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Wasserstofftechnik: Warum BMW noch abwartet, während Hyundai, Toyota und China die Chance ergreifen!

In einem Punkt glichen sich die BMW (WKN: 519000)- und die Hyundai Motor (WKN: 885166)-Aktie in den letzten fünf Jahren. Beide verloren leicht beziehungsweise stärker an Wert. In der Wasserstoff (H2)-Technologie gehen sie hingegen getrennte Wege. Die Toyota (WKN: 853510)-Aktie konnte als einzige um knapp 40 % zulegen (12.11.2019).

Während BMW noch in den Startlöchern sitzt, sprinten Hyundai und Toyota in der Produktion von H2-Autos vorneweg. Beides kann seine Vor- und Nachteile haben. Erfahre, warum BMW noch zögert, während Hyundai, Toyota und China die Gelegenheit nutzen.

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BMW wartet noch ab

Wenn eine neue Technologie Fahrt aufnehmen soll, muss sie zunächst angeschoben werden. Nur wenn am Ende Politik und Wirtschaft zusammenarbeiten, wird der tote Punkt überwunden, nach dem sich die Industrie selbstständig und profitabel entwickelt.

Deutschland hat zunächst beobachtet, ist sich nun allerdings einig, dass H2 in vielerlei Hinsicht wertvoll ist. So fördert das Bundesverkehrsministerium den Aufbau des H2-Tankstellennetzes. Bis Mitte 2020 werden etwa 100 H2-Tankstellen errichtet sein und bis Ende 2021 noch einmal 30 hinzukommen. An diesen werden sowohl Pkws als auch Lkws tanken können.

Auf diesen Ausbau sowie eine anziehende H2-Autonachfrage warten neben BMW auch andere deutsche Hersteller wie Daimler (WKN: 710000) oder VW (WKN: 766403). Dennoch ist zu beobachten, wie Hyundai oder Toyota in der Produktion bereits vorangehen. So werden beide ab 2020 ihre H2-Autoproduktion etwa verzehnfachen.

BMW sieht hingegen die H2-Technik noch etwa zehn Jahre hinter der Batterietechnik, stellt aber dennoch ab 2022 eine kleine H2-Autoauswahl zur Verfügung. Frühestens ab 2025 soll dann (je nach Bedarf) auch eine Massenproduktion möglich sein. BMW wartet also zunächst auf den Markt, um nicht unnötig Geld auszugeben, sieht sich aber gleichzeitig in den Startlöchern, um bei steigender Nachfrage nachzuziehen.

Hyundai, Toyota und China ergreifen ihre Chance

Lange Zeit waren Deutschland und seine weltbekannten Hersteller in der Autoindustrie führend. Mit der Wende Richtung E- und H2-Autos könnte sich dies nun aber ändern. So sehen Hyundai, Toyota und China aktuell ihre Chance gekommen, um in einem Markt die Technologie anzuführen.

So wird Südkorea allein bis 2030 etwa 47 Mrd. Euro für die Förderung der zukünftigen Autos ausgeben, wovon Hyundai und das H2-Auto stark profitieren werden. Dabei ist das Tankstellennetz entscheidend, das bereits mit Nachdruck, unter anderem mit Nel (WKN: A0B733), errichtet wird. Die Entschlossenheit ist also groß, endlich an den bisherigen Technologieführern vorbeizuziehen.

Hyundai möchte bis 2025 etwa 16 H2-Modelle auf den Markt bringen, setzt aber auch auf reine E-Autos. Insgesamt sollen bis Mitte des nächsten Jahrzehnts jährlich etwa 1,67 Mio. E- und H2-Autos abgesetzt werden.

In Japan geht man ähnlich stark gefördert noch direkter den Weg Richtung H2-Gesellschaft und -Auto. So möchte das Land bis 2030 jährlich circa 850.000 H2-Autos auf die Straßen bringen. Dabei liegt die staatliche Förderung bei bis zu 20.000 Euro je Fahrzeug.

Parallel wird hier ebenso das H2-Tankstellennetz flächendeckend ausgebaut. Japan und Korea sehen H2 als ganzheitlichen Energieträger (als das Öl der Zukunft), nicht nur für Autos. Deshalb wird er hier so massiv gefördert.

China möchte die Führung übernehmen

Ein Land sollte in diesem Zusammenhang jedoch nicht vergessen werden: China. Wie in vielen anderen Bereichen will es die Führung übernehmen. So nun auch in der H2-Technologie. Mittlerweile ist es mit jährlich 20 bis 22 Mio. Tonnen (2018) der weltweit führende H2-Produzent.

China möchte darüber hinaus in der Brennstoffzellenentwicklung vorangehen. Dabei steigen die jährlichen Investitionen mit hohen Wachstumsraten. Hier ist der nächste Schritt die Industrialisierung der Brennstoffzelle, um die Kosten deutlich zu senken. Bis 2030 will China jährlich etwa 1 Mio. H2-Autos verkaufen.

Foolisher Abschluss

Es könnte den Anschein erwecken, als hätten BMW und andere deutsche Hersteller die H2-Autoentwicklung verschlafen, was jedoch nicht der Fall ist. Hier wartet man nur auf die entsprechende Nachfrage und Tankstelleninfrastruktur.

Selbst Toyota ist zuletzt deutlicher Richtung E-Auto eingeschwenkt. Auffällig ist allerdings, dass die asiatischen Länder sehr viel mehr Geld in die Entwicklung einer H2-Gesellschaft investieren. Es scheint jedoch, als hätte Deutschland nun die Zeichen der Zeit erkannt, sodass es bald nachziehen wird.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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