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Wöchentliche Cannabis-Aktiennachrichten: Cannabis 2.0

Foto: Getty Images

Kanadas sogenanntes Cannabis 2.0 war die wichtigste Nachricht für die Marihuana-Aktien letzte Woche. Ein Jahr nach der Legalisierung des Freizeitkonsums in Kanada ermöglicht Cannabis 2.0 den Verkauf von Derivaten wie Cannabis-haltigen Lebensmitteln und Getränken. Obwohl es bei Cannabis 2.0 auch den einen oder anderen Haken gibt, ist die Gesetzgebung ein bedeutsames Ereignis in der Geschichte der Entwicklung des legalen Cannabis.

Nichts konnte es mit den potenziellen Auswirkungen dieser Entwicklung auf die Cannabis-Industrie in der letzten Woche aufnehmen, obwohl die Veröffentlichung der Ergebnisse von Aphria (WKN:A12HM0) zum ersten Quartal ebenfalls einige Wellen auf dem Markt schlug.

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Frisst das die Gewinne auf?

Auf die Gefahr hin, das schmerzhaft Offensichtliche noch mal auszusprechen: Cannabis 2.0 eröffnet den Cannabis-Unternehmen neue Produktkategorien. Viele Menschen wollen die Wirkung von Cannabis genießen, aber nicht den Rauch ertragen, der normalerweise mit der traditionellen Konsumweise verbunden ist. Lebensmittel, Getränke, Vapes und andere Derivate bilden eine elegante Lösung für dieses Problem.

Hierfür gibt es eine solide Kundenbasis. Nach einer Schätzung von Deloitte könnte das Gesamtpotenzial dieses Marktes in Kanada 2,7 Mrd. Kanadische Dollar (2,1 Mrd. US-Dollar) erreichen. Mit einer Zahl dieser Größenordnung vor Augen steigerten sich die Kurse der Marihuana-Aktien, die in der letzten Woche Aussichten darauf hatten, vom Derivate-Geschäft zu profitieren. Canopy Growth (WKN:A140QA) wuchs über die gesamte Fünftagesspanne um 6 % und HEXO (WKN:A2N455) stieg um über 8 %.

Diese beiden Unternehmen sind die ersten Erfolgskandidaten, wenn diese Produkte starten. Der Grund ist einfach: Beide haben bereits attraktive Partnerschaften für Cannabis-Lebensmittel geschlossen.

Im Falle von Canopy Growth ist der Hauptaktionär der Bier- und Spirituosenriese Constellation Brands, mit dem das Unternehmen Cannabis-haltige Getränke entwickeln will. HEXO hat hingegen ein Joint Venture mit Molson Coors gegründet.

Wir können also mit einem sofortigen Konsumansturm auf Cannabis-Pralinen und funky Getränke von HEXO und Canopy Growth rechnen, ja?

Leider nein. Der große Haken ist, dass die Hersteller von Derivaten verpflichtet sind, sich 60 Tage vor dem Verkauf solcher Waren bei der Regierungsbehörde Health Canada zu registrieren. Das bedeutet, dass sie frühestens Mitte Dezember in den Handel kommen und der Umsatz erst im nächsten Jahr seinen Weg in die Quartalsergebnisse finden wird.

Dennoch ist es für die Investoren immer ermutigend, wenn sich neue Marktsegmente öffnen. Kein Wunder, dass sie bei den Marihuana-Aktien letzte Woche relativ optimistisch waren – ein seltenes Ereignis in den letzten paar eher miesen Monaten für die Industrie.

Aphria – erneut in der Gewinnzone

Die Aphria (WKN:A12HM0)-Aktie schoss letzten Dienstag nach oben, nachdem die Ergebnisse des ersten Quartals vorgestellt wurden. Und warum auch nicht? Das Unternehmen war im zweiten Quartal in Folge profitabel und erzielte einen Gewinn von 16,4 Mio. Kanadischen Dollar (12,5 Mio. US-Dollar) oder 0,07 Kanadischen Dollar (0,05 US-Dollar) pro Aktie. Das war eine schöne Überraschung, wenn man bedenkt, dass die Analysten, die die Aktie verfolgen, insgesamt mit einem Verlust von 0,02 Kanadischen Dollar (0,02 US-Dollar) pro Aktie gerechnet hatten.

Wie bei kanadischen Marihuana-Unternehmen typisch, stiegen die Nettoeinnahmen nach der Legalisierung von Freizeit-Cannabis an – in Aprhias Fall verzehnfachten sie sich gegenüber dem Vorjahr und erreichten knapp über 126 Mio. Kanadische Dollar (96 Mio. US-Dollar), was leider nicht den von Prognostikern erwarteten 141 Mio. Kanadischen Dollar (100 Mio. US-Dollar) entsprach.

Unabhängig davon mögen die Investoren die Tatsache, dass es dem Unternehmen wieder gelungen ist, schwarze Zahlen zu schreiben, obwohl es ein oder zwei Vorbehalte bei den neuesten Nettogewinnzahlen gibt. Es gibt einen Investorenpool, der nach Rendite hungert, was angesichts der aggressiven Expansionsbemühungen der meisten großen Cannabis-Unternehmen schwer zu erreichen ist, ganz zu schweigen von anderen Faktoren wie Angebotsproblemen und, seien wir ehrlich, unterdurchschnittlichem Management.

Es ist großartig, dass Aphria jetzt zwei Quartale mit Gewinnen hinter sich hat. Das Unternehmen ist sicherlich einen Blick der Investoren wert, aber es gibt ein Problem, das über ihm hängt, angesichts dessen ich misstrauisch bin.

Das ist die Beendigung eines Liefervertrags, um über einen Zeitraum von fünf Jahren bis zu 175.000 kg Rohware zu liefern. Der Partner Aleafia Health sagte, dass Aphria seinem Teil der Vereinbarung nicht gerecht geworden sei, und berief sich auf die „Nichterfüllung der Lieferverpflichtungen“. Wenn das stimmt, ist das beunruhigend, da der Vertrieb ein wichtiger Aspekt des Geschäfts von Aphria ist und ein Grundaspekt, den es zu gewährleisten gilt.

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Dieser Artikel wurde von Eric Volkman auf Englisch verfasst und am 21.10.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt Constellation Brands und HEXO.

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