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Frag einen Fool: Wie würde ein demokratischer Präsident die Aktienkurse beeinflussen?

F: Seit dem Amtsantritt von Präsident Trump ist die Börse um etwa 50 % gestiegen. Ich lese immer wieder, wie der Markt zusammenbrechen könnte, wenn ein Demokrat die Wahl 2020 gewinnt, insbesondere einer der linksgerichteten Kandidaten. Wären Aktien oder die Industrie überhaupt in diesem Fall sicher?

Erstens ist es viel zu früh, um darüber zu spekulieren. Es gibt große Unterschiede zwischen den aktuellen Kandidaten, und es gibt auch die Variable, welche Partei den Kongress kontrolliert. Eine Elizabeth-Warren-Präsidentschaft mit einem republikanischen Kongress würde bestimmte Konsequenzen haben – und mit einem demokratischen Kongress würden die sicher anders aussehen.

Außerdem sollte man sich daran erinnern, dass viele Experten davon ausgingen, dass der Markt fallen würde, wenn Trump gewählt würde, und wir alle haben gesehen, wie das ausgegangen ist.

Dennoch könnte ein demokratischer Präsident zunächst ein insgesamt negativer Faktor für die Börsenkurse sein, denn einige der Hauptgründe, warum Aktien in den letzten Jahren so gut abgeschnitten haben, sind Körperschaftsteuersenkungen und ein weniger reguliertes Unternehmensumfeld, und viele der demokratischen Kandidaten haben angegeben, dass sie diese Dinge ändern wollen.

Einige Industrien könnten besonders schwer betroffen sein, besonders wenn die Demokraten die Kontrolle über den Senat wiedererlangen. Mehrere Kandidaten haben angekündigt, dass sie große Technologieunternehmen wie Facebook auflösen wollen, und alle haben Pläne, die wahrscheinlich Druck auf die Gesundheitsbranche ausüben würden. Zudem wäre das regulatorische Umfeld für Finanz- und Öl-/Gasunternehmen wahrscheinlich deutlich ungünstiger als heute.

Es gibt jedoch einige Aktien, die unter einer demokratischen Präsidentschaft recht gut funktionieren könnten. Alternative Energien könnten sich zum Beispiel in einer von den Demokraten kontrollierten Regierung gut entwickeln. Auch Infrastrukturaktien könnten davon profitieren, da Investitionen im Milliarden (oder sogar Billionen)-Bereich bei beiden Parteien sehr beliebt sind. Und wenn der Gewinner einen bedeutenden Schuldenerlass für Studenten umsetzen würde, könnte jedes Unternehmen, dessen Hauptkundenstamm Millennials sind, davon profitieren.

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Randi Zuckerberg, ehemalige Direktorin für Marktentwicklung und Sprecherin von Facebook und Schwester von dessen CEO Mark Zuckerberg, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 08.11.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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