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Wer führt in 10 Jahren den DAX an: SAP oder Wirecard?

Es ist eine spannende Frage, wenn man als Anleger darüber nachdenkt, welches Unternehmen in zehn Jahren den DAX anführen wird. Wird es SAP (WKN: 716460) oder Wirecard (WKN: 747206) sein? Oder kann ein arriviertes Unternehmen aus dem DAX die digitale Transformation meistern und somit seine Marktkapitalisierung vervielfachen? Denkt man jedoch darüber nach, wo ein Unternehmen wie Wirecard vor zehn Jahren stand und in welcher Position es heute ist, ist es meiner Meinung nach sogar möglich, dass ein Unternehmen den DAX anführt, das heute nur wenige Menschen kennen.

Wirecard vs. SAP – David vs. Goliath?

Zieht man die derzeitige Unternehmensbewertung sowie sämtliche Bilanzkennzahlen heran, ist sehr schnell ersichtlich, dass es sich derzeit um einen ungleichen Vergleich handelt. Während Wirecard aktuell mit 15,10 Mrd. Euro Marktkapitalisierung bewertet ist, bringt SAP derzeit eine Bewertung von 149,5 Mrd. Euro auf die Waage. Somit ist SAP derzeit annähernd zehnmal so hoch bewertet wie Wirecard (Stand: 21.11.2019).

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Vergleicht man jedoch das durchschnittliche jährliche Umsatz- und Gewinnwachstum der beiden Unternehmen, erkennt man, dass das operative Wachstum von Wirecard jenes von SAP klar in den Schatten stellt. So stieg der Umsatz von Wirecard von 2016 bis 2018 jährlich um 40 % und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 36,5 % an. Im Vergleich dazu kommt SAP auf ein vergleichsweise geringes jährliches Umsatzwachstum von 5,8 % sowie ein jährliches EBIT-Wachstum von 5,4 %.

Wenngleich natürlich SAP über eine deutlich größere Umsatzbasis verfügt und somit in absoluten Zahlen ein Umsatzwachstum von annähernd 6 % dennoch beachtlich ist, zeigt sich durch diese Berechnung ganz klar, dass die Dynamik definitiv auf der Seite des deutschen Zahlungsdienstleisters liegt. Sofern Wirecard in der Lage ist, dieses Wachstum beizubehalten, wird der Aktienkurs früher oder später der operativen Entwicklung folgen, was zu einer Neubewertung von Wirecard führen sollte.

Altbekannte Unternehmen auf der Überholspur

Gleichwohl darf man bei der Frage, wer in zehn Jahren den DAX anführt, auch nicht altbekannte Unternehmen wie Volkswagen (WKN: 766403), Bayer (WKN: BAY001) und Co. vergessen. Vor allem für den deutschen Autobauer aus Wolfsburg läuft es in den letzten Monaten wieder besser, sodass sich hier der Aktienkurs stark erholt hat.

Nichtsdestotrotz sieht es derzeit danach aus, als hätten diese Unternehmen im Vergleich zu Unternehmen wie Wirecard und SAP langfristig keine guten Chancen. Begründen kann man dies unter anderem mit dem Umsatz- und Gewinnwachstum der letzten Jahre. Während zum Beispiel ein Unternehmen wie Wirecard wie erwähnt im Schnitt mit 40 % im Jahr beim Umsatz in den letzten zwei Jahren gewachsen ist, sind die meisten arrivierten Unternehmen im DAX mit einem einstelligen Umsatz- und Gewinnwachstum gut bedient und verfügen nicht über Zukunftschancen wie die von SAP im Cloud-Geschäft.

Wenngleich die derzeitigen Marktkapitalisierungen von Volkswagen und Wirecard klar für den Autobauer sprechen, führt das anhaltend starke Wachstum von Wirecard meiner Meinung nach früher oder später dazu, dass arrivierte Unternehmen das Nachsehen haben werden.

Digitale Unternehmen klar im Vorteil

Ich bin überzeugt, dass in zehn Jahren ein Unternehmen den DAX anführen wird, dessen Kerngeschäft durch die Digitalisierung leicht skalierbar ist. Somit sind für mich Unternehmen wie die deutschen Autobauer, Chemiekonzerne und auch Pharmaunternehmen im nächsten Jahrzehnt klar im Nachteil.

Wenn man sich vor Augen führt, dass für ein hohes Umsatzwachstum dieser Geschäftsmodelle oftmals milliardenschwere Investitionen notwendig sind, die sich über Jahre ziehen, ist es kaum verwunderlich, weshalb Unternehmen wie Wirecard und SAP hier einen Vorteil haben. Digitale Produkte und Plattformen sind schnell skalierbar und finden einen weltweiten Absatzmarkt vor.

Ob nun Wirecard oder SAP in zehn Jahren die höchste Marktkapitalisierung im DAX haben wird, lässt sich zum heutigen Tag nicht beantworten. Meiner Meinung ist es sogar denkbar, dass Wirecard in der derzeitigen Form in zehn Jahren gar nicht mehr existiert, weil das Unternehmen längst übernommen wurde.

Ich gehe auf jeden Fall davon aus, dass der operative Erfolgslauf von Wirecard und SAP erst am Anfang steht und in den nächsten zehn Jahren fortgesetzt wird. Dafür spricht unter anderem das starke Wachstum von SAP im Cloud-Geschäft und das Bestreben von Wirecard, ins Big-Data-Geschäft einzusteigen. Daher sollten Anleger in den kommenden Jahren weiterhin am Erfolg der digitalen Geschäftsmodelle partizipieren dürfen und stolz darauf sein, dass es in Deutschland diese innovativen Unternehmen gibt.

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Michael besitzt Aktien von SAP und Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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