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DAX-Konzerne Siemens und Continental: Mit Konzernumbauplänen in eine bessere Zukunft!

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Foto: Getty Images

Die Aktien von Siemens (WKN: 723610) und Continental (WKN: 543900) sind beide in unserem heimischen Leitindex, dem DAX, vertreten. Beide gehören außerdem zu den hiesigen Industriegrößen, wodurch Überschneidungen definitiv erkennbar sind. Auch wenn der eine unterm Strich eher ein Mischkonzern, der andere hingegen ein Zulieferer für die Automobilindustrie ist.

Außerdem sind beide derzeit dabei, sich neu aufzustellen und für die Zukunft ein wenig fitter zu machen. Wobei die Ausgangslagen auch aufgrund der verschiedenen Geschäftsfelder doch recht unterschiedlich sind.

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Schauen wir im Folgenden dennoch einmal auf diese beiden DAX-Aktien sowie auf die jeweiligen Konzernumbaumaßnahmen, um zu sehen, wie hier die Zukunft aussehen könnte. Und wer auf welche Art die Weichen für die eigene Zukunft stellt.

Siemens: Kaeser hat noch einiges vor!

Eine erste Aktie, die gegenwärtig mit brisanten Meldungen in diesem Kontext auf sich aufmerksam macht, ist so zunächst die von Siemens. Wie ein Blick in die aktuellen Strategiepapiere des Mischkonzerns offenbart, hat der derzeitige Lenker Joe Kaeser wohl noch viel vor. Vor allem, da die eigene Amtszeit planmäßig im Jahre 2021 enden soll.

Demnach möchte Kaeser in einem weiteren Schritt die Energiesparte Gas und Power ausgliedern. Vorstellbar sei demnach eine Lösung, bei der man lediglich noch einen Anteil von 25 % plus eine Aktie halte, wodurch ein Einfluss zumindest noch möglich wäre, wenngleich auch nicht ein beherrschender.

Insgesamt wolle der Funktionär Siemens hier künftig weiter entkonsolidieren. Die bisherige Struktur als Mischkonzern soll aufgelöst werden, auch um Werte bergen zu können, die derzeit im Konglomerat untergehen. Des Weiteren sollen möglicherweise weitere Sparten ausgegliedert werden, was für den Mischkonzern einen gewissen Schrumpfkurs bedeuten könnte, wobei Siemens und die Aktionäre hierfür natürlich entschädigt würden.

Kaeser versucht mithilfe solcher Maßnahmen die Risiken zu minimieren und den Konzern überschaubarer zu machen. Außerdem möchte sich der DAX-Konzern künftig wohl eher auf Zukunftsbereiche fokussieren, die Digital Industries und Smart Infrastructure heißen.

Das Siemens des Jahres 2021 könnte somit gänzlich anders aussehen als das heutige. Wobei die Restrukturierungsmaßnahmen einen dynamischeren Konzern schaffen könnten, der weniger undurchsichtig und risikoärmer ist. Eine interessante Zukunft, die das Management hier einleiten möchte.

Continental: Personalabbau und Neuausrichtung

Ein zweiter DAX-Konzern, der in diesen Tagen mit einer strategischen Neuausrichtung begonnen hat, ist Continental. Einerseits möchte der Zulieferer in den kommenden Jahren signifikant an Personal abbauen, wobei die ersten 5.000 Stellen wohl nun gestrichen werden sollen. Gewiss eine Einsparmaßnahme, die hier zu einem operativen Turnaround führen kann.

Wegweisender könnten jedoch die zukünftig geschlossenen Geschäftsfelder sein. Wie Continental verkündet hat, möchte man sich aus dem Geschäft der Hydrauliktechnik für Verbrennungsmotoren vollständig zurückziehen. Zudem möchte man wohl Werke schließen, die sich bislang mit Hochdruckpumpen und Einspritzdüsen beschäftigt haben. Schritte, die hier in eine klare Richtung zeigen.

Continental möchte künftig nämlich insgesamt das Geschäft der Fertigung hydraulischer Bauteile für Benzin- und Dieselmotoren auslaufen lassen, um sich anderen Bereichen zu widmen. Eine Maßnahme, die womöglich auf die sich verändernden Antriebstechnologien abzielt. Schließlich stellen auch die Autobauer immer weiter auf Elektromobilität und andere Technologien ab, wobei die klassischen Verbrennermotoren immer weiter in den Hintergrund rücken.

Continental scheint daher nicht bloß Einsparungen tätigen zu wollen, um den aktuellen konjunkturellen Sorgen innerhalb der Automobilindustrie zu begegnen, die sich teilweise bereits im Zahlenwerk niedergeschlagen haben. Sondern ebenfalls wichtige Weichen für die Zukunft stellen, die hier wegweisend sein dürften. Eine bemerkenswerte Neuausrichtung, die Investoren hier ebenfalls auf dem Schirm haben sollten.

Es wird sich einiges tun!

Wie wir unterm Strich sehen, wird sich bei Siemens und Continental vermutlich einiges tun. Der Mischkonzern möchte einfacher, weniger diversifiziert und dadurch risikoärmer werden. Und eigentlich kein Mischkonzern mehr sein. Continental rüstet sich hingegen für die neuen Technologien im Bereich der Antriebstechnologie.

Das letzte Kapitel im Kontext dieser beiden Aktien wird mit diesen Maßnahmen noch nicht abgeschlossen sein. Investoren können diesen Wandel daher gewiss weiterhin verfolgen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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