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Datagroup-Aktie erklimmt neue Höchststände. Was ist hier los?

Die Aktie des IT-Outsourcing-Spezialisten Datagroup (WKN: A0JC8S) hatte in den letzten Wochen einen fantastischen Lauf. Bei Kursen von 58,60 Euro erklomm die Datagroup-Aktie neue Höchststände und bescherte ihren Aktionären seit Jahresbeginn ein Plus von 87 % . Deutlich mehr als bei jedem anderen deutschen Index. Egal ob TecDAX (+ 22 %), MDAX (+ 25 %) oder DAX (+ 25 %). Hilfestellung für diese starke Kursentwicklung gaben die großartige Story hinter der Datagroup-Aktie sowie ambitionierte Zukunftspläne.

Die großartige Story hinter der Datagroup-Aktie

Zwar fokussiert sich das Unternehmen ausschließlich auf den deutschen Outsourcing-Markt, dennoch ist dieser gigantisch groß – zumindest im Vergleich zur heutigen Unternehmensgröße. Das Managementteam sieht 5.000 kleine bis mittelgroße Unternehmen in Deutschland als potenzielle Kunden. Bei einem Umsatzpotenzial von rund 1 Mio. Euro pro Kunde ergibt das einen potenziellen Gesamtmarkt von 5 Mrd. Euro. Bei einem anvisierten Jahresumsatz von 300 Mio. Euro für das aktuelle Geschäftsjahr jede Menge Raum für weiteres Wachstum.

Das organische Wachstum der Vergangenheit zeigt zudem, dass das Unternehmen mit seinem modularen Outsourcing-Baukasten CORBOX das richtige Produkt anbietet. Aus diesem Baukasten wählen Datagroup-Kunden die gewünschten Bestandteile des Outsourcings – sei es nur eine Cloud-Lösung, der IT-Service-Desk oder der komplette Betrieb der IT-Infrastruktur. Alleine im aktuellen Geschäftsjahr 2018/2019 konnten 24 Neukunden gewonnen werden. Es kommen aber nicht nur ständig neue Kunden hinzu, zusätzlich nehmen bestehende Kunden immer größere Leistungspakete der CORBOX in Anspruch und sorgen so ebenfalls für organisches Umsatzwachstum.

Der zweite Teil der großartigen Aktienstory ist das anorganische Wachstum. In den letzten Jahren beteiligte sich das Datagroup-Management sehr aktiv an der Konsolidierung des IT-Marktes. Bereits über 22 kleinere IT-Anbieter wurden aufgekauft. Die Ziele dieser Akquisitionen sind dabei vielfältig. Mal geht es darum, gut ausgebildete und derzeit rar gesäte IT-Experten  zu gewinnen – zuletzt bei der Übernahme von 200 SAP-Experten beim Kauf der IT-Informatik GmbH. Bei anderen Akquisitionen zielt man darauf ab, Kundenbeziehungen hinzuzukaufen, um anschließend durch Cross- und Upselling zu profitieren. Ebenfalls ein beliebter Übernahmegrund bei Datagroup ist der Zukauf von zusätzlichen Kompetenzen, wie beispielsweise kürzlich bei der Übernahme von UBL Informationssysteme, die sehr stark in der Container-Technologie sind, mit der man Anwendungen zwischen unterschiedlichen Systemen portieren kann.

Die ambitionierten Ziele von Datagroup

Diese zweiteilige Wachstumsstory drückt sich glücklicherweise auch in harten Zahlen aus. Egal ob man dabei auf die vergangenen Zahlen abstellt oder auf die zukünftigen Ziele des Unternehmens schaut.

Seit Börsengang im Jahr 2006 seigerte das Unternehmen aus dem beschaulichen Plienzhausen seine Umsätze von 38 Mio. Euro auf die nun angestrebten 300 Mio. Euro. Das Erstaunliche dabei ist dabei die Zusammenetzung der Umsätze. Waren es im Jahr 2006 zu beinahe 80 % Umsätze mit IT-Handelswaren, waren im vergangenen Geschäftesjahr 73 % der Umsätze wiederkehrende IT-Service-Umsätze.

Diese starke Basis, das erwähnte Marktpotenzial und der fehlerlose Track-Record an Unternehmenszukäufen stimmen das Managementteam rund um Unternehmensgründer und Großaktionär Max Schaber derart zuversichtlich, im Jahr 2025 die Umsatzschwelle von 750 Mio. Euro zu überschreiten. Das würde die derzeitge Euphorie rund um die Datagroup-Aktie, welche die Marktkapitalisierung auf über 480 Mio. Euro getragen hat, mehr als rechtfertigen.

Kurzfristig wird aber der 25. November zum Prüfstein für die jüngsten Kurssteigerungen. Dann veröffentlicht das Unternehmen nämlich die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2018/2019. Die letzten Wochen zeigen, welch große Erwartungen in diese Zahlen gesetzt werden. Lassen wir uns also überraschen, ob diese gut genug ausfallen werden, um den großen Erwartungen gerecht zu werden.

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Erst im vergangenen Jahr kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatzwachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internethändler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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Sven besitzt Aktien von Datagroup. The Motley Fool empfiehlt Aktien von Datagroup.