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Vorsicht, Wirecard! Nestlé wird Bezahldienstleister – Konkurrenz für die Aktie?

Foto: Getty Images

Die Aktie von Wirecard (WKN: 747206) hat gewiss momentan andere Probleme als die Konkurrenz. Wachstumstechnisch läuft es noch immer rund für den DAX-Konzern im Megamarkt des digitalen Bezahlens. Zudem kreist ein Teil der momentan vorherrschenden Unsicherheit eher um die „Financial Times“ und die in Auftrag gegebene Sonderprüfung, die hier die gewünschte Entlastung bringen soll.

Nichtsdestoweniger ist natürlich auch der Wettbewerb ein Thema, das Investoren zumindest mit einem Auge verfolgen sollten. Zumal hier mit Nestlé (WKN: A0Q4DC) gegenwärtig ein prominenter, wenngleich ungewöhnlicher Akteur in den Markt dringt.

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Schauen wir im Folgenden einmal, was man zu dieser brisanten Wendung wissen sollte. Und ob Investoren sich über das Eintreten Nestlés in den Markt des digitalen Bezahlens in irgendeiner Weise sorgen sollten.

Das plant der Lebensmittelkonzern

Wie die Schweizer im Rahmen einer Pressemitteilung offenbaren, stehe man kurz davor, seinen eigenen Bezahldienst an den Start zu bringen. Face to Pay soll diese Möglichkeit heißen und der Name ist Programm. Denn die Verbraucher sollen bei der Nutzung dieses Dienstes mit ihrem Gesicht bezahlen können.

Um diese Option künftig nutzen zu können, müsse man lediglich die in etwa gleichnamige App downloaden, sich anmelden und einige insbesondere biometrische Daten hinterlegen. Zudem benötige man eine Bezahlart, von der abgebucht werden soll, sowie eben ein Smartphone, wobei diese App sowohl für Android als auch für iOS-Nutzer gleichermaßen funktionieren soll. Auch Nestlé strebt hier offensichtlich den Massenmarkt an.

Durch das Verlassen des Ladens über eine Checkout-Kamera sollen dann zugleich die biometrischen Daten abgerufen und die Zahlung für die Ware entsprechend vorgenommen werden. Definitiv eine interessant Bezahlvariante, die mit Sicherheit einige Datenschützer auf den Plan rufen wird. Allerdings ebenfalls das Zeug hat, eine Bezahltechnologie der Zukunft zu werden.

Muss Wirecard sich jetzt sorgen?

Zugegeben, es gibt nicht nur eine Art und Weise, wie man sich dieser Antwort nähern kann. Grundsätzlich ja, Nestlé macht dem DAX-Konzern hier natürlich in gewisser Weise Konkurrenz, zumal die Schweizer für dieses Vorhaben mit einem ganzen Sammelsurium verschiedener Teilnehmer kooperieren. Unter anderem ist Visa an der Payment Innovation Hub beteiligt und entwickelt hier ebenfalls mit. Dieses Produkt könnte daher Hand und Fuß haben.

Zudem verfügt Nestlé über einen direkten Draht zu vielen Supermärkten und Discountern. Die Schweizer führen schließlich seit vielen Jahren enge Verbindungen mit solchen Größen und entsprechend könnten sie einen Vorteil besitzen, was die Abnehmer anbelangt. Durchaus ein Szenario, das man hierbei bedenken sollte, zumal Nestlé in Spanien das System bereits testet.

Wenn du mich fragst, dürfte dieser Markteintritt jedoch auch die Chancen betonen. Der Eintritt Nestlés in diesen Bereich zeigt sehr deutlich, wie sehr sich die Konsumlandschaft und insbesondere die Bezahltechnologie verändert. Viele Akteure wollen in diesem Bereich ihren Anteil vom Kuchen haben und neben Wirecard ist hier nun ein weiterer Name hinzugekommen, der hier wachsen möchte.

Wirecard muss sich gewiss auch nicht verstecken, was die eigene Leistung anbelangt. Durch mehr Fokus auf die Bezahltechnologie könnte der DAX-Konzern sogar führend bleiben, außerdem entwickelt der digitale Zahlungsdienstleister selbst spannende Funktionen rund um biometrische Lösungen. Wer hier das Nachsehen hat, muss sich daher langfristig noch zeigen, wobei, wie gesagt, auch mehr als ein Akteur in diesem gewaltigen Markt wachsen kann.

Payment bleibt ein großes Thema

Wie wir daher unterm Strich sehen können, bleibt das digitale Bezahlen ein großes Thema in der Welt von Aktien und Börse. Und eines, das nun um ein weiteres Kapitel und einen neuen Namen reicher geworden ist.

Wirecard wird das wohl eher begrenzt tangieren, da es hier viel Raum zu erobern gilt. Ein Aufeinandertreffen dieser beiden Größen ist wohl in den nächsten Jahren eher nicht abzusehen.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool empfiehlt Nestlé.

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