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Diese 3 Maßnahmen könnten das Vertrauen in die Wirecard-Aktie wieder stärken

Kann die „Financial Times“ wirklich von außen Wirecards (WKN: 747206) Geschäfte durchdringen oder vollzieht das Unternehmen nur nach dem Empfinden der Zeitung einen zu schnellen Aufstieg? Wir werden noch etwas abwarten müssen, bis wir es genauer wissen.

Die „Financial Times“ sollte sich ihrer eigenen Verantwortung bewusst sein, denn mit diesen Vorwürfen kann man auch Firmen ruinieren, denen nur kleine Fehler unterlaufen sind, deren Zahlen aber in der Summe stimmen.

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Wirecard unternimmt unterdessen alle Schritte, die zu einer Entkräftigung der vorgebrachten Vorwürfe denkbar sind. Dies ist sehr positiv und wird auch vom Kapitalmarkt honoriert. Folgende Schritte unternimmt der Zahlungsdienstleister nun.

1. Ausführliche Klarstellung

Wirecard hat über sein Statement vom 16.10.2019 sehr schnell und deutlich reagiert. So weist die Firma alle Vorwürfe zurück. Alle Erträge, die von insgesamt 300.000 Kunden stammen,  sind wahrheitsgemäß dargestellt worden.

Wirecards Dubai-Töchter beschäftigen insgesamt fast 200 Mitarbeiter und sind keine halben Postkastengesellschaften, wie von der „Financial Times“ dargestellt. 2018 standen sie noch für 32 % der Konzernumsätze. Zudem wurden sie im Rahmen des Konzernabschlusses über Auditverfahren der Ernst&Young-Wirtschaftsprüfer kontrolliert.

Worüber die „Financial Times“ immer wieder stolpert, ist nicht Wirecard selbst, sondern seine mehr als 100 Partnerfirmen. In Regionen, in denen der Konzern keine Lizenz besitzt, wickeln sie die Transaktionen ab. Sie tragen nach Wirecards Angaben etwas weniger als die Hälfte zum Konzernumsatz bei. Dieses Geflecht ist sicherlich schwer durchschaubar, weshalb es von beiden Seiten schnell zu Missverständnissen, aber auch zu Fehlern kommen kann.

So ist auch die im Artikel erwähnte Al Alam eine Partnerfirma. Die Zustände bei diesen Partnern kann Wirecard auch zukünftig kaum beeinflussen, aber sie kann dafür Sorge tragen, dass alle Zahlungsflüsse der Wahrheit entsprechen. Solange dies der Fall ist, kann die „Financial Times“ auch zukünftig kritisieren und wird immer wieder falsch liegen.

Bei der großen Anzahl von Kunden kann es natürlich auch vorkommen, dass einige zwischenzeitlich ihre Geschäfte einstellen. So sind die von der „Financial Times“ befragten Unternehmen Kundencluster, hinter denen Hunderte von echten Kunden stehen. Die Interpretation von internen Firmenunterlagen kann also auch schnell zu Missverständnissen führen.

2. Wirecard lässt sich nun noch einmal unabhängig prüfen

Die „Financial Times“ wirft dem bisherigen Wirtschaftsprüfer Ernst&Young sogar Befangenheit vor. Um auch dieses Argument zu entkräften, wird sich Wirecard nun und sofort von einer weiteren großen Gesellschaft (KPMG) prüfen lassen.

Dazu Wulf Matthias (Vorsitzender des Aufsichtsrates): „Wir haben vollstes Vertrauen in die bisherigen Prüfungshandlungen und deren Ergebnisse. Wir gehen davon aus, dass die erneute unabhängige Prüfung dazu führt, alle weiteren Spekulationen endgültig zu beenden.“

Allein der Umstand, dass Wirecard diese Maßnahme von selbst eingeleitet hat, zeigt, dass die derzeitigen Zahlen mit hoher Wahrscheinlichkeit der Wahrheit entsprechen und sich der Konzern in dieser Hinsicht nichts vorzuwerfen hat. Für die Zustände bei den Partnerfirmen kann sie hingegen wenig.

3. Aktienrückkaufprogramm soll Vertrauen weiter stärken

Nun könnten Kritiker vermuten, Wirecard möchte mit seinem nun beschlossenen Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 200 Mio. Euro innerhalb von zwölf Monaten nur seinen Aktienkurs stützen.

Es könnte aber auch ganz im Gegenteil beweisen, dass die Firma von ihrem Geschäft weiterhin voll und ganz überzeugt ist und deshalb fallende Kurse für einen günstigen Einstieg nutzt. Persönlich gehe ich davon aus, dass die Aktie immer noch kein Schnäppchen ist. Dies liegt jedoch nur an dem im Verhältnis zu den Erträgen immer noch zu stark gestiegenen Kurs.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien. 

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