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Wo sich Europas Verzehnfachungsaktien verstecken

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Nicht wenige Anleger haben es mittlerweile aufgegeben, nach den besten Aktien in Europa zu suchen. Der Brexit, die strukturellen Schwächen des Euros, strenge Regulierung, Überalterung und viele andere Probleme lassen Europas Wirtschaft wie auch seinen Aktienmarkt wenig dynamisch aussehen. Gefühlt gibt es nur in den USA und Asien Wachstumsunternehmen, die ihren Aktionären in kurzer Zeit hervorragende Renditen bescheren.

Diese gefühlte Wahrheit entspricht aber nicht der Realität. In Europa gibt es reichlich Aktien, die Anleger reich belohnen. Der schottische Vermögensverwalter Baillie Gifford hat die Entwicklung des europäischen Aktienmarkts (ohne britische Aktien und nur für Unternehmen mit einem umgerechneten Börsenwert von mindestens 750 Mio. US-Dollar) zwischen 1988 und 2018 untersucht.

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Zum einen war interessant, dass in diesem Zeitraum die Anteile von Vervielfacheraktien im europäischen Aktienmarkt ähnlich hoch war wie im amerikanischen. Es gab eine ganze Reihe an Aktien, die sich innerhalb von zehn Jahren mehr als verzehnfacht haben. In den zehn Jahren bis 2000 hat sich die Nokia-Aktie verdreihundertdreiunddreißigfacht und SAP hat sich bis 1999 vervierunddreißigfacht.

Die Studie von Baillie Gifford zeigt, dass diese Verzehnfacher innerhalb eines Jahrzehnts gewisse Eigenschaften hatten, die zeigen, wo die Stärken des europäischen Unternehmertums liegen.

Unternehmensgröße: Natürlich ist die Mathematik bei der Chance auf eine Vervielfachung des Aktienkurses auf der Seite der kleinen Unternehmen, schließlich fangen sie von einer kleineren Basis an. Das bekräftigen auch die Ergebnisse der Studie, die kleinsten 40 % der Unternehmen machten fast zwei Drittel der Verzehnfacher aus. Die Ergebnisse würden wahrscheinlich in anderen Regionen der Welt ähnlich aussehen, aber vielleicht wären sie weniger ausgeprägt. Ich würde behaupten, Europas Großunternehmen sind auffallend behäbig.

Wachstum: Man würde meinen, dass die Unternehmen mit hervorragenden Aktienkursentwicklungen meistens rasantes Wachstum verbuchen konnten. Tatsächlich war über den Zeitraum der Verzehnfachung ein jährliches Umsatzwachstum von 20 % oder mehr aber eher die Ausnahme. Fast zwei Drittel dieser Unternehmen verzeichneten ein jährliches Umsatzwachstum zwischen 5 und 15 %. Man könnte sagen, in europäischer Manier hat sich Stetigkeit ausgezahlt.

Branche: Hier gibt es eine große Überraschung, denn im Vergleich zur Aktienindexgewichtung waren die besten Aktien auffallend oft bei Industrieunternehmen zu finden. Der Index bestand zu 15 % aus Industrieaktien, aber sie stellten 31 % der Verzehnfacher. Die Exzellenz von Europas fertigendem Gewerbe war also ein Segen für Aktionäre. Mich hat ebenfalls überrascht, dass in den Branchen Basiskonsumgüter und Gesundheitswesen nur circa halb so viele Verzehnfacher zu finden waren, wie ihre Anteile am Index ausmachten.

Eigentümerstruktur: Langfristige, engagierte Aktionäre sorgen oft für die richtigen Anreize in einem Unternehmen. Die Strategie wird so oftmals fokussierter und aktionärsfreundlicher, was häufig zu guten Renditen führt. Das bestätigt auch die Studie: Bei circa drei Vierteln der Verzehnfacher besaßen Gründer, Familien oder andere Insider einen Anteil am Unternehmen.

Im europäischen Aktienmarkt verstecken sich großartige Investitionsgelegenheiten. Anleger sollten aber nicht denken, dass diese genauso wie in anderen Regionen der Welt aussehen müssen.

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Offenlegung: Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nokia.

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