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HolidayCheck-Aktie – Finger weg oder jetzt erst recht zuschlagen?

Foto: Getty Images

Die Aktie von HolidayCheck (WKN: 549532) durchlebt dieses Jahr ziemlich volatile Zeiten! Der Markt scheint sich nicht wirklich sicher zu sein, ob die HolidayCheck-Aktie zu heiß ist oder es sich doch um eine vielversprechende Chance für eine Investition handelt.

Zum einen lag das wohl an dem schwierigen Umfeld auf dem Pauschalreisemarkt dieses Jahr, bei dem nicht an die dynamische Entwicklung des Vorjahres angeknüpft werden konnte. Infolgedessen konnte das Unternehmen den Erwartungen des Marktes nicht gerecht werden – und wurde durch Kursrückgänge abgestraft. Die Zahlen, die schlechter als erhofft ausgefallen sind, führten zu einer Prognosesenkung.

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Zum anderen musste HolidayCheck kurz nach der ersten Prognosesenkung eine zweite Senkung der Prognose herausgeben, da bekannt wurde, dass die Thomas Cook Group Insolvenz anmelden musste, was zu erheblichen negativen Sondereffekten bei HolidayCheck geführt hat.

Wenn man das liest, könnte man meinen, dass eine Investition in HolidayCheck nicht allzu gut sein dürfte. Doch ist dem wirklich so? Gehen wir dieser Frage nachfolgend gemeinsam nach.

Die 9-Monats-Kennzahlen

Werfen wir zunächst einen Blick auf den Umsatz von HolidayCheck. Hier konnte das Unternehmen ein moderates Wachstum in Höhe von 3,8 % verzeichnen und steigerte seine Umsatzerlöse somit von 108,4 auf 112,5 Mio. Euro. Da jedoch die Marketing-, Personal- und sonstigen Aufwendungen allesamt im höheren prozentualen Ausmaß gestiegen sind, führte das zu einem negativen operativen Ergebnis von -2,4 Mio. Euro im Vergleich zu 4,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Daraus resultiert auch das negative Konzernergebnis von -3,3 Mio. Euro im Vergleich zu 3,1 Mio. Euro im Vorjahr.

Es konnten zwar weitere Marktanteile gewonnen werden, was der gestiegene Umsatz beweist, aber leider nicht in dem gewünschten Ausmaß. Die Marketingaufwendungen sind erneut etwas gestiegen, da HolidayCheck seine Markenbekanntheit stärken und zu einem Unternehmen werden möchte, mit dem sich Urlauber identifizieren können. Trotzdem konnte das Umsatzwachstum bisher nur einen kleinen Sprung machen, was auf den schwierigen Pauschalreisemarkt zurückzuführen ist, wovon die gesamte Branche in diesem Jahr betroffen ist.

Da HolidayCheck sich vergrößern möchte und im Laufe des Jahres auch einen eigenen Reiseveranstalter ins Leben gerufen hat, ist verständlich, dass die Personalaufwendungen ebenso gestiegen sind. Die stark gestiegenen sonstigen Aufwendungen (plus 19,7 %) sind überwiegend auf Folgen der Insolvenz der Thomas Cook Group zurückzuführen. Außerdem erhöhten sich diese aufgrund von gestiegenen Honoraren und Vertriebsaufwendungen.

Die Aussichten

HolidayCheck konnte zwar seinen Umsatz nur leicht steigern, aber das geschah in einem schwierigen Jahr für die Tourismusbranche, was deshalb meiner Meinung nach positiv hervorzuheben ist. Dass dieses Jahr nicht mit einem positiven EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) oder einem positiven Konzernergebnis abgeschlossen werden konnte, ist einer Anhäufung von negativen Ereignissen geschuldet, kombiniert mit Mehrkosten für Zukunftsinvestitionen.

Die hohen Forderungsausfälle, die durch die Thomas-Cook-Insolvenz entstanden sind, schlagen ordentlich zu Buche. Durch die Investitionen in die Markenbekanntheit, in Produkt- und IT-Entwicklung und in den hauseigenen Reiseveranstalter sind zusätzlich weitere hohe Kosten in diesem Jahr hinzugekommen. Diese Investitionen in die Zukunft des Unternehmens werden aller Voraussicht nach die kommende Zeit andauern. Erschwerend kam ein unglückliches Jahr für den Pauschalreisemarkt hinzu, was sein Übriges getan hat.

Foolishes Fazit

Alles in allem muss man sagen, dass HolidayCheck dieses Jahr bisher keine einfache Zeit hatte. Das Unternehmen hat sich trotz allem gut geschlagen und das Management hat mit zwei aufeinanderfolgenden Prognosesenkungen gezeigt, dass es offen und ehrlich mit ihren Aktionären umgeht.

Der Vision, das urlauberfreundlichste Unternehmen der Welt zu werden, wird nach wie vor nachgegangen und auch das Zahlenwerk dürfte sich in den kommenden Jahren, wenn die Sondereffekte ausgestanden sind und die Zukunftsinvestitionen anfangen zu fruchten, wieder zum Positiven wenden.

Meiner Meinung nach lauert hier eher eine großartige Chance für langfristige Investoren, die an die Wachstumsstory und die Vision von HolidayCheck glauben. Möglicherweise sieht auch der Kurs auf dem aktuellen Niveau, nachdem der Markt ihn im Laufe des Jahres in die Tiefe geprügelt hat, attraktiv aus. Ob du das genauso siehst, bleibt, wie immer, deiner eigenen Analyse überlassen.

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Caio Reimertshofer besitzt Aktien von HolidayCheck. The Motley Fool empfiehlt Holidaycheck.

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