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Schock für Elektroautohersteller wie Tesla und Nio! Bricht der Elektroautomarkt nun ein?

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Der Hype um Elektroautos hält weiterhin an und Automobilhersteller weltweit versuchen ihre Modelle und dazugehörigen Technologien massenmarktfähig zu machen und den altbewährten Otto-Motor abzulösen – allen voran der Elektroautopionier Tesla (WKN: A1CX3T). Doch auch das als „chinesisches Tesla“ gefeierte Start-up Nio (WKN: A2N4PB) ist bemüht, sein Heimatland mit Elektroautos zu versorgen und in die westliche Welt zu expandieren. Hierzulande gehen Konzerne wie beispielsweise Volkswagen an die Elektroautofront und möchten ihre Produktpalette quasi komplett auf Elektroautos umpolen.

Ob die Batterietechnik mittel- und langfristig das Rennen macht und alternative Antriebsmöglichkeiten wie zum Beispiel durch Wasserstoff hinter sich lassen, ist ungewiss. Erst kürzlich hat der Verband der chinesischen Autohersteller (CAAM) die Produktions- und Absatzzahlen für September veröffentlicht und möglicherweise den einen oder anderen Elektroautoliebhaber schockiert – denn nach steilem Wachstum sehen die September-Kennzahlen definitiv nicht mehr aus. Nachfolgend möchten wir uns gemeinsam ansehen, was es genau mit diesen Kennzahlen auf sich hat und was das für Tesla und Nio bedeuten könnte.

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Bricht der Elektroautomarkt nun ein?

Im September erreichten die Produktion und der Absatz von Neufahrzeugen 89.000 bzw. 80.000 Einheiten, was einen Rückgang von 29,9 bzw. 34,2 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Im Einzelnen erreichten die Produktion und der Absatz von reinen Elektroautos 74.000 bzw. 63.000 Einheiten, was einem Rückgang von 26,1 bzw. 33,1 % gleichkommt. Die Plug-in-Hybrid-Autos konnten mit 15.000 bzw. 17.000 produziert respektive abgesetzt werden, was Rückgängen in Höhe von 44,1 und 38,4 % entspricht.

Alles in allem deuten diese neuen Monatskennzahlen auf eine sinkende Nachfrage nach Elektroautos hin, was vor allem für China merkwürdig ist, da die Chinesen am Anfang des Jahres noch auf Platz 1 der Neuzulassungen von E-Autos lagen und der Staat den Vertrieb von Elektroautos in der Vergangenheit durchaus begünstigt hat.

Zugegeben, alleine dieser rückgängige Monatswert bedeutet nicht den Einbruch des gesamten Elektroautomarkts. Immerhin präsentierte der Verband CAAM auch die Kennzahlen für die ersten neun Monate des Jahres, die ein positiveres Bild für alle E-Auto-Fans zeichnen. So erreichten Produktion und Absatz von Neufahrzeugen 888.000 bzw. 872.000 Einheiten und stiegen gegenüber dem Vorjahr um 20,9 bzw. 20,8 %.

Im Detail bedeutet das: In der Produktion und im Absatz konnten bei reinen Elektroautos 717.000 bzw. 692.000 Einheiten erreicht werden (plus 29,2 bzw. 27,8 %). Bei den Varianten als Plug-in-Hybrid kam es tatsächlich, auch auf 9-Monats-Sicht, zu einem leichten Rückgang. So wurden hier 170.000 Einheiten produziert (minus 5,4 %) und 179.000 Einheiten abgesetzt (minus 0,8 %).

Möglicherweise lässt sich der Rückgang bei den Plug-in-Hybriden damit begründen, dass mehr reine Elektroautos abgesetzt worden sind. Spannend bleibt jedoch definitiv die weitere Jahresentwicklung – sollten die folgenden Monate ebenfalls derart negativ ausfallen, könnte zum Ende des Jahres auch die 12-Monats-Kennzahl darunter leiden und den Hype um die Elektroautos, zumindest in China, etwas eintrüben.

Was machen die E-Auto-Hersteller so?

Werfen wir einen Blick darauf, wie sich denn zwei Elektroautohersteller derzeit so schlagen. Um erst mal bei China zu bleiben, sehen wir uns Nio etwas genauer an. Obwohl der Markt für Elektroautos, vor allem in China, aktuell noch attraktiv wächst, verbrennt Nio Quartal für Quartal viel Geld und hat es noch nicht geschafft, profitabel zu sein. So hat das in Shanghai ansässige Unternehmen satte 465 Mio. US-Dollar im zweiten Quartal dieses Jahres verbrannt. Auch die verkauften Fahrzeuge sind im Vergleich zum Vorquartal rückläufig.

Tesla wiederum feiert – ganz aktuell – ein profitables drittes Quartal. Der kalifornische E-Auto-Hersteller konnte im abgelaufenen Quartal endlich wieder schwarze Zahlen schreiben, was natürlich bei Anlegern zu Euphorie führte, weshalb der Kurs nach Bekanntgabe der Quartalszahlen ordentlich nach oben gepusht wurde. Das mag auf den ersten Blick ganz toll wirken, aber wer Tesla bereits länger auf dem Schirm hat, stellt fest, dass der aktuelle Quartalsgewinn in Höhe von 143 Mio. US-Dollar in etwa halb so viel ist, wie Tesla im dritten Quartal 2018 positiv erwirtschaftet hat (311 Mio. US-Dollar).

Ebenso sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um etwa 8 %. Ein wichtiger Grund, weshalb Tesla wohl in diesem Quartal die Profitabilität erreicht hat, ist wohl der sparsamere Umgang mit Ressourcen, der von CEO Elon Musk an den Tag gelegt wurde. Die operativen Ausgaben sanken nämlich im gleichen Zeitraum um gut 16 %. Im Vergleich zum nicht profitablen Vorquartalswert sparte man etwa 15 % an Ausgaben.

Es bleibt spannend

Um ehrlich zu sein, finde ich den Markt für Elektroautos wirklich spannend. Es passiert ziemlich viel und es gibt regelmäßig interessante Neuigkeiten. Auf einen E-Autobauer zu setzen und dort zu investieren, kann ich mir allerdings momentan eher weniger vorstellen. In China schrumpfen wichtige Kennzahlen bezogen auf Produktion und Absatz, die allermeisten Hersteller von Stromern sind nicht profitabel und verbrennen Unmengen an Kapital. Selbst Tesla konnte noch nicht beweisen, dass es nachhaltig in der Gewinnzone bleiben kann.

Als Foolisher Investor werde ich weiterhin beobachten, wie sich der Markt und die Spieler darin entwickeln. Eventuell zeichnet sich ab einem bestimmten Punkt ab, ob Elektroautos sich durchsetzen können und vor allem welches Unternehmen dabei eine führende Rolle einnehmen könnte – wer zu diesem Zeitpunkt auf das richtige Pferd setzt, könnte dann durchaus attraktive Renditen einfahren.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla. 

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