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Warum die aktuelle EZB-Politik in einer Katastrophe münden könnte!

Lange Zeit haben die niedrigen Zinsen der europäischen Zentralbank (EZB) die Bevölkerung nicht gestört, auch wenn sie sich langsam fragt, warum sie im Aufschwung denn eigentlich nicht wieder gestiegen sind?

Der Grund dafür liegt in den Folgen der 2008er-Bankenkrise, bei der viele Staaten (also der Steuerzahler) einsprangen, um die Institute zu retten. So entstand ein großer Schuldenberg, der aktuell durch die Sparer abgetragen wird.

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Nach 2008 wurden zwar die Eigenkapitalvorschriften angehoben, aber eine Entschärfung der sogenannten systemrelevanten Großbanken hat es nach wie vor nicht gegeben. Auf Dauer können sie nicht wieder und wieder gerettet werden, sodass nur eine Trennung der Geschäfte und im Ernstfall eine geordnete Abwicklung sinnvoll wäre. Stattdessen werden derzeit immer größere Banken gefordert.

Aufgrund der aktuellen Negativzinsen könnten allerdings noch viel schlimmere Folgen eintreten.

Erste Geschäftsbanken verhängen Negativzinsen

Lange Zeit akzeptierten viele Geschäftsbanken die Negativzinsen der EZB, aber dies scheint nun vorbei zu sein. So verhängt die Volks- und Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck aktuell bei Privatkunden ab dem ersten Euro Tagesgeld Negativzinsen. Die Commerzbank (WKN: CBK100) beginnt zunächst bei vermögenden Privatpersonen und Firmenkunden, ähnlich wie die Deutsche Bank (WKN: 514000). Was könnte die Folge sein?

Banken reagieren meist relativ geschlossen, auch weil sie zueinander im Wettbewerb stehen. Dies könnte bedeuten, dass bald andere Institute mit Negativzinsen nachziehen und sie nach und nach ausweiten. Es ist allerdings kaum vorstellbar, dass die Bevölkerung eine Negativverzinsung akzeptieren wird. Deshalb ist ein sogenannter Bank Run (massenhaftes Abheben der Guthaben) nicht unwahrscheinlich.

Die weitere Folge wäre eine Kettenreaktion, die zu einem Zusammenbruch der Banken und so zu einer starken Rezession führen würde. In diesem Fall stünden der EZB keine Mittel zur Reaktion (Abfederung der Folgen) zur Verfügung, es sei denn, die Zinsen würden noch weiter ins Minus abgesenkt werden. Aber auch ohne dieses schlimmste aller Szenarien ergeben sich bereits heute sehr negative Folgen.

Weitere Negativfolgen der EZB-Politik

Die gesetzliche Rente wird unter den heutigen Bedingungen im Alter nicht mehr zum Leben ausreichen. Zudem kann die Eigenvorsorge unter Negativzinsen nur schwer gelingen. Lebens- oder Rentenversicherungen werden so zu einem Investment ohne nennenswerte Rendite.

Aktienanlagen werden dagegen steuerlich stark belastet, nicht bei der Grundsicherung anerkannt und gelten (noch immer) als eine Anlageform der wohlhabenden Bürger des Landes. Die Folge ist eine weitere Wohlstandsabsenkung in der Bevölkerung und immer mehr verarmte Rentner.

Die Negativzinsen führen darüber hinaus zu einer immer stärkeren Verschuldung der Bürger. Zwar sind sie im Aufschwung und bei hoher Beschäftigung zu bewältigen, aber nicht in einer Wirtschaftskrise mit höherer Arbeitslosenquote. Zudem könnten und werden die Banken die Kreditzinsen später wieder anheben und so viele Menschen plötzlich insolvent werden.

Auch am Immobilienmarkt zeichnet sich langsam eine Blasenbildung ab. Steigende Mieten sind nicht auf das Verhalten der Wohnungseigentümer zurückzuführen, sondern eine direkte Folge der EZB-Politik. Gleichzeitig wird die Währung immer weiter abgewertet, wodurch die Kaufkraft der Guthaben und Gehälter sinkt.

Wie die EZB selbst bekennt, gehen Versicherungen und Fonds immer risikoreichere Anlagen ein, um eine zufriedenstellende Rendite zu erzielen. Viele Banken sind seit Jahren im Niedergang, weil sie über das Kreditgeschäft kaum noch Rendite erzielen. Sie möchten zum Teil neue Kundengelder mit eigenen Negativzinsen abwehren, weil sie selbst keine Rendite mehr damit erwirtschaften können.

Foolisher Abschluss

Die aktuelle EZB-Politik ist also eine Sackgasse, die entweder in einer starken Rezession oder in einem Schuldenschnitt sowie einer Währungsabwertung münden könnte. Es ist an der Zeit, etwas zu ändern und umzudenken.

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