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Deutsche Aktien viel zu günstig? 3 Kandidaten, bei denen sich jetzt ein Blick lohnt!

Es kann jeder natürlich seine Meinung zur aktuellen Bewertungssituation der Börsen haben, allerdings scheinen deutsche Vertreter hier momentan eine Ausnahme zu sein. Zumindest, wenn du Nick Nelson fragst, den Leiter des Teams Europäische Aktien der Schweizer UBS Bank.

Er und seine Mannen und Frauen haben ein Ranking erstellt, und siehe da: Gemessen an Gewinndynamik, Bewertung und einigen anderen Kriterien sind deutsche Aktien im europäischen Vergleich die preiswertesten. Sogar ein Abschlag von rund 7 % sei demnach hier drin, durchaus eine spannende Ausgangslage für die kommenden Wochen und Monaten.

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Wenn auch du eine ähnliche Meinung vertrittst, allerdings noch nicht so recht weißt, welche Aktien zu diesem Kreis zählen könnten, gib nun besser fein acht. Denn im Folgenden wollen wir uns drei spannende Vertreter ansehen, auf die diese Beschreibung grundsätzlich zutreffen könnte.

1. Fresenius: Günstiger Dividendenaristokrat

Ein erster, waschechter Qualitätstitel, der momentan eher preiswert bewertet ist, ist Fresenius (WKN: 578560). Der DAX-Gesundheitskonzern kam im vergangenen Geschäftsjahr 2018 auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 3,65 Euro je Anteilsschein. Bei einem derzeitigen Kursniveau von 43,25 Euro (23.10.2019, maßgeblich für alle Kurse) entspricht das einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von lediglich 11,8. Durchaus preiswert, wenn du mich fragst.

Auch der Umsatz je Aktie könnte mit einem Wert von 60,16 Euro durchaus auf eine Unterbewertung hindeuten. Das aktuelle Kurs-Umsatz-Verhältnis beläuft sich hier schließlich auf lediglich 0,71 und Werte unter 1 gelten häufig als preiswerte Gelegenheit, die einen näheren Blick verdient haben könnte.

Zudem besitzt Fresenius auch etliches an defensiver Qualität. Der Gesundheitskonzern hat in diesem Jahr schließlich bereits das 26. Jahr in Folge die eigene Dividende erhöht und gehört somit zum Kreis der Dividendenaristokraten. Für das vergangene Geschäftsjahr wurde zwar lediglich eine Dividende in Höhe von 0,80 Euro ausgeschüttet, die es beim aktuellen Kursniveau auf eine Dividendenrendite von 1,84 % bringen würde. Allerdings werden Dividendenaristokraten insgesamt eher selten mit einer solchen Bewertung bepreist, weshalb das Papier durchaus einen näheren Blick verdient haben könnte.

2. Henkel

Eine zweite Qualitätsaktie, die momentan auf eine moderate Bewertung kommt, ist die von Henkel (WKN: 604840). Der defensive Hersteller von Hygieneartikeln kam im vergangenen Geschäftsjahr auf einen Gewinn je Aktie von 5,32 Euro. Bei einem aktuellen Aktienkurs in Höhe von 85,60 Euro entspricht das einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16,1. Auch wenn das eher moderat wirkt, ist dieses Bewertungsmaß zumindest im historischen Vergleich eher preiswert.

Henkel wird aktuell zwar noch immer mit rund dem Zweifachen der jährlichen Umsätze bewertet, dafür ist die defensive Klasse dieser Aktie jedoch noch immer vorhanden. Momentan drücken zwar einige Wachstumssorgen auf den Aktienkurs, langfristig könnte das Papier jedoch mithilfe von Investitionen (die in diesem Jahr zugegebenermaßen auf die Profitabilität drücken) zurück in eine moderate Wachstumsspur finden, was die aktuelle Bewertung dann wiederum preiswert erscheinen lassen würde.

Henkel gilt zudem als starke Dividendenwachstumsaktie und hat die eigene Ausschüttungssumme alleine in den vergangenen zehn Jahren von 0,51 Euro auf das aktuelle Niveau von 1,85 Euro deutlich mehr als verdreifacht. Der aktuelle Wert entspricht bei einem derzeitigen Kursniveau immerhin einer Dividendenrendite von 2,16 %. Auch das könnte langfristig ein durchaus interessanter, historisch hoher und weiterhin wachsender Wert sein, der jetzt einen näheren Blick verdient hat.

3. Sixt: Wachstumsperle mit moderater Bewertung

Zu guter Letzt könnte außerdem noch die Aktie von Sixt (WKN: 723132) eine spannende Wahl sein. Zuletzt kam diese Wachstumsaktie im Jahr 2018 auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 9,08 Euro. Ein Wert, wohlgemerkt, der bei einem aktuellen Kursniveau von 88,50 Euro einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 10 entsprechen würde.

Zugegeben, der Gewinn des vergangenen Jahres war durch einen positiven Sondereffekt durch den Verkauf eines Unternehmensanteils verwässert. Nichtsdestoweniger dürfte sich auch das bereinigte Kurs-Gewinn-Verhältnis irgendwo im Bereich von 20 befinden, was durchaus preiswert erscheint für diese spannende Dividendenperle.

Einerseits ist Sixt nämlich noch immer im Begriff, stark zu wachsen. Das Geschäftsmodell als Mobilitätsdienstleister dürfte hier voraussichtlich noch lange ausgereizt werden können, alleine in der ersten Jahreshälfte des aktuellen Geschäftsjahres belief sich das Umsatzwachstum hier auf über 10 %.

Andererseits existiert hier inzwischen eine faszinierende Dividendengeschichte. Alleine seit der Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2012 stieg die reguläre Dividende von 0,55 Euro auf derzeit 2,15 Euro je Stammaktie. Ein Wachstum, wohlgemerkt, das innerhalb dieses begrenzten Zeitraumes fast einer Vervierfachung entsprochen hat.

Solange die Mobilitätsdienstleistungen daher weiteres Wachstum bringen, könnte auch hier einiges für günstigere Bewertungen und steigende Dividenden sprechen. Aus diesem Blickwinkel scheint die Sixt-Aktie somit auch einen Blick im Kontext der günstigsten deutschen Aktien verdient zu haben.

Eine günstige Aktie für dich dabei?

Deutsche Aktien könnten daher unterm Strich wirklich preiswert sein und die von Fresenius, Henkel und Sixt scheinen fundamental betrachtet möglicherweise dazuzugehören. Nun liegt es an dir, die deiner Meinung nach vielversprechendste Fährte aufzunehmen. Chancen existieren allemal.

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Vincent besitzt Aktien von Fresenius, Henkel und Sixt. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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