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Commerzbank-Aktie im Übernahmepoker: Das große Zittern beginnt!

Die Commerzbank (WKN: CBK100) befindet sich weiterhin in der Richtungsfindung. Im Rahmen des neuen Strategieprogramms 5.0 möchte das kriselnde Geldhaus wieder in die Spur zurückfinden. Neben weiteren Bekenntnissen hin zur Digitalisierung sowie zum Einsparen scheint eine Übernahmen beziehungsweise Fusion ein Weg hin zur Verbesserung zu sein.

Das Ziel scheint auch bereits gefunden. Mithilfe der Direkt-Tochter Comdirect möchte die angeschlagene Bank wieder in die Spur finden, die Tochter gilt schließlich noch immer als funktionierendes Filetstück innerhalb des Konzerns.

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Derzeit scheint reichlich Bewegung in dieses Vorhaben zu kommen, wobei diese nicht zwangsläufig gut sein muss. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren zu den aktuellen Wendungen wissen müssen. Und warum und inwiefern die geplante Zusammenlegung mit der Tochter auch vonseiten des Übernahmeobjekts boykottiert werden könnte.

Der Widerstand wird größer

Wie mehrere Medien in diesen Tagen berichten, firmiert sich größerer Widerstand gegen die geplante Zusammenlegung der Commerzbank mit der Direktbank-Tochter. Comdirect-Großinvestor Petrus Advisers beispielsweise, der bereits im Vorfeld eines solchen möglichen Schrittes seine Ablehnung erklärt hat, beginnt derzeit mit aktiven Maßnahmen gegen den Schritt.

Genau genommen sammelt der Großinvestor seinerseits weitere Papiere ein und hält derzeit bereits 5,03 % aller Comdirect-Aktien, nach einer ursprünglichen Position in Höhe von rund 3 %. Mit einem solchen Schritt könnte der Investor die Übernahme erschweren, denn das Geldhaus bräuchte für eine saubere Übernahme und für einen sogenannten Squeeze-Out einen Anteil von über 90 % an dem Unternehmen, was möglicherweise durch weitere Zukäufe seitens Petrus Advisers erschwert wird.

Aber nicht bloß das: Auch die Commerzbank-Tochter Comdirect weiß derzeit scheinbar nicht, wie man zum geplanten Zusammenschluss stehen soll. Und was sie den übrigen Investoren raten soll. Kurzfristig orientierten Spekulanten habe man zwar geraten, das Angebot der Muttergesellschaft anzunehmen, allerdings gäbe es bei einer Übernahme keine klare Perspektive für die Zukunft, weshalb man den langfristig orientierten Investoren keinen Ratschlag geben könne. Grundsätzlich eine verzwickte Situation, in der sich die geplante Übernahme derzeit befindet, was die Erfolgsaussichten für das kriselnde Geldhaus möglicherweise erschweren könnte.

Es existieren weitere Hürden

Doch nicht bloß der Widerstand vonseiten des Großinvestors sowie das fehlende Bekenntnis der Tochter sorgen derzeit für Unmut, sondern möglicherweise auch der Preis, den die Commerzbank bereit ist, je Aktie zu bezahlen. Das Angebot je ausstehender Comdirect-Aktie beläuft sich vonseiten der Muttergesellschaft schließlich auf lediglich 11,44 Euro. Mit einem derzeitigen Kursniveau von 13,50 Euro liegt es jedoch bedeutend über dem Angebot.

Offenbar weigert sich das Management des Geldhauses außerdem, das Angebot weiter aufzustocken, was an dieser Stelle nicht gerade für eine Annahme des Angebotes sprechen dürfte. Jedoch könnte es, für den Fall, dass die Commerzbank nicht zum Stichtag 06.12. die erforderliche Anzahl von Aktien erhält, die für einen Squeeze-Out benötigt werden, noch eine weitere Option geben.

Demnach könnte die Commerzbank trotz des Nichterreichens dieser Marke den Zusammenschluss forcieren, wobei eine Zwangsverschmelzung angeordnet würde. In diesem Fall müsste ein Gutachter entscheiden, wie hoch die Entschädigung der bisherigen Aktionäre ausfallen würde, wobei es für die aktuellen Halter Commerzbank-Aktien geben würde. Ein Gutachter würde dann das Umtauschverhältnis festlegen, wodurch die Commerzbank ebenfalls die Handhabe über die Übernahme verlieren würde. Und in Anbetracht des derzeitigen Kursniveaus der Comdirect-Aktien wohl tiefer in die Tasche greifen müsste.

Das Zittern beginnt!

Wie wir daher unterm Strich sehen können, gibt es derzeit eine ganze Menge Unsicherheit im Kontext der Commerzbank. Die Übernahmefantasie wird gegenwärtig auch durch ein vergleichsweise geringes Angebot des Geldhauses auf eine harte Probe gestellt. Der Ausgang ist in Anbetracht des Widerstands ungewiss.

Investoren, die zur Besserung der Aussichten auf einen solchen Schritt gesetzt haben, sollten besser vorsichtig sein. Denn auch wenn das kriselnde Geldhaus bei dieser Verhandlung gerne am Steuer sitzen würde, machen die anderen Akteure wohl recht deutlich klar, dass es weitere Parteien gibt, die hier Druck ausüben können.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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