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Künstliche Intelligenz: Darum sehe ich die Siemens-Aktie viel weiter vorne, als manch ein Anleger sich vorstellt

Die Siemens (WKN: 723610)-Aktie könnte sich schon bald zu einer der gefragtesten Künstliche-Intelligenz-Wetten entwickeln.

Wenn ich die Tür zu meinem Garten aufmache, dann erwartet mein Unterbewusstsein ein paar Bäume, Rasen und Büsche. Abends erwartet es, dass es dunkel wird, und tagsüber alle paar Stunden den Vorbeiflug eines Flugzeugs. Ist alles normal, dann dringt kaum etwas davon in den Fokus meiner Aufmerksamkeit.

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Wenn jedoch in meinem Garten plötzlich ein schwarzes Schaf steht, es mitten am Tag dunkel wird oder ein Flugzeug nach dem anderen vorbeidonnert, dann alarmiert mich mein Gehirn sofort. Vorsicht! Abweichung! Kontrollieren, was los ist!

Eine der großen Intelligenzleistungen besteht nämlich darin, in Echtzeit im Kopf ein umfassendes Normalbild der Umgebung zu erstellen, sodass aus der Differenz mit der tatsächlich beobachteten Realität direkt die Unterschiede identifiziert werden können. Manchmal kann diese Fähigkeit eine Frage von Leben und Tod sein und ein anderes Mal befriedigt sie lediglich die Neugier. Mein kleiner Sohn erkennt beispielsweise in Sekundenbruchteilen kleinste Veränderungen in meinem Arbeitszimmer.

Na und?

Ja, schöne laienhafte Einführung in einen Aspekt der Intelligenz, „aber was soll das mit Siemens zu tun haben?“, mag sich der eine oder andere fragen. Die Antwort ist, dass der Kern der Siemens-Software den sogenannten digitalen Zwilling betrifft. Die detailreiche Computer-Modellierung etwa von Produktionsanlagen, Infrastruktur oder Körperorganen (wenn wir Siemens Healthineers (WKN:SHL100) einbeziehen) entspricht in vielerlei Hinsicht dem Normalbild, welches unser Gehirn permanent erzeugt.

Dazu muss man wissen, dass der digitale Zwilling mittlerweile weit über das klassische 3D-Modell hinausgeht. Vielmehr wird immer mehr mit auf physikalischen Modellen und Sensordaten basierender Simulationstechnik gearbeitet, sodass das Normalverhalten des gesamten Systems in Aktion vorhergesagt werden kann. Das ermöglicht die Echtzeitanalyse von Abweichungen, sodass unmittelbar das Eingreifen von Wartungspersonal ausgelöst werden kann, wenn etwas nicht so läuft, wie vom digitalen Zwilling erwartet.

Das ist schon ziemlich intelligent und das Beste dabei ist, dass Siemens die direkte Konkurrenz auf Abstand hält. Bei KI-Patenten sind die Münchener in mehreren Kategorien international ganz vorne, wie die jüngste Auswertung der Patentbehörde WIPO zeigt. Das belegt auch, welchen Stellenwert das Thema im Konzern hat. Und wenn es darum geht, Kontext- und Hintergrundwissen zu formalisieren, damit die Computerintelligenz noch höherwertige Rückschlüsse ziehen kann, investiert Siemens auch unheimlich viel.

Was Aktionäre davon haben

Es gibt wohl keinen Konkurrenten, der Automatisierungs-Know-how, Simulationsalgorithmen und einen solchen Datenschatz auf diese Weise zusammenbringt. Wenn nun etwa Dassault Systèmes (WKN:901295) und ABB (WKN:919730) gemeinsame Sache machen, um verlorenes Terrain aufzuholen, würde ich mir im Moment kaum Sorgen machen.

Vieles geht in der IT in Windeseile, aber komplexe Datenarchitekturen zu schaffen, welche Komponenten, Elemente und Systeme in ihrer Beziehung zueinander exakt beschreiben, das dauert Jahre. Es ist vergleichbar mit dem Aufbau der Wikipedia, welche Kommentatoren jahrelang eher müde belächelt hatten, bis irgendwann jeder die Überlegenheit gegenüber dem Brockhaus anerkennen musste.

Auf der anderen Seite mögen Google und Co. zwar über unendliche Daten und erstklassiges Algorithmen-Know-how verfügen, aber an die Datenströme der Maschinen kommen sie längst nicht so leicht ran wie Siemens, welche die Standards setzt und in den Fabriken dieser Welt seit über 100 Jahren zu Hause ist — und selbst wenn, müssten sie sich erst einmal hochspezifisches Hintergrundwissen aneignen, was für einen Quereinsteiger ein heikles Unterfangen sein kann.

Siemens steckt in der Elektrifizierungs- und Kommunikationstechnik genauso wie in Antrieben und Steuerungen und vielem mehr. Vom Sensor an der Maschine bis hoch in die Vorstandsbüros deckt das Unternehmen den Informationsfluss ab und kann somit an den unterschiedlichsten Stellen künstliche Intelligenz sinnvoll einsetzen. Von daher möchte ich behaupten, dass Siemens tatsächlich die Chance hat, etwas Einzigartiges zu schaffen, von dem auch die Aktionäre stark profitieren würden.

Hier formiert sich etwas

3D-Modelle mit physikalischer Simulation, Sensornetzwerke mit lernenden Algorithmen zur Echtzeitanalyse, Industrieroboter mit sensiblem Verhalten sowie Analysewerkzeuge mit semantischem Kontextwissen sind für sich genommen schon großartig. Wenn dann allerdings noch riesiger Aufwand getrieben wird, diese Einzeltechnologien über Hunderte Forschungs- und Entwicklungsprojekte zusammenzuführen, dann werden ganz neue Dimensionen erreicht.

Hinzu kommt noch, dass über die schnell wachsende eigene Cloud-Plattform die Zugangshürden für ganz unterschiedliche Anwendergruppen immer mehr gesenkt werden. Künstliche Intelligenz kann somit schon bald von jedem Mitarbeiter, der sich in seinem Bereich auskennt und etwas IT-Affinität mitbringt, für wertschöpfende Prozesse eingesetzt werden — egal ob es um menschliche Gesundheit, die Instandhaltung der Gebäudetechnik oder das reibungslose Funktionieren von Fabriken, Zügen und Energieinfrastruktur geht.

Ich bin ziemlich sicher, dass wir von Siemens keinen Schachcomputer, keinen süßen Haushaltsroboter und auch keinen Alexa-Konkurrenten sehen werden. Das können Asiaten und Amerikaner besser. Aber wenn es um das Herz der globalen Wirtschaft geht, dann braut sich gerade einiges zusammen. Davon sollten Siemens-Aktionäre in besonderem Maße profitieren können.

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Offenlegung: Ralf Anders partizipiert über ein von ihm betreutes Indexzertifikat an der Aktienentwicklung von Siemens und Siemens Healthineers. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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