu sehen sein.

Auch im Ticketing-Segment vergrößert man beständig seine Reichweite und erwarb Ende Oktober 48 % von France Billet, dem Marktführer auf dem französischen Markt. Auch wenn man das gemeinsam mit Fnac Darty geführte Gemeinschaftsunternehmen zunächst lediglich als Beteiligung bilanziert, gibt es durchaus berechtigte Hoffnungen, das Frankreich-Geschäft irgendwann ebenfalls vollständig in die Gewinn- und Verlustrechnung aufnehmen zu können. Dann nämlich, wenn Eventim in vier Jahren die Option zur Mehrheitsübernahme zieht.

CTS Eventim strickt also kontinuierlich weiter an seiner Erfolgsstory und daran, einen immer größeren Teil des immer größer werdenden Live-Entertainment-Kuchens auf seinen eigenen Teller zu bugsieren.

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Sven besitzt Aktien von CTS Eventim. The Motley Fool empfiehlt KapschTraffic. 

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