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Drei Dinge, die du über Dividenden unbedingt wissen solltest!

Die Deutschen gelten als Sparweltmeister, aber das bringt ihnen im Moment nicht wirklich viel ein. Und eine Sache verbreitet derzeit selbst unter Kleinsparern Angst und Schrecken. Denn immer mehr Banken denken anscheinend darüber nach, auch auf Sparguthaben unter 100.000 Euro eventuell Negativzinsen zu verlangen.

Das ist natürlich fatal für die Sparer. Sie bekommen nicht nur keinen Ertrag auf ihr angelegtes Geld, sondern müssen stattdessen sogar dafür bezahlen, dass sie das Geld ihrer Bank anvertraut haben. Anleger setzen deshalb vermehrt auf Dividenden als Ersatz für regelmäßige Zinszahlungen.

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Das heißt, immer mehr Menschen werden Besitzer von Aktien mit attraktiven Ausschüttungen, obwohl sie sich vielleicht vorher noch nie mit der Börse beschäftigt haben. Doch wer auf Dividenden als neue passive Einkommensquelle setzt, sollte unbedingt folgende drei Dinge über die Ausschüttungen wissen, damit er nicht irgendwann böse überrascht wird.

1. Die Dividende ist nicht garantiert

Man muss auf jeden Fall berücksichtigen, dass die Zahlung einer Dividende von keiner Aktiengesellschaft zugesichert wird. Deutsche Unternehmen zum Beispiel legen in der Regel einmal im Jahr fest, ob und in welcher Höhe eine Gewinnbeteiligung an die Aktionäre gezahlt wird.

Dabei gibt es im Vorfeld einen Dividendenvorschlag, über den dann auf der Hauptversammlung des Unternehmens entschieden wird. Wird die Dividende in der vorgeschlagenen Höhe genehmigt, erfolgt die Zahlung der Ausschüttung dann am dritten auf den Hauptversammlungsbeschluss folgenden Geschäftstag.

Doch in anderen Ländern gibt es bei der Handhabung der Ausschüttungsmodalitäten durchaus andere Vorgehensweisen. In den USA beispielsweise zahlen viele Unternehmen ihre Dividenden, die vom Aufsichtsrat beschlossen und angekündigt werden, jedes Quartal an die Anteilseigner aus.

Allerdings kann es natürlich auch passieren, dass ein Unternehmen in Jahren, in denen es einmal nicht so gut läuft oder hohe Investitionen anstehen, die Dividende kürzt oder sogar ganz ausfallen lässt. In diesem Jahr sind es unter anderem Kraft Heinz (WKN: A14TU4) und die Deutsche Telekom (WKN: 555750), die ihre Dividende gekürzt bzw. eine Reduzierung derselben bekannt gegeben haben.

2. Der Dividendenabschlag

Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff „Dividendenabschlag“? Vereinfacht dargestellt ist es ja so, dass das Geld für die Dividende vom Gewinn stammt, den ein Unternehmen erwirtschaftet hat. Doch hat ein Konzern zum Beispiel 2 Mrd. Euro Gewinn gemacht und zahlt nun davon 1 Mrd. Euro als Dividende aus, so sinkt der Firmenwert in diesem Moment genau um den ausgeschütteten Betrag.

Deshalb wird nun zu Beginn des Börsenhandels exakt der Betrag der Dividende vom Kurs der jeweiligen Aktie abgeschlagen. Die Aktie wird jetzt also Ex-Dividende gehandelt. In Deutschland ist dies meist der Tag nach der Hauptversammlung. Diesen Umstand sollte jeder Investor genau kennen, denn er bedeutet, dass sich durch die Zahlung der Dividende seine finanzielle Situation erst einmal überhaupt nicht verändert.

Nehmen wir einmal an, jemand besitzt 100 Aktien einer Firma, die gerade zu einem Kurs von 100 Euro gehandelt werden, und es wird eine Dividende von 10 Euro je Aktie gezahlt. Dann bekommt man zwar 1.000 Euro Dividende auf sein Konto überwiesen, aber gleichzeitig sinkt auch der Kurswert der Aktien nach dem Dividendenabschlag von 10.000 Euro auf jetzt 9.000 Euro. Allerdings macht sich das, je nachdem, wie die Börsen an diesem Tag gelaunt sind, mal mehr oder mal weniger bemerkbar.

Für den Anleger also erst einmal ein Nullsummenspiel, und man hat eigentlich nur Gewinn gemacht, wenn der Aktienkurs die alten Höhen wieder erreicht. Diesen Umstand sollte man also immer im Hinterkopf haben, um später nicht auf dem „falschen Fuß“ erwischt zu werden.

3. Vorsicht Doppelbesteuerung

Auch auf diesen Umstand möchte ich noch kurz hinweisen. Dass in Deutschland Steuern auf Kapitalerträge anfallen, sollte, glaube ich, jeder wissen. Deshalb soll es jetzt einmal nur darum gehen, dass man als Dividendeninvestor, der auch internationale Aktien im Depot hat, durchaus mit dem Thema „Doppelbesteuerung“ konfrontiert werden kann.

Viele Länder erheben nämlich eine Quellensteuer auf Dividendenzahlungen, die, wie der Name schon sagt, direkt an der Quelle einbehalten wird. Quellensteuern anderer Länder sind allerdings nur bis zu 15 % auf die deutsche Abgeltungssteuer anrechenbar.

Ist die ausländische Quellensteuer höher und beträgt wie zum Beispiel in Frankreich 30 %, dann bleibt man auf der Differenz sitzen. Es gibt zwar Möglichkeiten, sich einen Teil der Quellensteuer von den einzelnen Ländern zurückzuholen, doch dies lohnt sich meist nur bei größeren Beträgen, weil die Kosten, die Banken zum Beispiel dafür erheben, in der Regel recht hoch sind.

Fazit

Dividenden sind für Investoren etwas Wunderbares, doch es gibt eben Dinge, die man wissen sollte, bevor man sich als Dividendenjäger versucht. Doch wer diesen Artikel gelesen hat, ist jetzt auf jeden Fall schon ein ganzes Stück informierter als zuvor.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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