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3 Topdividendenaktien im Gesundheitswesen, die perfekt für Rentner sind

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Wer kurz vor dem Ruhestand steht oder bereits im Ruhestand ist, für den stehen Dividendenwerte zweifellos hoch im Kurs. Der Gesundheitssektor ist ein hervorragender Ort, um nach Dividendenwerten Ausschau zu halten. Der wichtigste Grund ist wohl der, dass die Gesellschaft massiv altert, was in der Branche das langfristige Wachstum fördert.

Aber welche Dividendenaktien bieten hohe Renditen bei gleichzeitig vernünftigen Wachstumsaussichten? Hier können sich AbbVie (WKN: A1J84E), Gilead Sciences (WKN: 885823) und Pfizer (WKN: 852009) auszeichnen.

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1. AbbVie

Mit einer Dividendenrendite von über 5,8 % zählt AbbVie zu den höchsten unter den Healthcare-Werten. Das Pharmaunternehmen hat seine Dividende um 168 % erhöht, seit es 2013 aus den Abbott Labs ausgegliedert wurde.

Die Hauptsorge, die einige Investoren bei AbbVie haben, besteht darin, dass das Unternehmen stark vom Verkauf von Humira abhängig ist, das nun in Europa im Biosimilar-Wettbewerb steht und dies ab 2023 im größeren US-Markt tun wird. AbbVie geht dieses Szenario jedoch schon seit Jahren durch und sollte in der Lage sein, die Dividende aufrechtzuerhalten und gleichzeitig ein moderates Wachstum zu erzielen.

Die aktuellen Blockbuster-Krebsmedikamente Imbruvica und Venclexta, die beide weiterhin ein starkes Wachstum generieren, sind ein wichtiger Bestandteil der Strategie von AbbVie. Die neu zugelassenen Rinvoq und Skyrizi sind ebenfalls entscheidend für die Wachstumsaussichten des Unternehmens. Der Marktforscher EvaluatePharma hat die Immunologiemedikamente Nr. 2 und Nr. 3 auf seine Liste der besten neuen Medikamente gesetzt, die 2019 zugelassen wurden.

Es gibt nun eine weitere Wendung in AbbVies Strategie zur Reduzierung der Abhängigkeit von Humira: die anstehende Übernahme von Allergan. Obwohl einige Investoren dieser Transaktion skeptisch gegenüberstehen, ist mindestens ein Wall-Street-Analyst, Andrew Baum von der Citigroup, optimistisch und erklärt, dass „AbbVie aus den Marken von Allergan einen signifikanten Shareholder Value ziehen wird“.

2. Gilead Sciences

Gilead Sciences bietet eine attraktive Dividende, die derzeit eine Rendite von mehr als 4 % erzielt. Das große Biotech hat das Dividendenprogramm im Jahr 2015 gestartet und die Ausschüttung seither um fast 47 % erhöht.

Die letzten Jahre waren für Gilead eine Herausforderung, da Umsatz und Ergebnis aufgrund der rückläufigen Umsätze mit seinen Hepatitis-C-Medikamenten sanken. Aber das Unternehmen scheint jetzt die Wende geschafft zu haben, da sich der Umsatz von Hep-C in den letzten Quartalen stabilisiert hat. Dies hat den Fokus auf Gileads HIV-Franchise verschoben.

Biktarvy scheint das meistverkaufte HIV-Medikament der Geschichte zu werden. Gilead glaubt auch, dass das Potenzial für Descovy als Präexpositionsprophylaxe (PrEP)-Therapie für HIV groß ist. Die Pipeline der Biotechnologie umfasst ein HIV-Medikament im Frühstadium, GS-6207, das ein weiterer großer Erfolg sein könnte.

Die vielleicht faszinierendsten Möglichkeiten für Gilead sind derzeit jedoch die Bemühungen des Unternehmens außerhalb des antiviralen Bereichs. Die Übernahme von Kite Pharma im Jahr 2017 hat Gilead zu einem führenden Unternehmen in der Krebszelltherapie gemacht. Gilead setzt große Hoffnungen auf das Medikament Filgotinib, das in diesem Jahr zur Zulassung in den USA eingereicht werden soll. Das Biotech wertet zudem eine Reihe von Medikamenten aus, die auf die Behandlung der Steatohepatitis abzielen.

3. Pfizer

Pfizer ist schon lange ein Favorit für Menschen im Ruhestand. Die Dividendenrendite des großen Pharmaunternehmens von über 4 % sollte die Aktie für Dividendenanleger attraktiv machen. Pfizer setzt weiterhin auf sein Dividendenprogramm und hat die Dividende in den letzten zehn Jahren um 125 % erhöht.

Das wahrscheinlich größte Problem von Pfizer ist, dass mehrere seiner ehemaligen Topmedikamente die Patentschutzrechte verloren haben, insbesondere Lyrica. Rückläufige Umsätze mit diesen Medikamenten stellen eine Bedrohung für die kurzfristigen Wachstumsperspektiven des Unternehmens dar. Pfizer unternimmt jedoch konkrete Schritte, um dieses Problem anzugehen.

Das Unternehmen plant, seine Upjohn-Einheit, in der sich die Medikamente befinden, die den Patentschutz verloren haben, mit Mylan zusammenzulegen. Pfizers CEO Albert Bourla erwartet, dass Pfizer nach Abschluss dieser Transaktion „bis 2025 ein Wachstum beim Umsatz und beim bereinigten verwässerten EPS [Gewinn pro Aktie] erzielen kann, das branchenführend sein sollte“. Dieses Wachstum wird durch Blockbuster wie das Brustkrebsmedikament Ibrance und den Blutverdünner Eliquis sowie durch erwartete Blockbuster wie Vyndaquel gefördert.

Diese großartigen Dividendenzahlungen sollten auch nach Abschluss des Upjohn-Mylan-Deals erhalten bleiben. Obwohl die Dividende von Pfizer mit ziemlicher Sicherheit sinken wird, wird auch die aus der Fusion hervorgehende neue Gesellschaft eine Dividende zahlen. Die Aktionäre von Pfizer erhalten Aktien der fusionierten Gesellschaft, wobei der Gesamtbetrag der erhaltenen Dividendenzahlungen mindestens auf dem Niveau der derzeitigen Dividende von Pfizer verbleibt.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Gilead Sciences und empfiehlt Aktien von Mylan. Keith Speights besitzt Aktien von AbbVie, Gilead Sciences und Pfizer. Dieser Artikel erschien am 13.10.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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