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Trivago im freien Fall – was Investoren jetzt wissen müssen!

Zweifelsohne hat die Aktie von Trivago (WKN: A2DH0T) kein leichtes Jahr hinter sich. Notierte sie am Anfang des Jahres noch bei 5,40 Euro je Anteil (11.01.19), so liegt sie mittlerweile bei einem Kursniveau von 2,48 Euro (Schlusskurs: 07.11.19) – das entspricht einem schmerzhaften Kursverlust von 54,07 %!

Auch in den letzten Tagen kam die Aktie ziemlich unter Druck, vor allem deswegen, weil trivago seine Zahlen zum dritten Quartal veröffentlicht hat und zugleich der langjährige CEO (Chief Executive Officer) und Gründer Ralf Schrömgens den Posten als Geschäftsführer an seinen Kollegen Axel Hefer übergibt, der aktuell als CFO (Chief Financial Officer) tätig ist.

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Das führte zu einem Kursrückgang von satten 22,5 %, da der Kurs sich von 3,20 Euro je Anteil (Schlusskurs: 04.11.2019) auf 2,48 Euro je Anteil (Schlusskurs 07.11.19) verringert hat – eine heftige Talfahrt, verursacht durch die Veröffentlichungen der beiden oben genannten Neuigkeiten.

Was die Quartalszahlen fundamental so mit sich gebracht haben, was es mit dem Abtritt des langjährigen Vorstandschefs auf sich hat und ob die trivago-Aktie aktuell interessant für Investoren sein könnte, erfährst du, wenn du weiterliest.

Das dritte Quartal

Werfen wir also zunächst einen Blick auf die aktuellen Kennzahlen zum dritten Quartal im laufenden Geschäftsjahr. Verglichen mit dem dritten Quartal im Vorjahr ist der Umsatz um 1 % leicht von 253,7 auf 250,3 Mio. Euro gesunken, was durchaus noch zu verkraften ist. Das operative Ergebnis hat sich hingegen stark verschlechtert: Waren es im Vorjahr noch 17,9 Mio. Euro, so wurde das diesjährige dritte Quartal mit nur 2,4 Mio. Euro abgeschlossen.

Zwei weitere wichtige Kennzahlen im Hinblick auf die Performance von trivago sind die Qualified Referrals (Deutsch: Qualifizierte Referenzen). Die Referenzen geben die Zahl der Verweise auf Drittanbieter an, bei denen trivago als Metasearcher Geld verdient. Diese Zahl verringerte sich um 14 % von 189,1 auf 162 Mio., was an und für sich keine positive Entwicklung ist und mitunter auch ein Grund sein dürfte, warum der Kurs so heftig eingebrochen ist. Die Höhe des Umsatzes je Verweis ist jedoch um 16 % gestiegen – von 1,32 Euro auf 1,53 Euro je Referral, was der Grund sein dürfte, weshalb der Umsatz in etwa gleichgeblieben ist.

Der bloße Blick auf die frischen Quartalszahlen reicht jedoch nicht aus. Auf Sicht der Neunmonatskennzahlen kriegt man ein besseres Bild für die aktuellen Entwicklungen: Der Umsatz ist hier im Vergleich zum Vorjahr von 748 auf 682,5 Mio. Euro eingebrochen (minus 9 %).  Die Qualified Referrals verzeichnen einen Rückgang von 555,6 auf 422,6 Mio (minus 24 %) – doch auch hier ist der Umsatz pro Qualified Referral gut gestiegen, nämlich von 1,33 auf 1,59 Euro je Verweis (plus 20 %).

Pro Referral mehr zu verdienen ist zwar eine super Sache, aber die Anzahl der Referrals sollte dabei nicht allzu sehr leiden – aktuell verringert sich diese Kennzahl, zumindest für meinen Geschmack, zu sehr. Ein positives Signal kommt jedoch vom operativen Ergebnis auf Neunmonatssicht: Hier hat trivago einen Anstieg von -38 auf 25,9 Mio. Euro zu verzeichnen, was wohl auf eine Verbesserung der Kostenstrukturen hindeuten könnte.

Ralf Schrömgens tritt ab

Nach fast 15 Jahren als Führungsperson von trivago verabschiedet sich der Gründer Rolf Schrömgens. Allerdings wird er das Unternehmen nicht komplett verlassen, sondern zum 31. Dezember dieses Jahres in den Aufsichtsrat des Unternehmens wechseln. Es ist immer schade, wenn ein langjähriger Manager, der vor allem auch Gründer war, sein Baby abgibt und sich dadurch sicherlich der eine oder andere Investor fragt, ob nun das sinkende Schiff verlassen werden soll.

Ich denke, ganz so schlimm ist es nicht. Immerhin verlässt Rolf Schrömgens das Unternehmen nicht ganz und nimmt im Aufsichtsrat eine wichtige Position ein. Außerdem ist er gemäß dem Geschäftsbericht 2018 mit 18,7 % noch ziemlich stark am Unternehmen beteiligt. Solange er sich nicht zunehmend von Anteilen trennt, würde ich mir, zumindest aus diesem Gesichtspunkt heraus, keine großen Sorgen machen.

Ralf Schömgens sagt selbst, es sollte das Ziel für jeden Gründer sein, ein Unternehmen und ein Team zu schaffen, bei dem man sich sicher sein kann, es an die kommende Generation weiterzugeben. Mit seinem Nachfolger Axel Hefer scheint er für diese Übergabe eine gute Wahl getroffen zu haben.

Foolishes Fazit

Aktuell sprechen die Zahlen keine eindeutige Sprache. Für mich persönlich überwiegen hier die Unsicherheiten und die Kennzahlen von trivago sind Jahr für Jahr recht sprunghaft – für mich lässt sich kein klarer Trend ablesen. Es wird zwar daran gearbeitet, mehr Angebote für die Besucher zu schaffen, und auch die Expansion in andere Ländern scheint voranzugehen (beispielsweise nach Amerika, plus 19 % im Jahresvergleich der dritten Quartale), jedoch fällt es mir aktuell schwer zu glauben, dass sich diese Bemühungen gänzlich auszahlen werden.

Die trivago-Aktie an sich finde ich sehr spannend und werde sie daher auch weiterhin auf meiner Watchlist behalten. Für eine Investition überwiegen aktuell, meiner Meinung nach, die Unsicherheiten. Daher gucke ich für den Moment noch entspannt von der Seitenlinie aus zu, wie sich das Unternehmen in den kommenden Monaten entwickelt.

Es scheint aber, als ob der Markt bereits einige Negativszenarien im Kurs eingepreist hätte und die Aktie bei positiveren Nachrichten wieder einen Sprung nach oben machen könnte. Ob du eine mögliche Chance siehst, ist, wie immer, deiner eigenen Analyse überlassen.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Aktien von Trivago.

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