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1 beliebter Dividenden-ETF, bei dem Dividendenjäger besser wegschauen sollten!

Es gibt hervorragende Gründe, weshalb man als Investor auf Dividendenaktien setzen möchte. Beispielsweise, um weitere passive Einkünfte zu bekommen, für das Alter effektiv vorzusorgen oder auch einfach, weil viele Dividendenaktien zuverlässiger sind.

Ebenfalls existieren viele möglicherweise noch hervorragendere Gründe, weshalb man hierbei auf ETFs setzen möchte. Als Dividendenjäger erhält man hierbei schließlich einen breiten Mix vieler, häufig solider Ausschütter, die direkt ein breit gestreutes Einkommensportfolio mit sich bringen. Das kann häufig Zeit und sogar Geld sparen.

Nichtsdestoweniger ist nicht jeder Passivfonds gleich attraktiv für Dividendenjäger und wenn du mich fragst, sollten Investoren den Vanguard Dividend Appreciation ETF in diesen Tagen lieber meiden. Und natürlich habe ich auch meine Gründe dafür, weshalb dieser beliebte Passivfonds nicht sonderlich interessant ist.

Ein paar grundsätzlich attraktive Basics

Um jedoch nicht direkt mit dem Schlechten zu beginnen und dir das volle Bild zu ermöglichen, möchte ich an dieser Stelle mit ein paar Basics anfangen, die durchaus attraktiv und für Dividendenjäger interessant sein könnten.

Wie alleine der Name dieses Passivfonds nämlich bereits vermuten lässt, setzt der ETF auf anerkannte oder bevorzugte Dividendenaktien. Sprich, auf solche, die historisch gesehen bewiesen haben, dass sie zuverlässig sind und nicht vor einer Kürzung oder Ähnlichem stehen. Ein prinzipiell interessanter und defensiver Ansatz, der natürlich per se sinnvoll erscheint.

Dabei bietet der Passivfonds Zugang zu 180 verschiedenen Dividendenperlen, die hier aus dem S&P 500 auserkoren worden sind. Vorauswahl und Diversifikation können Einkommensinvestoren daher gleichermaßen erhalten, was ebenfalls recht interessant klingt.

All das gibt es bei diesem ausschüttenden und voll replizierenden (ja, auch das sind zwei Pros!) Passivfonds außerdem für eine vergleichsweise geringe Gebühr von lediglich 0,06 % pro Jahr. Definitiv eine interessante und besonders günstige Möglichkeit. Das Fondsvolumen ist hier mit 49 Mrd. US-Dollar ebenfalls vergleichsweise hoch, was vor einer möglichen Streichung des ETF schützen kann.

Was hier definitiv stört

Nichtsdestoweniger existieren hier einige Aspekte, die trotz dieses Mixes definitiv als störend empfunden werden können. Einerseits zahlt der Passivfonds so beispielsweise lediglich eine Dividendenrendite in Höhe von 1,8 % pro Jahr an die Investoren aus, was eher einem geringen Wert entspricht und nicht weit von der aktuellen Dividendenrendite liegen dürfte, die auch der breite Markt in diesen Tagen zu bieten hat. Die Vorauswahl hat hier somit zu keinerlei Besserstellung gemessen an der Ausschüttungsrendite geführt, was man diesem Passivfonds definitiv anlasten darf.

Außerdem verwundert die Auswahl des Vanguard Dividend Appreciation ETF doch sehr. Wie ein Blick in den Passivfonds sowie in die engere Auswahl aus dem S&P 500 nämlich offenbart, fehlen hier einige wichtige Dividendenperlen, die man eigentlich in einem solchen auf Zuverlässigkeit bedachten Passivfonds sehen wollen würde.

Man kann möglicherweise noch darüber streiten, ob ein Ölakteur wie ExxonMobil zwingend in diesen Passivfonds muss, obwohl auch dieser Vertreter seit vielen Jahren ein Dividendenaristokrat ist. Verwunderlich dürfte es jedoch spätestens werden, wenn einem auffällt, dass auch AT&T, der dividendenaristokratische Telekommunikationsriese mit seiner üppigen Dividendenrendite von über 5 %, hier nicht vertreten ist.

Ob der Vanguard Dividend Appreciation ETF daher im Endeffekt die Creme de la Creme der US-amerikanischen Dividendenaktien in sich vereint oder bloß eine teure, defensive und etwas willkürliche Auswahl an ausschüttenden Aktien bietet, sollte man daher kritisch hinterfragen. Und ich habe hierzu gewiss eine klare Meinung.

Es gibt definitiv bessere Dividenden-ETFs

Unterm Strich existieren nämlich deutlich bessere und attraktivere ausschüttende Passivfonds als der Vanguard Dividend Appreciation ETF. Hierbei handelt es sich zwar um eine kostengünstige Möglichkeit, um ein breites Portfolio unterschiedlicher US-amerikanischer Ausschütter auf sich zu vereinen, allerdings wohl eher um eine der schlechteren. Investoren, die auch dividendenrenditetechnisch etwas mehr wollen, sollten lieber weiter suchen.

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Vincent besitzt Aktien von AT&T. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.