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Ist es an der Zeit für die Investoren, eine Pause von der Match Group einzulegen?

Die digitale Technologieholding IAC (WKN:A0M2JB) machte Anfang des Monats Schlagzeilen, als sie Pläne zur Ausgliederung der Match Group (WKN:A1424N) bekannt gab, ihres bekanntesten und wertvollsten Vermögenswerts. IAC besitzt ungefähr 80 % des Dating-Riesen und folgt damit einfach einer lang geübten Praxis. Die Holdinggesellschaft ist dafür bekannt, Unternehmen zu gründen und sie dann nach einer Weile als eigenständige Unternehmen auszugliedern. Expedia, Ticketmaster und Interval haben alle den gleichen Weg eingeschlagen.

Obwohl der Schritt mit der bisherigen Politik von IAC übereinstimmt, haben viele Journalisten und Investoren schnell auf die zahlreichen Skandale hingewiesen, von denen die Match Group geplagt wird und die darauf hindeuten, dass die Abspaltung eine Möglichkeit für die Muttergesellschaft war, sich von diesen Kopfschmerzen zu befreien. Schließlich ist es kein Geheimnis, dass Tinder, die wichtigste Dating-App der Match Group, seit Monaten in eine Reihe von hässlichen Klagen verwickelt ist. Dazu gehören Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen einen ehemaligen Tinder-Chef, der wiederum eine Gegenklage gegen diesen Vorwurf erhob.

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Die Federal Trade Commission hat die Match Group kürzlich auch wegen „betrügerischer Geschäftspraktiken“ verklagt. Die FTC behauptete, dass Match Hunderttausende von Nutzern getäuscht und dazu gebracht habe, Abonnements unter falschen Voraussetzungen zu kaufen, und dass das Unternehmen aktiv von der weit verbreiteten Nutzung von Bots und Betrügern auf seinen Plattformen profitiert habe. Wie ein FTC-Sprecher es ausdrückte: „Online-Dating-Services sollten offensichtlich keine Romantikbetrüger als Mittel zur Steigerung ihres Gewinns verwenden.“ Das sind schwerwiegende Anschuldigungen und es ist zumindest möglich, dass auch sie in die Entscheidung von IAC, seine Beteiligung an dem Unternehmen zu veräußern, einbezogen wurden.

Das sollte die Anleger jedoch nicht von einer der erfolgreichsten mittelgroßen Technologieaktien der jüngsten Vergangenheit abbringen. Denn Match ist viel größer als nur Tinder und seine namensgebende App: Die Match Group betreibt ein Portfolio von über 45 Marken – darunter OKCupid, PlentyOfFish, Meetic und andere wachsende Dating-Plattformen – und ist in fast jedem Land der Welt präsent.

Allein in diesem Jahr ist die Aktie um mehr als 70 % gestiegen, in den letzten drei Jahren sogar um mehr als 300 %. Zudem ist Tinder eine kulturelle Ikone geworden, wie es nur wenige gibt, und hat geholfen, Online-Dating auf eine Weise zu normalisieren, wie es nur ein allgegenwärtiges Mainstream-Produkt hätte tun können. Es gibt nicht viele Unternehmen, die behaupten können, im Zentrum einer Verhaltensrevolution zu stehen, aber die Match Group ist eines davon.

Aktuell gibt es keinen Grund zu der Annahme, dass das weitere Wachstum des Unternehmens nicht beeindruckend sein wird. Millennials meiden zunehmend das Risiko und die Unordnung von Nachtclubs zugunsten von Dating-Apps, während sich die Generation nach ihnen als die erste erweisen kann, für die das Kennenlernen von Partnern online eher die Norm als die Ausnahme ist. Das ist ein neuer Status quo, zu dessen Schaffung die Match Group beigetragen hat und den sie weiterhin nutzen kann. Im jüngsten Quartalsbericht verwies das Unternehmen darauf, dass Tinder im zweiten Quartal durchschnittlich 5,2 Mio. Kunden hatte, 1,5 Mio. mehr als im Vorjahreszeitraum.

Laut IAC-CEO Joey Levin hat die Match Group genug Zeit unter den Fittichen des Konglomerats verbracht und ist nun bereit, „ihre Reise als florierendes, unabhängiges Unternehmen zu beginnen“. Diese Worte mögen sich ein wenig wie eine Schuldzuweisung anhören – aber sie könnten auch einfach der Wahrheit entsprechen.

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MyWallSt Mitarbeiter besitzen Long-Positionen der Match Group.
The Motley Fool empfiehlt Match Group.

Dieser Artikel wurde von MyWallSt auf Englisch verfasst und am 21.10.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. 

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