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5 Top-ETFs für das Gesundheitswesen

Das Gesundheitswesen ist ein riesiger Markt. Im Jahr 2017 beliefen sich die Ausgaben allein in den USA auf 3,5 Billionen USD – fast 18 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) des Landes, was dem Gesamtmarktwert aller produzierten Produkte und Dienstleistungen entspricht. Die weltweiten Ausgaben beliefen sich auf über 7,7 Milliarden USD. Bis 2022 werden die weltweiten Ausgaben mindestens 10 Billionen USD erreichen, wie Deloitte herausgefunden hat.

Und, klar: Wo viel Geld ausgegeben wird, da gibt es Chancen für Investoren. Sicherlich kann man einzelne Gesundheitstitel kaufen, aber viele Anleger bevorzugen die auf das Gesundheitswesen ausgerichteten Exchange Traded Funds (ETFs), mit denen man auf einmal einen ganzen Strauß an Aktien kaufen kann. Aber man will nicht irgendeinen ETF im Gesundheitswesen kaufen. Schauen wir doch mal, was man über die wichtigsten ETFs im Gesundheitswesen wissen muss und warum sich hier die Investitionen tatsächlich lohnen können.

Warum das Gesundheitswesen gerade ein heißer Sektor ist

Der wahrscheinlich wichtigste Trend, der hinter dem Wachstum im Gesundheitswesen steckt, ist die weltweit alternde Bevölkerung. In den USA werden rund 10.000 Menschen aus der Generation der Babyboomer jeden Tag 65 Jahre alt. Bis 2030 werden alle 61 Millionen US-Babyboomer mindestens 65 Jahre alt sein. Bis 2034 werden die Amerikaner 65 und älter zum ersten Mal in der Geschichte der USA die Zahl der unter 18-Jährigen übertreffen, wie eine Studie des U.S. Census Bureau besagt.

In Europa ist bereits jeder vierte Einwohner mindestens 60 Jahre alt. Niedrigere Geburtenraten in Europa bedeuten, dass die Bevölkerung noch schneller altern wird als in den USA. In Asien sieht es ähnlich aus, wobei ein Bericht der Vereinten Nationen besagt, dass „alle Länder in Asien und im Pazifikraum in einem beispiellosen Tempo alt werden“.

Mit zunehmendem Alter der Menschen ist es wahrscheinlicher, dass sie Gesundheitsdienstleistungen benötigen. Und bei steigender Nachfrage sollten Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen zur Lösung von Gesundheitsproblemen für alternde Menschen anbieten, davon profitieren.

Darüber hinaus werden bedeutende Fortschritte im Gesundheitswesen erzielt und neue Technologien dürften ein enormes Wachstum für zukunftsweisende Unternehmen generieren.

So entwickeln Arzneimittelhersteller neue Ansätze, die die Behandlung von Krankheiten revolutionieren könnten. Der Einsatz der personalisierten Medizin, bei der die genetische Information des Einzelnen zur Bestimmung der geeigneten Therapie herangezogen wird, nimmt an Bedeutung zu. Dies gilt insbesondere für die Krebsbehandlung, wo Hunderte von Immuntherapien, die das körpereigene Immunsystem zur Krebsbekämpfung nutzen, klinisch getestet werden, wobei mehrere Immuntherapien bereits auf dem Markt sind. Biotechs und Pharmaunternehmen nutzen sogar die Genaufbereitung, um seltene genetische Krankheiten zu heilen, die in der Vergangenheit keine wirksame Behandlung zur Verfügung hatten.

Diagnostikunternehmen entwickeln Wege, um Krebs im Frühstadium zu erkennen, indem sie Flüssigbiopsien verwenden, die DNA-Fragmente identifizieren, die sich von Tumoren abgespalten haben und ins Blut der Patienten gelangt sind. Medizinproduktehersteller bringen neue Geräte auf den Markt, die künstliche Intelligenz, Robotik und andere fortschrittliche Technologien nutzen, um die Bereitstellung von Gesundheitsdienstleistungen zu verbessern.

Es gibt auch einen großen Fokus unter den Gesundheitsunternehmen, Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die helfen, die steigenden Kosten in den Griff zu bekommen, die mit einer höheren Nachfrage verbunden sind. Die Nutzung der Telemedizin – die Bereitstellung von Gesundheitsdiensten aus der Ferne mithilfe des Internets – wird immer häufiger angenommen. Chirurgische Roboter werden eingesetzt, um minimal-invasive Eingriffe durchzuführen, die in der Vergangenheit viel kompliziertere und riskantere Verfahren erforderten. Technologien zur Überwachung von Patienten mit chronischen Erkrankungen und zur Alarmierung von medizinischen Fachkräften bei auftretenden Problemen helfen, teure Krankenhausbesuche zu reduzieren.

Die schnell wachsende Nachfrage wird durch die alternde Bevölkerung auf der ganzen Welt angeheizt. Es gibt erstaunliche neue Innovationen, die die Patientenversorgung revolutionieren. Kein Wunder also, dass das Gesundheitswesen ein heißer Bereich für Investoren ist.

Warum ETFs im Gesundheitswesen sinnvoll sind

Es gibt einen wichtigen Grund, warum ETFs für Investitionen in das Gesundheitswesen eine tolle Idee sind: Sie bieten eine Diversifizierung über viele einzelne Gesundheitswerte hinweg. Jeder der fünf besten ETFs im Gesundheitswesen hält Positionen an mindestens 57 Aktien, wobei drei der ETFs sogar mehr als 100 Aktien halten.

Diese Diversifikation über mehrere Aktien hinweg senkt für Anleger das Risiko. Wenn nur eine geringe Anzahl von Einzelwerten deutlich sinkt, kann der Rest der Aktien im ETF diese Rückgänge ausgleichen. Da der Gesundheitssektor so breit gefächert ist, bewegen sich nicht immer alle Gesundheitswerte in die gleiche Richtung. Beispielsweise könnten Vorschriften, die speziell für Medizinproduktehersteller gelten, diese Aktien belasten, aber keine Auswirkungen auf die Pharmaaktien haben.

Der Einsatz von ETFs ermöglicht es Investoren auch, bestimmte Branchen im Gesundheitswesen anzusprechen. Beispielsweise konzentrieren sich einige ETFs im Gesundheitswesen ausschließlich auf Biotech-Aktien oder Medizinprodukte-Aktien und nicht auf den gesamten Gesundheitssektor. Natürlich gehen einige der Vorteile der Diversifikation verloren, wenn man in diese branchenspezifischen ETFs investiert.

Schauen wir uns doch einmal an, welche ETFs im Gesundheitswesen besonders beliebt sind.

Fünf starke ETFs im Gesundheitswesen

Eine wichtige Kennzahl für Healthcare-ETFs sind die verwalteten Vermögen. Dies bezieht sich auf den gesamten Marktwert aller finanziellen Vermögenswerte, die der ETF im Auftrag seiner Kunden verwaltet. Je größer die verwalteten Vermögen, desto mehr Geld haben Investoren in den ETF gesteckt, was ein breites Maß an Vertrauen in den ETF widerspiegelt. Die fünf wichtigsten ETFs im Gesundheitswesen – gemessen an den verwalteten Vermögen – sind:

Healthcare ETFs Verwaltete Assets
Anzahl der Holdings 
Health Care Select Sector SPDR Fund (WKN: A14QB2) 17,3 Milliarden USD 61
Vanguard Health Care Index Fund ETF  (WKN: A0MMRN) 10 Milliarden USD 389
iShares Nasdaq Biotechnology ETF (WKN: 657791) 6,7 Milliarden USD 219
iShares U.S. Medical Devices ETF (WKN: A0J25S)
4,3 Milliarden USD 56
SPDR S&P Biotech ETF (WKN: A0MYHE) 3,7 Milliarden USD 118

Quelle: Unternehmensdaten mit Stand 17.10.2019

Health Care Select Sector SPDR Fund

Der Health Care Select Sector SPDR Fund wird von State Street Global Advisors verwaltet. Dieser ETF bildet die Performance des Health Care Select Sector Index ab, der alle Aktien des Gesundheitssektors umfasst, die im breiteren S&P 500 Index gelistet sind.

Dieser ETF bietet Anlegern die Möglichkeit, Aktien aus verschiedenen Branchen des Gesundheitswesens zu erwerben, darunter Biotechnologie, Gesundheitsausrüstung und -bedarf, Gesundheitsdienstleister und -dienstleistungen, Gesundheitstechnologie, Life-Science-Tools und -Dienstleistungen sowie Arzneimittel. Zu den Topbeständen des Health Care Select Sector SPDR Fund im Hinblick auf den Marktwert per Oktober 2019 gehören Johnson & Johnson, UnitedHealth Group, Merck, Pfizer, Abbott Laboratories, Medtronic, Amgen, Thermo Fischer Scientific, AbbVie und Eli Lilly.

Seit seiner Gründung im Jahr 1998 hat der Health Care Select SPDR Fund eine durchschnittliche jährliche Rendite von 8,07 % erzielt. In den letzten drei Jahren und fünf Jahren hat der ETF eine durchschnittliche jährliche Rendite von 9,44 bzw. 8,92 % erzielt.

Viele der vom Health Care Select SPDR Fund gehaltenen Aktien zahlen sich aus. Infolgedessen bietet der ETF eine attraktive Dividendenrendite von 1,62 %. Diese Dividendenrendite gleicht die niedrige Kostenquote des ETF (die Betriebskosten des Fonds dividiert durch den durchschnittlichen Gesamtwert der verwalteten Vermögen in US-Dollar) von 0,13 % mehr als aus. ETFs ziehen diese Kostenquoten von den Konten der Anleger ab.

Vanguard Health Care Index Fund ETF

Vanguard war Vorreiter bei der Verwendung von ETFs. Der Vanguard Health Care Index Fund ETF, der die Wertentwicklung des MSCI U.S. Investable Market Index (IMI)/Health Care 25/50 abbildet, ist der größte Healthcare ETF des Unternehmens in Bezug auf die verwalteten Vermögen. Dieser Benchmark-Index besteht aus Aktien großer, mittlerer und kleiner US-Gesundheitsunternehmen auf Basis der Marktkapitalisierung (Gesamtwert der Aktien eines Unternehmens in US-Dollar).

Der Vanguard Health Care Index Fund ETF hält in erster Linie Positionen in Aktien von Unternehmen, die Medizin- oder Gesundheitsprodukte, Dienstleistungen, Technologien oder Geräte anbieten. Wie der Health Care Select SPDR Fund sind auch hier mit Stand Oktober 2019 Johnson & Johnson, die UnitedHealth Group, Merck, Pfizer, Abbott Labs, Medtronic, Amgen, Thermo Fisher Scientific, AbbVie und Eli Lilly die größten Beteiligungen des ETF.

Dieser ETF für das Gesundheitswesen hat seit seiner Einführung im Jahr 2004 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 9,47 % erzielt. Er hat in den letzten drei Jahren und fünf Jahren eine durchschnittliche jährliche Rendite von 9,78 bzw. 9,2 % erzielt.

Der Vanguard Health Care Index Fund ETF bietet derzeit eine Dividendenrendite von 2,1 %. Mit einer Kostenquote von 0,10 % gehört er zu den niedrigsten aller ETFs.

iShares Nasdaq Biotechnology ETF

Der iShares Nasdaq Biotechnology ETF wird von BlackRock verwaltet. Dieser ETF bildet die Wertentwicklung des Nasdaq Biotechnology Index ab, der sich aus US-Biotechnologie- und -Pharmaaktien zusammensetzt, die an der Nasdaq-Börse notiert sind.

Wie der Name schon sagt, konzentriert sich der ETF hauptsächlich auf Biotech-Aktien. Zu den größten Beteiligungen per Oktober 2019 gehören Amgen, Gilead Sciences, Celgene, Vertex Pharmaceuticals, Illumina, Biogen, Regeneron Pharmaceuticals, Alexion Pharmaceuticals, Incyte und Seattle Genetics.

Seit seiner Auflegung im Jahr 2001 bietet der iShares Nasdaq Biotechnology ETF Anlegern eine durchschnittliche jährliche Rendite von 6,2 %. In den letzten drei Jahren hat der ETF eine durchschnittliche jährliche Rendite von 1,29 % erzielt. Die durchschnittliche jährliche Rendite in den letzten fünf Jahren betrug 1,97 %.

Die meisten Biotech-Aktien zahlen keine Dividenden. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Dividendenrendite des iShares Nasdaq Biotechnology ETFs mit 0,27 % deutlich niedriger ist als die Rendite anderer ETFs. Die Kostenquote des ETF von 0,47 % ist ebenfalls höher als die der ETFs, die Aktien aus dem gesamten Gesundheitsspektrum halten.

iShares U.S. Medical Devices ETF

BlackRock verwaltet auch den iShares U.S. Medical Devices ETF. Dieser ETF bildet die Wertentwicklung des Dow Jones U.S. Select Medical Equipment Index ab, der ausgewählte Medizingerätewerte umfasst.

Der iShares U.S. Medical Devices ETF konzentriert sich nur auf Aktien von Unternehmen, die alle oder einen wesentlichen Teil ihres Gesamtumsatzes durch den Verkauf von Medizinprodukten erzielen. Zu den größten Beteiligungen des ETF per Oktober 2019 gehören Abbott Labs, Medtronic, Thermo Fisher Scientific, Danaher, Edwards Lifesciences, Stryker, Becton Dickinson and Co., Baxter International, Intuitive Surgical und Boston Scientific.

BlackRock hat 2006 den iShares U.S. Medical Devices ETF auf den Markt gebracht. Seitdem hat der ETF eine durchschnittliche jährliche Rendite von 13,17 % erzielt. In den letzten drei Jahren und fünf Jahren hat er eine durchschnittliche jährliche Rendite von 19,83 bzw. 20,71 % erzielt.

Die Dividendenrendite dieses ETFs liegt derzeit bei 0,3 %. Dieses Niveau ist nahezu ausreichend, um die Kostenquote des ETF von 0,43 % zu decken.

SPDR S&P Biotech ETFs

Der SPDR S&P Biotech ETF von State Street bildet die Performance des Biotech-Segments des S&P Total Market Index ab, der den breiteren US-Aktienmarkt abbildet.

Während sich der iShares Nasdaq Biotechnology ETF und der SPDR S&P Biotech ETF beide auf Biotech-Aktien konzentrieren, unterscheiden sich doch die wichtigsten Aktien der ETFs. Der SPDR S&P Biotech ETF beinhaltet größere Positionen in kleinen und mittleren Biotechs als der iShares ETF. Die größten Beteiligungen des SPDR S&P Biotech ETF sind mit Stand Oktober 2019 Seattle Genetics, Arrowhead Pharmaceuticals, The Medicines Company, Ligand Pharmaceuticals, Regeneron, AbbVie, Amgen, Celgene, Incyte und United Therapeutics.

Seit der Auflegung des SPDR S&P Biotech ETF im Jahr 2006 hat er eine durchschnittliche jährliche Rendite von 12,21 % erzielt. In den letzten drei Jahren lag die durchschnittliche jährliche Rendite des ETF bei 4,96 %. Der ETF erzielte in den letzten fünf Jahren eine durchschnittliche jährliche Rendite von 8,33 %.

Man könnte annehmen, dass ein ETF mit vielen relativ kleinen Biotech-Aktien eine niedrige Dividendenrendite haben würde – und das stimmt auch. Der SPDR S&P Biotech ETF ist mit einer Dividendenrendite von 0,02 % der niedrigste dieser fünf Top-ETFs im Gesundheitswesen. Die Kostenquote des ETF von 0,35 % liegt hier im mittleren Bereich.

Warum genau diese ETFs?

Ein wichtiger Grund für die Investition in diese fünf ETFs im Gesundheitswesen ist, dass sie ein starkes durchschnittliches Handelsvolumen aufweisen (der Durchschnitt der Anzahl der Aktien, die in einem bestimmten Zeitraum gekauft und verkauft werden). Das bedeutet, dass es viel Liquidität gibt, ein Begriff, der sich darauf bezieht, wie schnell ein Vermögenswert gekauft oder verkauft werden kann, ohne dass der Preis beeinflusst wird. Wer schnell verkaufen muss, will hochliquide Investments haben.

Und die Kostenquoten sind extrem wichtig. Die niedrigeren Kostenquoten für diese ETFs sorgen im Laufe der Zeit für höhere Erträge.

Sollte man einfach den Healthcare-ETF mit der höchsten Rendite kaufen? Nein. Zum einen korrelieren zukünftige Renditen möglicherweise nicht mit vergangenen Renditen. Auch haben diese ETFs unterschiedliche Ansätze. Wer sich nicht nur auf Medizinprodukte konzentrieren will, sollte nicht auf den iShares U.S. Medical Devices ETF setzen, obwohl der die höchste Rendite erwirtschaftet hat.

Risiken

Obwohl der Kauf eines Healthcare-ETFs die Risiken für die Anleger reduziert, gibt es für diese ETFs nach wie vor eine Reihe von Risiken. Einige haben beispielsweise relativ große Positionen in einzelnen Aktien. Wenn diese Aktien fallen, könnten sie den ETF mit nach unten reißen.

Abbott Labs macht 13,53 % des Gesamtbestands des iShares U.S. Medical Devices ETF aus. Johnson & Johnson macht 10,14 bzw. 8,6 % des Health Care Select Sector SPDR Fund und des Vanguard Health Care ETF aus. Über 9 % des iShares Nasdaq Biotechnology ETF werden in Amgen-Aktien gehalten.

Diese hohen Gewichtungen machen diese ETFs besonders anfällig für Risiken, die sich auf diese Aktien auswirken könnten. Die Wachstumsaussichten von Abbott Labs könnten beeinträchtigt werden, wenn es nicht gelingt, die Zulassung der U.S. Food and Drug Administration (FDA) für die nächste Version des Freestyle Libre Continuous Glucose Monitoring (CGM) Systems zu erhalten. Johnson & Johnson und Amgen stehen im Wettbewerb mit Biosimilar- und Generikawettbewerbern, was die Wachstumsaussichten der Unternehmen negativ beeinflussen könnte.

Die gute Nachricht ist jedoch, dass die ETFs ihre Verteilungen im Bedarfsfall nach und nach anpassen. Ein ETF, der kurzfristig mit einer bestimmten Aktie zu kämpfen hat, kann langfristig immer noch ein Gewinner sein.

Alle fünf führenden ETFs im Gesundheitswesen könnten ebenfalls deutliche Rückgänge verzeichnen, die auf wesentliche Veränderungen im US-Gesundheitssystem zurückzuführen sind. Biotechs und Pharmaaktien könnten die Hauptlast möglicher Reformen spüren, die alle ETFs außer dem iShares U.S. Medical Devices ETF betreffen könnten.

Aber auch dieser ETF ist nicht immun gegen die negativen Auswirkungen möglicher Veränderungen des US-Gesundheitssystems. Es ist denkbar, dass fast jede Gesundheitsaktie schwächeln und damit auch die ETFs im Gesundheitswesen belasten könnte.

ETFs im Gesundheitswesen können den gesamtwirtschaftlichen Abschwung besser überstehen als viele andere Aktien, da Gesundheitsprodukte und -dienstleistungen in der Regel immer benötigt werden, ganz gleich, was mit der Wirtschaft passiert. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie während einer Rezession oder eines breiteren Marktrückgangs nicht auch fallen können.

So sank beispielsweise jeder dieser fünf Gesundheits-ETFs im Jahr 2008 während der Finanzkrise um einen zweistelligen Prozentbereich. Zwei dieser ETFs – der iShares Nasdaq Biotechnology ETF und der SPDR S&P Biotech ETF – entwickelten sich sogar unter dem S&P 500.

Mehr Positives als Negatives

Trotz dieser Risiken sollten die positiven Faktoren die negativen Auswirkungen auf die ETFs im Gesundheitswesen überwiegen. Die angesprochenen demografischen Trends werden mit ziemlicher Sicherheit langfristig zu einer höheren Nachfrage nach Gesundheitsprodukten und -dienstleistungen führen.

Während einige Unternehmen möglicherweise nicht so gut abschneiden wie andere, folgen die von diesen ETFs erfassten Indizes Darwins Regel – die stärksten kommen durch. Wenn einzelne Aktien eine schlechte Performance zeigen, werden sie in den Indizes (und in den Beständen der ETFs) durch bessere Aktien ersetzt.

Gesundheitswerte sind eine gute Idee. Sie erscheinen auf lange Sicht am besten geeignet, um erfolgreich zu sein. Für Anleger, die sich nicht allzu genau mit einzelnen Titeln befassen oder das Risiko abschwächen wollen, sind Healthcare-ETFs eine gute Option.

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Keith Speights besitzt Aktien von AbbVie, Celgene, Gilead Sciences, Health Care SPDR, Illumina, Intuitive Surgical, Pfizer, SPDR S&P Biotech und Vertex Pharmaceuticals. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Biogen, Celgene, Gilead Sciences, Illumina, Intuitive Surgical und Seattle Genetics. The Motley Fool empfiehlt Amgen, Becton, Dickinson, Incyte, Johnson & Johnson, Nasdaq, UnitedHealth Group und Vertex Pharmaceuticals.

Dieser Artikel erschien am 26.10.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.