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Die Heineken-Aktie: Warum ich den Bierbrauer für ein Top-Investment halte

Es soll ja Anleger geben, die aus moralischen Gründen Aktien von bestimmten Unternehmen nicht kaufen, da deren Tätigkeitsfeld in eine Branche fällt, die sie für unethisch halten. Ganz oben stehen da Rüstungskonzerne, aber auch Tabakhersteller oder Firmen, die mit Glücksspiel ihr Geld verdienen.

Ein weiteres Segment füllen Unternehmen aus, die alkoholische Getränke herstellen. Denn auch hier gibt es für einige Anleger Gründe, die gegen ein Investment sprechen. Denn genau wie das Rauchen von Zigaretten kann auch der Genuss von Alkohol süchtig machen.

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Aber für alle Anleger, die keine Eintrittsbarriere für eine Investition in solche Konzerne haben, stelle ich heute mit der Firma Heineken (WKN: A0CA0G) einen Vertreter dieser Gattung einmal etwas genauer vor und erläutere auch, warum ich ihn für äußerst interessant halte.

Über Heineken

Der niederländische Konzern Heineken ist weltweit einer der bekanntesten und größten Brauereikonzerne. Es gibt fast kein Land auf der Welt, wo die Hauptmarke Heineken nicht erhältlich ist. Aber zum Portfolio gehören auch andere bekannte Namen wie beispielsweise Amstel, Desperados oder Tiger. In über 70 Ländern betreibt der Konzern mehr als 160 Brauereien.

Seine weltweite Abdeckung erreicht Heineken durch eine Kombination von eigenen Gesellschaften, Tochtergesellschaften, Lizenzverträgen und strategischen Partnerschaften sowie Allianzen. Die gute Marktstellung in Asien beispielsweise konnte Heineken ausbauen, nachdem man im Januar 2013 die in Singapur beheimatete Asia Pacific Breweries Limited (APB) übernommen hat.

Die Aktie

Die Aktie von Heineken bereitet ihren Besitzern schon lange Freude. Seit Jahrzehnten schon geht es hier, nur unterbrochen vom Platzen der Technologieblase im Jahr 2000 und der Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009, mit dem Kurs stetig nach oben. Erst am 26.07.2019 erreichte die Heineken-Aktie mit 103,50 Euro ihren bis dahin absoluten Höchststand. Seitdem ist der Kurs aber wieder etwas zurückgekommen und die Papiere notieren derzeit mit 91,74 Euro (01.11.2019) rund 11 % niedriger als am besagten Tag im Juli.

Die Gründe sind hier in gestiegenen Rohstoffpreisen zu finden, die Heineken im ersten Halbjahr 2019 ausbremsten und den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) nur um 0,3 % ansteigen ließen. Und mittlerweile schaut das Unternehmen jetzt auch pessimistischer auf das Gesamtjahr. Firmenchef Jean-Francois van Boxmeer sagte dazu: „Wir sehen eine zunehmende Volatilität in mehreren Märkten, die vermutlich den Rest des Jahres anhalten wird.“

Die Dividende

Heineken zahlt seine Dividende in zwei Tranchen im Jahr aus. Hier fließt das Geld an die Aktionäre jeweils im Mai und August. Im Jahr 2019 betrugen die Dividendenzahlungen insgesamt 1,65 Euro je Anteilsschein. Legt man den derzeitigen Kurs zugrunde, errechnet sich so eine aktuelle Dividendenrendite von 1,8 %.

Es erscheint auf den ersten Blick nicht viel, was man bei Heineken als Anfangsrendite erhält. Doch der Konzern gilt als zuverlässiger Zahler und seit dem Jahr 2015 wurde die Dividende auch jedes Jahr erhöht. Damals flossen nur 1,18 Euro je Aktie an die Aktionäre. Setzt man dies ins Verhältnis zu der in diesem Jahr gezahlten Ausschüttung, sieht man hier einen Anstieg von immerhin fast 40 %.

Mein Fazit

Gegenüber den Konkurrenten wie zum Beispiel Carlsberg (WKN: 861061) oder AB InBev (WKN: A2ASUV) sehe ich bei Heineken einen viel höheren weltweiten Bekanntheitsgrad und eine hervorragende Marktstellung, die das Unternehmen für sich beanspruchen kann.

Ich bin zuversichtlich, dass Heineken die Probleme in den Griff bekommt und sich die Aktie dann wieder in Richtung neuer Höchstkurse aufmachen könnte. Denn der Konzern hatte schon mit größeren Herausforderungen zu kämpfen als mit einem etwas langsamer ansteigendem EBIT. Für mich ist und bleibt Heineken deshalb ein sehr gutes und aussichtsreiches Investment im Getränkesektor.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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