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Kann Royal Dutch Shell wirklich vom Saudi-Aramco-IPO profitieren?

Die Aktie von Royal Dutch Shell ist weiterhin abhängig vom Ölpreis sowie vom gesamten Ölmarkt, da der Konzern natürlich maßgeblich mit diesem Bereich verquickt ist. Natürlich, auch Erdgas hat bereits heute einen signifikanten Einfluss auf das operative Geschäft und Elektrizität soll in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen, nichtsdestoweniger ist es das Schwarze Gold, das hier immer noch die Richtung dominiert.

In diesem Segment tut sich in diesen Tagen einiges. Mit dem Börsengang von Saudi Aramco wird schließlich das offenkundig wertvollste Unternehmen der Welt das Börsenparkett betreten, wobei erst vor wenigen Monaten das volle Ausmaß dieses Giganten bekannt geworden ist.

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Aber keine Panik, Investoren von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S). Durch den Börsengang werden die Machtverhältnisse hier nicht neu definiert, denn Saudi Aramco ist schließlich bereits seit vielen Jahren im Ölmarkt aktiv. Tatsächlich könnten Royal Dutch Shell sowie die anderen Dividendenperlen in diesem Markt sogar vom Börsengang dieses Schwergewichts profitieren. Lass uns das im Folgenden ein kleines bisschen erörtern.

Die Abhängigkeit vom Ölmarkt erhält eine Bewertungskomponente

Tatsächlich wird die künftige Aktie von Saudi Aramco künftig stärker abhängig von den Ölpreisen werden. Der operative Erfolg des saudischen Staatskonzerns ist zwar auch heute schon von diesem Faktor determiniert, allerdings sind die Auswirkungen sinkender Ölpreise bislang ein Staatsgeheimnis gewesen. Wie gesagt, zumindest bis jetzt.

Sofern die Notierungen von Brent und WTI zukünftig nachgeben, kann das auch Saudi Aramco überaus stark und vor allem offensichtlich tangieren. Als börsennotiertes Unternehmen ist man schließlich ebenfalls zu Einblicken in den operativen Alltag verpflichtet, zudem können einzelne Zahlenwerke einen Einfluss auf die Börsenbewertung haben. Sowohl zum Guten, als auch zum Schlechten.

Oder, anders formuliert, auch die bald kommende Aktie von Saudi Aramco wird künftig in gewisser Weise ein Spielball des Ölpreises werden. Die Erwartungshaltung ist gegenwärtig bereits hoch, von Nettogewinnen in einer Größenordnung von 111 Mrd. US-Dollar im Geschäftsjahr 2018 ist die Rede und Saudi-Arabien als Hauptinvestor könnte demnach bewertungstechnisch ein großes Interesse daran haben, dass dieser operative Erfolg zunächst anhält. Auch, damit die Aktie nicht im Nachgang des IPOs zu einem Flop wird, was die Bewertung der eigenen gewaltigen Anteilsberge in Mitleidenschaft ziehen könnte.

Die Crux: Wie wird sich der IPO auf die OPEC auswirken?

Die spannendste aller Fragen dürfte dementsprechend sein, wie sich der Börsengang von Saudi Aramco auf die OPEC auswirken wird. Bereits im Dezember wird die Vereinigung der Ölstaaten erneut zusammenkommen und in Anbetracht der nach wie vor schwelenden konjunkturellen Sorgen könnte ein weiterer Eingriff in den Ölmarkt auf der Agenda des Kartells stehen.

Tatsächlich könnte Saudi-Arabien als eine der führenden OPEC-Nationen nun sogar ein signifikantes Interesse an weiteren Kürzungen in der täglichen Förderung haben, um den Ölpreis zu stützen und Saudi Aramco zu einem stabilen operativen Geschäft verhelfen. Eine Sichtweise, die durchaus möglich ist, zumal bewertungstechnisch für die Saudis viel auf dem Spiel steht.

OPEC-Treffen im Dezember als Indikator

Der Dezember könnte somit bereits wegweisend für den Ölmarkt werden und durch weitere Eingriffe auch für ein solideres Marktumfeld für Royal Dutch Shell und andere Dividendenperlen sorgen. All das ist zwar bislang zum Großteil Spekulation, allerdings könnte hier durch die neue Interessenlage gewiss etwas dran sein.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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