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Wie man reich in Rente geht, wenn man noch nicht mit dem Sparen begonnen hat

Für viele Menschen mag der Ruhestand wie ein schwer erreichbares Ziel erscheinen – zumal es immer schwieriger wird, sich den Ruhestand zu leisten.

Die Renten sind heutzutage knapp, und viele Arbeitnehmer machen sich Sorgen über die Zukunft der Sozialsysteme. Das bedeutet, dass der größte Teil deines Alterseinkommens wahrscheinlich aus deinen persönlichen Ersparnissen kommen muss, und der Ruhestand ist nicht billig. Tatsächlich denkt der durchschnittliche Arbeiter, dass er etwa 1,7 Millionen US-Dollar sparen muss, damit sein Geld den Rest seines Lebens ausreicht, fand eine Umfrage von Charles Schwab.

Wenn du mit dem Sparen im Rückstand bist, hast du vielleicht das Gefühl, dass der Ruhestand finanziell schwierig wird. Aber wenn du bereit bist, dafür zu arbeiten, ist es möglich, reich in den Ruhestand zu gehen – auch wenn du noch nicht angefangen hast zu sparen.

Was genau bedeutet es, reich in den Ruhestand zu gehen?

Erstens ist es wichtig zu definieren, was “reich” im Ruhestand bedeutet. Jeder hat unterschiedliche Sparziele und daher bedeutet auch der Begriff “Reichtum” nicht für jeden dasselbe. Für unsere Zwecke, sagen wir, reich zu sein bedeutet, sich einen komfortablen Lebensstil im Ruhestand leisten zu können.

Nun hängt die Definition von “komfortabel” auch von deiner individuellen Situation ab. Denke daran, wie viel du derzeit jedes Jahr ausgibst, und überlege, ob sich dieser Wert nach deiner Pensionierung ändern wird. Einige Leute werden weit weniger im Ruhestand ausgeben, als sie jetzt ausgeben, während andere Rentner sehen, wie ihre Ausgaben drastisch steigen. Vielleicht wirst du auch keine Veränderung sehen. Du musst nicht genau wissen, wie viel du im Ruhestand bis auf den Cent ausgeben wirst, aber denk daran, wie sich dein Lebensstil verändern wird. Planst du nach deiner Pensionierung mehrere teure Reisen? Oder erwartest du, die meiste Zeit zu Hause zu verbringen, um zu lesen oder mit den Enkeln zu spielen?

Ein weiterer zu berücksichtigender Faktor ist das Alter, wann du in den Ruhestand gehen willst. Wenn du in deinen 40ern oder 50ern ohne Altersvorsorge dastehst, könnte es unrealistisch sein anzunehmen, dass du mit 60 Jahren schon in Rente gehen kannst. Aber wenn du bereit und in der Lage bist, ein paar Jahre länger zu arbeiten, kannst du mehr sparen und einen bequemeren Ruhestand genießen, wenn du schließlich aufhörst du arbeiten.

Denke auch darüber nach, wie Sozialversicherungsleistungen sich auf deine finanzielle Lage auswirken werden. Die Leistungen sind nur darauf ausgerichtet, etwa 40 % des Vorruhestandseinkommens zu ersetzen, was bedeutet, dass der Großteil deiner Mittel aus anderen Quellen kommen muss. Aber die Sozialleistungen können erheblich dazu beitragen, deinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Du kannst deinen geschätzten Leistungsbetrag anhand deiner Renteninformation überprüfen. Dann kannst du bestimmen, wie viel von deinem Alterseinkommen aus deinem persönlichen Vermögen kommen muss.

Mit diesen Zahlen im Hinterkopf, kannst du einen Ruhestandsrechner verwenden, um eine Schätzung zu erhalten, wie viel du bis zu deiner Pensionierung sparen solltest. Die meisten Rechner werden dir auch sagen, was du jeden Monat sparen musst, um dieses Ziel zu erreichen. Damit hast du auch gleich ein monatliches Sparziel.

Jetzt kommt der schwierige Teil: genug Geld zum Sparen zu finden

Abhängig von deinem Alter und dem Betrag, den du brauchst, wirst du dich vielleicht etwas überfordert fühlen. Aber keine Panik, denn es gibt Möglichkeiten, wie man mehr sparen und sein Alterseinkommen erhöhen kann, auch wenn man nicht gerade viel Geld zur Verfügung hat.

Der erste Schritt ist, herauszufinden, wohin all dein Geld geht und zu sehen, wo du sparen kannst. Wenn du nicht bereits deine Ausgaben verfolgst und mit einem Haushaltsbuch lebst, ist es jetzt an der Zeit, damit zu beginnen. Die Wahrheit ist, dass du vielleicht mehr zu sparen hast, als du denkst, denn es ist möglich, dass du in einigen Bereichen zu viel ausgibst, ohne es zu merken. Tatsächlich gibt der durchschnittliche Amerikaner laut einer Umfrage von Charles Schwab fast 500 US-Dollar pro Monat für unwesentliche Kosten aus, wobei fast 60 % der Befragten sagen, dass sie von der Hand in den Mund leben. Wenn du nicht genau deine Ausgaben verfolgst, könntest du das Gefühl haben, dass du nichts zu sparen hast, wenn du in Wirklichkeit jede Menge Geld zum Fenster rauswirfst.

Wenn du alles gestrichen hast, was du kannst und immer noch nicht annähernd dein monatliches Sparziel erreicht hast, musst du vielleicht einige dramatischere Opfer bringen. Zum Beispiel könntest du erwägen, in ein kleineres Haus zu ziehen oder in ein billigeres Viertel zu ziehen. Das ist natürlich eine Entscheidung, die man sich wohl überlegen sollte, aber es könnte dir viel Geld bei der Miete sparen. Stelle einfach sicher, dass du alle Kosten für den Umzug in Betracht ziehst.

Mehr zu sparen ist nicht die einzige Möglichkeit, dein Alterseinkommen zu steigern. Beispielsweise kannst du den Ruhestand um einige Jahre hinauszögern (wenn du dazu in der Lage bist), um dir mehr Zeit zum Sparen zu geben. Wenn du bis zum vollen Rentenalter arbeitest,erhältst du den vollen Leistungsbetrag, auf den du Anspruch hast.

Wenn du kurz vor dem Rentenalter stehst und noch nicht mit dem Sparen begonnen hast, wird es wahrscheinlich schwierig sein, als Millionär in den Ruhestand zu gehen. Aber das bedeutet nicht, dass du nicht dein Bestes tun kannst, um so viel wie möglich in der verbleibenden Zeit zu sparen. Sparen, so viel du kannst, ist besser, als nichts zu tun, und wenn du dich anstrengst, kannst du immer noch einen Notgroschen im Wert von ein paar Hunderttausend Euro aufbauen.

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Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel, CFP auf Englisch verfasst und am 06.09.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.