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Diese Schweizer Wachstumsaktie wächst und wächst und wächst und …

Ein Anbieter von „Technologien und Lösungen für die Implantologie und die restaurative und regenerative Zahnmedizin“ – das klingt wirklich alles andere als spannend. Dahinter versteckt sich aber ein absolut spannendes Wachstumsunternehmen mit einer wahnsinnigen Erfolgsgeschichte. Das dritte Quartal von Straumann (WKN: 914326) liefert dabei keine Ausnahme.

Das rasante Wachstum der jüngsten Vergangenheit

Wie üblich veröffentlichte Straumann zum dritten Quartal lediglich Umsatzzahlen und gab keinen Blick auf die Ergebnisse preis. Die Umsatzzahlen waren aber wie immer ausgezeichnet:

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  • Das organische Umsatzwachstum betrug im dritten Quartal 19 %.
  • In den ersten neun Monaten konnten die Umsätze rein organisch um 17 % gesteigert werden.
  • Die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika wuchs um 13 %.
  • Alle anderen Regionen zeigten ein Umsatzwachstum von rund 20 %.

Das Jahr 2019 reiht sich somit in eine Reihe äußerst starker Vorjahre ein. Seit 2016 konnte Straumann seine Umsätze kontinuierlich um über 10 % steigern – rein organisch, wohlgemerkt, also ohne die auch getätigten Zukäufe in die Rechnung einzubeziehen. Das Jahr 2018 bildete mit einem Umsatzwachstum von 18,9 % den bisherigen Höhepunkt dieser starken organischen Entwicklung der letzten Jahre.

Für das Gesamtjahr erwartet das Managementteam nun ein organisches Umsatzwachstum im mittleren zweistelligen Prozentbereich. Das klingt sehr vorsichtig, wenn man das mit den Ergebnissen der ersten neun Monate vergleicht. Die Gründe für diese Vorsicht sind das starke vierte Quartal im Vorjahr. Dieses macht ein Wachstum im Schlussquartal deutlich schwieriger. Besonders bei der Auslieferung von Mundraumscannern könnte sich das zeigen. Hier ist Straumann noch immer limitiert, da im Laufe dieses Jahres eine Produktionshalle brannte und die Produktion ins Stocken brachte.

Das erwartete Wachstum in der Zukunft

Die berechtigte Frage ist natürlich, wie lange dieses rasante Wachstum noch anhalten kann. Ich persönlich glaube, noch sehr lange. Gemessen an den für 2019 zu erwartenden Umsätzen von rund 1,6 Mrd. Schweizer Franken ist der adressierbare Markt mit 13 Mrd. Schweizer Franken noch immer groß genug für weiteres Wachstum.

Gut zu wissen, dass die adressierten Märkte selbst kontinuierlich wachsen. Sei es im mittleren einstelligen Prozentbereich (Implantate) oder gar im deutlich zweistelligen Prozentbereich (Clear Aligner und CAD/CAM-Produkte). Noch besser zu wissen ist aber, dass Straumann selbst zuverlässig größere Wachstumsraten liefert als der Markt, in dem die Schweizer tätig sind – der Marktanteil kann beständig ausgebaut werden.

In den kommenden Jahren wird dabei insbesondere beim Geschäft mit den unsichtbaren und herausnehmbaren Zahnschienen (Clear Aligner) einiges erwartet. Folgerichtig drehten sich auch die Fragen der Finanzanalysten im Anschluss an die Zahlenvorstellung einmal mehr hauptsächlich darum.

Die Antworten des Managements auf diese Fragen waren aber durchweg überzeugend.

Das Wachstum in diesem noch sehr jungen Segment ist weiterhin enorm. Trotz noch immer limitierten Produktionskapazitäten. Die Anzahl der neuen Behandlungen in Nordamerika kletterte im Jahresvergleich um starke 60 %. Das weltweite Kundenwachstum – die Kunden sind dabei Zahnarztpraxen – stieg um 20 %. Mit der Eröffnung weiterer Fabriken im Lauf des Jahres 2020 in Deutschland, Brasilien und China sollen die Produktionsengpässe dann aber nach und nach beseitigt werden.

Durch den Kauf eines Materialproduzenten, der derzeit auch Straumann selbst beliefert, hat man nun auch bei Clear Alignern das letzte Stück der Wertschöpfungskette geschlossen. Von nun an bietet Straumann alles aus einer Hand: die Materialien für die Zahnschienen, Intra-Oral-Scanner, 3D-Printing, die virtuelle Planung des Behandlungsverlaufs und entsprechende Marken mit ClearCorrect.

Während sich die namenhafte Konkurrenz um Align Technologies, 3M und andere derzeit größtenteils im Spezialistenbereich tummeln, also schwierigere Anwendungsfälle lösen wollen, konzentriert sich Straumann vollständig auf einfache Anwendungsfälle, wo die Behandlungen vom allgemeinen Zahnarzt durchgeführt werden. Erst nach und nach soll das Angebot dann nach oben erweitert werden.

Für mich klingt das nach einer ausgezeichneten Ausgangsposition, um den Trend der letzten Jahre fortzuführen. Sicherlich hilft dabei auch die ausgezeichnete Unternehmenskultur. Bei der jüngsten Mitarbeiterbefragung, an der 77 % aller Mitarbeiter teilnahmen, gaben mehr als 90 % an, stolz zu sein, für Straumann zu arbeiten, das, was sie tun, lieben und das Gefühl haben, mit ihrer Arbeit zum Unternehmenserfolg beizutragen.

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Sven besitzt Aktien von Straumann und 3M. The Motley Fool empfiehlt Straumann.

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