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3 Chipaktien, die von Smartphones mit 5G profitieren können

Der Smartphonemarkt der fünften Generation (5G) dürfte bald rasant wachsen. Das sind gute Nachrichten für Skyworks Solutions (WKN: 857760), Qorvo (WKN: A12CY9) und Qualcomm (WKN: 883121), die unbedingt einen neuen Wachstumstreiber benötigen, um aus der Stagnation herauszukommen.

Wie sich herausstellt, ist dieser Wachstumstreiber nun bald da. TSMC hat kürzlich eine Erhöhung der Investitionsausgaben für 2019 um 5 Mrd. US-Dollar angekündigt, da die Nachfrage nach 5G-Smartphonechips stärker als erwartet war. TSMC geht davon aus, dass 5G-Smartphones einen Anteil von rund 15 % am Gesamtmarkt ausmachen werden. In einer früheren Schätzung war die Rede von einem lediglich einstelligen Anteil.

Nun, da der weltgrößte Halbleiterhersteller dank der 5G-Smartphonerevolution eine steigende Nachfrage nach Chips erwartet, sollte man sich diese drei Aktien mal genauer ansehen.

Skyworks braucht dringend 5G

Die Verlangsamung des Smartphonemarktes hat Skyworks Solutions, das 63 % seines Gesamtumsatzes mit der Bereitstellung von Chips für den Mobilfunk erzielt, stark belastet. Die Verlangsamung führte dazu, dass der Umsatz des Unternehmens im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 14 % auf 767 Mio. US-Dollar zurückging.

Schwache Smartphoneabsätze, Saisonalität und Einschränkungen beim Verkauf an den chinesischen Smartphonehersteller Huawei beeinträchtigten die Umsatz- und Ergebnisentwicklung von Skyworks im Laufe des Quartals. Das Unternehmen ist jedoch optimistisch, dass die Einführung von 5G-Smartphones seinem Mobilfunkgeschäft dank seiner Beziehungen zu einer Vielzahl von Smartphone-Originalgeräteherstellern (OEMs) einen Schub geben wird. CEO Liam Griffin sagte bei der letzten Telefonkonferenz zum Thema „Gewinn“: „Wir haben im Mobilfunkbereich für die kommende Welle von 5G-Handys unsere Beziehungen zu Schlüsselkunden vertieft und unsere Lösungen genutzt, um die Markteinführungen bei Samsung, LG, Oppo, Vivo und anderen zu unterstützen.“

Derweil könnte sich die Abhängigkeit von Apple (WKN: 865985) für fast die Hälfte des Gesamtumsatzes als weiterer Rückenwind erweisen. Die starke Nachfrage nach dem iPhone 11 hat Apple Berichten zufolge ermutigt, seine Produktionsprognose für die neuesten Geräte auf 8 Millionen Einheiten zu erhöhen, was 10 % über der ursprünglichen Schätzung gemäß dem Nikkei Asian Review liegt. (Mehr zur 5G-Strategie von Apple später.)

Wenn die USA und China beschließen, den Handelskrieg zu beenden, und Skyworks in der Lage ist, wieder an Huawei zu verkaufen, könnte es nach Schätzungen von Cowen im kommenden Jahr zu einem Umsatzanstieg von 350 Mio. US-Dollar kommen. Dies könnte den Gewinn des Unternehmens um 0,60 US-Dollar pro Aktie erhöhen, wenn man der Investmentbank glauben darf.

Skyworks wird zu weniger als dem 17-Fachen des Vorjahresergebnisses gehandelt und hat ein KGV von 14. Diese Multiplikatoren liegen unter dem fünfjährigen Multiplikator des Unternehmens von fast 20. Jetzt wäre also ein guter Zeitpunkt zum Einstieg.

Qorvo bekommt eine neue Chance

Qorvo hat gut daran getan, im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020 ein zweistelliges Umsatzwachstum zu erzielen, das über seiner ursprünglichen Umsatzschätzung lag – und das trotz jeder Menge Herausforderungen.

Aber die Abhängigkeit von Qorvo von Huawei für einen erheblichen Teil des Umsatzes könnte sich als Problem erweisen. Der Chiphersteller erwartet im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang von rund 15 %, da das Geschäft mit Huawei in diesem Geschäftsjahr auf nur 10 % des Umsatzes sinken könnte – im ersten Quartal waren es noch 22 %.

Wie bei Skyworks könnte sich Apple jedoch als Retter für Qorvo erweisen, da das Unternehmen rund ein Drittel des Gesamtumsatzes des Chipherstellers liefert. Eine Zunahme der iPhone-Aufträge hat, wie bereits erwähnt, das Potenzial, den Umsatz von Qorvo in naher Zukunft zu steigern. Aber noch wichtiger ist, dass sich der Einsatz von 5G in den kommenden iPhone-Modellen als noch größerer Treiber für Qorvo erweisen könnte.

Analyst Karl Ackerman von Cowen schätzt, dass der Zusatz von 5G die Anzahl der Hochfrequenz-Chipkomponenten im iPhone um 40 % erhöhen wird. Das wird die adressierbaren Möglichkeiten von Qorvo erhöhen und dazu beitragen, den Rückgang von Huawei teilweise auszugleichen. Darüber hinaus konnte Qorvo bereits starke Designs für 5G-Smartphones vorlegen.

Laut CEO Bob Bruggeworth hat sich ein in China ansässiger Smartphone-OEM bereits für Qorvo als Lieferant von 5G-Chips entschieden. Da die Nachfrage nach 5G-Smartphonechips weiter zunimmt, könnte der Chiphersteller weitere Aufträge reinholen und die Sache mit Huawei vielleicht locker verschmerzen.

Letztlich sollten die Anleger nicht vergessen, dass Qorvo im ersten Quartal des Geschäftsjahres mit der Auslieferung bestimmter Produkte an Huawei beginnen konnte. Man beantragte auch eine Lizenz, um die Anzahl der Produkte zu erhöhen, die man an das chinesische Unternehmen verkaufen kann. Dies könnte sich für Qorvo auszahlen, da die Trump-Regierung kürzlich verkündet hat, dass man einige dieser Lizenzen genehmigen will.

Wenn Qorvo das Problem mit Huawei überwinden kann, könnte es nächstes Jahr Cowen zufolge satte 500 Mio. US-Dollar reinholen und 1 US-Dollar pro Aktie erwirtschaften.

Qualcomm: Nutznießer von 5G-Smartphones

Qualcomm könnte einer der größten Nutznießer des Übergangs zu 5G-Smartphones sein, da es laut Strategy Analytics 43 % des Basisbandprozessormarktes in Bezug auf den Umsatz kontrolliert. Der zweitplatzierte HiSilicon liegt mit einem Umsatzanteil von nur 15 % deutlich zurück, sodass die Dominanz von Qualcomm nicht gefährdet zu sein scheint.

Noch wichtiger ist, dass Qualcomm bereit ist, seine starke Marktposition bei Basisbandprozessoren im Bereich 5G aufgrund der bereits erfolgten Schritte zu nutzen.

Qualcomm ist mit seinem Snapdragon-Chip der Serie 8 in den Smartphonebereich vorgedrungen, der High-End-Geräte von Samsung, LG, Oppo, OnePlus und Xiaomi versorgt. Das Unternehmen will nun das 5G-Chipsatzportfolio im nächsten Jahr um erschwingliche Angebote für preisgünstigere Smartphones erweitern.

Qualcomm sagte im September, dass man im nächsten Jahr 5G-fähige Snapdragon-Prozessoren der 7er- und 6er-Serie auf den Markt bringen werde. Dieser Schritt wird die Möglichkeiten von Qualcomm auf Mittelklasse- und Low-End-Geräte ausweiten und das Unternehmen auf langfristiges Wachstum ausrichten. Noch wichtiger ist, dass Qualcomm erwartet, dass der 5G-Wachstumstreiber eher früher als später seine finanzielle Leistungsfähigkeit zeigt.

Qualcomms CFO David Wise sagt dazu:

Wir gehen davon aus, dass das Volumen der 5G-Geräte Anfang 2020 mit der Einführung neuer wichtiger Geräte von weltweiten und chinesischen OEMs, die 5G unterstützen, noch weiter steigen wird.

Mit der Umstellung auf 5G ist unsere adressierbare Dollar-Content-Opportunity pro Gerät bis zu 1,5-mal größer als bei einem vergleichbaren 4G-Gerät, was zu einer höheren Chipsatzkomplexität und unserer Fähigkeit, 5G RF Frontend Content zu erfassen, führt.

IDC geht derweil davon aus, dass die 5G-Smartphonelieferungen im Jahr 2020 auf 123,5 Millionen Einheiten ansteigen werden – was 9 % der gesamten Lieferungen ausmacht – und auch in den Folgejahren bemerkenswert nach oben gehen sollten. 2023 sollen sie 28 % der gesamten Smartphonelieferungen ausmachen.

Somit dürfte Qualcomm locker zu einem Topunternehmen im 5G-Smartphonezeitalter werden.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Apple und Qualcomm und empfiehlt Aktien von Taiwan Semiconductor Manufacturing. Harsh Chauhan besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 23.10.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.