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NVIDIA nutzt KI, um neue Maßstäbe zu setzen und Telekom-Computing zu betreiben

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Der Pionier der Grafikprozessoren NVIDIA (WKN:918422) war letzte Woche auf dem Mobile World Congress (MWC) in Los Angeles. NVIDIA ist zwar kein Fremder bei den mobilen Technologien – das Unternehmen ist am bekanntesten für seine GPUs in Videospielkonsolen und autonome Fahrzeugfunktionen –, aber dieses Jahr erreichte man hier einen neuen Stellenwert. Als der MWC eröffnet wurde, machte CEO Jensen Huang eine Reihe von Ankündigungen, die von neuen Unternehmenspartnerschaften über 5G-Mobilfunknetze bis hin zu Edge Computing reichten. Eine Welle neuer Technologien auf Basis von GPUs legt den Grundstein für die nächste Etappe von NVIDIAs Entwicklung.

Der Vorsprung, EGX und eine Reihe neuer Geschäftspartner

Die erste Runde der Nachrichten betraf die EGX-Supercomputerplattform, NVIDIAs Hard- und Software für Edge-Computing. Edge bezieht sich auf einen neuen Trend, bei dem Unternehmen begonnen haben, die Rechenleistung aus der Cloud (einem entfernten Rechenzentrum) näher an die Quelle der Datenerstellung heranzuführen. Edge Computing kann zur Überwachung von Sensoren, Kameras und anderen „Internet der Dinge“-Geräten sowie zur Analyse von Daten verwendet werden, die nicht in die Cloud übertragen werden können – entweder aus Datenschutzgründen oder aus Gründen der Notwendigkeit einer schnelleren Reaktionszeit.

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Seit der offiziellen Einführung im Frühjahr 2019 wurde die EGX-Plattform von einer Reihe großer Partner schnell übernommen. Während der MWC-Präsentation wurden einige dieser Partner bekannt gegeben:

  • BMW (WKN:519000) verwendet EGX in seinen Produktionsbetrieben, um die Qualitätskontrolle über Fahrzeuge, die das Fließband verlassen, aufrechtzuerhalten.
  • Proctor & Gamble (WKN:852062) baut auf EGX in Dutzenden seiner Werke auf der ganzen Welt KI zur Qualitätssicherung und zu Sicherheitszwecken auf.
  • Samsung (WKN:888322) tut etwas Ähnliches, um seine Halbleiterfertigung zu kontrollieren.
  • Die Städte San Francisco und Las Vegas verwenden EGX, um den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr aus Sicherheitsgründen zu zählen und zu beobachten und um Datenanalysen für Einzelhändler bereitzustellen.

Walmart (WKN:860853) nutzt ebenfalls KI, um die Effizienz der Abläufe bei seinem Konzept-Geschäft der Zukunft zu steigern. Walmart setzt Kameras und Sensoren ein, um Dinge wie Fußgängerverkehr und Bestandsmanagement zu verwalten, und die angeschlossenen Geräte erzeugen bis zu 1,6 Terabyte Daten pro Sekunde und Geschäft, die in Echtzeit analysiert werden müssen. EGX wird auf lokaler Filialebene eingesetzt, um den Datenfluss und die Analysen zu verwalten, was die Cloud nicht annähernd so effizient bewältigen kann.

Die größte Ankündigung war jedoch eine neue Zusammenarbeit mit der Cloud-Computing-Plattform Azure von Microsoft (WKN:870747), um die Bereitstellung von KI über Edge für Dritte auf sichere Weise zu unterstützen. Ein App-Framework und ein Softwareentwicklungs-Kit werden eingeführt, um es Drittanbietern zu ermöglichen, auf der Edge-Plattform Anwendungen für Smart City, Einzelhandel, Fertigung, den Gesundheitsbereich, KI und Edge Computing zu bauen.

Warum sich NVIDIA für den Mobile World Congress entschieden hat

Aber warum hat NVIDIA den MWC als Ort gewählt, um diese Ankündigungen zu machen? Das liegt an den 5G-Mobilfunknetzen – dem neuen Standard, der bis zu 1.000-mal schnellere Geschwindigkeiten und ein Zehntel der Latenzzeit (Zeit zwischen der Nutzeraktion und der Netzwerkantwort) des aktuellen 4G-Standards verspricht.

Neben der Schnelligkeit hat 5G auch ein neues Konzept namens Network Slicing eingeführt. Telekommunikationsunternehmen werden in der Lage sein, mit 5G die Netzwerkinfrastruktur über Mobilfunkmasten hinweg gemeinsam zu nutzen und die richtigen Mobilitätsdienste am richtigen Ort und zur richtigen Zeit bereitzustellen. Jetzt werden GPUs erstmals in diesem Sinne eingesetzt.

Zu diesem Zweck arbeitet NVIDIA mit dem Infrastruktur-Hardwareanbieter Ericsson (WKN:850001) und dem Cloud-Softwareanbieter Red Hat von IBM (WKN:851399) zusammen, um es Telekommunikationsunternehmen zu ermöglichen, die GPU-Nutzung zu verbessern und Dinge wie Videospiel-Streaming, Augmented und Virtual Reality, Smart-City-Services und vernetzte Werke über ein Telekommunikationsnetzwerk gleichzeitig mit Sprach- und Datendiensten zu ermöglichen.

NVIDIA hat die Grenzen des Grafikprozessors längst über das Videospiel hinaus erweitert und Huang und das Unternehmen sind immer noch der Meinung, dass Grafikprozessoren die Rechenleistung in den kommenden Jahrzehnten beschleunigen können. Die Präsentation beim Mobile World Congress von EGX und neuen Telekommunikationsfunktionen ist ein Beweis dafür. Weit entfernt von seiner Wachstumsthese findet der Chip-Designer neue Wege, sich in die Welt der Technologie einzubringen und neue Wachstumsfelder zu erschließen.

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Teresa Kersten, eine Mitarbeiterin von LinkedIn, einer Microsoft-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Nicholas Rossolillo auf Englisch verfasst und am 23.10.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt Aktien von Microsoft und NVIDIA und empfiehlt sie. The Motley Fool besitzt eine Shortposition auf IBM und Procter & Gamble und empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $200 Calls auf IBM, Short Januar 2020 $200 Puts auf IBM, Long Januar 2021 $85 Calls auf Microsoft und Short Januar 2020 $155 Calls auf IBM.

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