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Könnten die chinesischen Astronauten schneller als die NASA zum Mond kommen?

Foto: The Motley Fool.

Die NASA will die Menschheit bis 2024 auf den Mond zurückbringen. Dazu braucht sie die Hilfe der „Space Launch System“ (oder SLS)-Auftragnehmer Boeing und Northrop Grumman, Aerojet Rocketdyne und insbesondere Lockheed Martin, die die Orion-Space-Kapsel bauen. Blue Origin und SpaceX – zwei Unternehmen, die manchmal NASA-Partner, manchmal NASA-Rivalen sind – wollen auch ihre Fußabdrücke auf dem Mond hinterlassen.

Und jetzt kommt ein dritter Teilnehmer: China.

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China baut ein interplanetares Raumschiff

Wie Space.com Anfang dieses Monats meldete, arbeitet China aktiv an der Entwicklung seiner eigenen „Next-Generation“-Satelliten für die menschliche Raumfahrt.

Nach der Sowjetunion (und später Russland) und den Vereinigten Staaten wurde China die dritte Nation, die Astronauten in den Weltraum brachte, als „Taikonaut“ Yang Liwei 2003 in dem Raumschiff Shenzou-5 die Erde umkreiste. Jetzt baut die staatliche China Academy of Space Technology (CAST) ein noch größeres, 30 Fuß langes, 22 Tonnen schweres und noch zu benennendes Raumschiff, das vier bis sechs Taikonauten auf einer Reise zum Mond transportieren kann.

Wie Space.com meldet, plant China, seine neuen Raumfahrzeuge irgendwann in der ersten Hälfte des nächsten Jahres auf einen unbemannten Testflug zu schicken und auf einer Schwerlastrakete vom Typ Long March 5B fliegen zu lassen. China sagt, dass es, um das Raumschiff den Rest des Weges zu seinem Ziel zu bringen, zuerst eine stärkere Rakete entwickeln muss – die Super-Schwerlast-Long March 9. Aus diesem Grund zielt das Land erst irgendwann „in den 2030er-Jahren“ auf eine bemannte Mission zum Mond (obwohl einige chinesische Quellen frühere Daten nahegelegt haben).

Ein erfolgreicher unbemannter Testflug im nächsten Jahr könnte theoretisch den Grundstein für einen bemannten Flug im weiteren Verlauf des Jahres legen. Obwohl China also vorerst öffentlich das Interesse an der Landung von Taikonauten auf dem Mond in den nächsten zehn Jahren zurückweist, gibt es zumindest eine Chance, dass China das erreichen könnte, bevor die NASA mit ihrem „Project Artemis“ (das auf 2024 für die Mondlandung abzielt) den Mond erreichen kann.

Was das für die Investoren bedeutet

Was auch immer sich als das letztendliche Zieldatum Chinas herausstellt – die Teilnahme der Chinesen am Wettlauf zum Mond übt Druck auf die NASA aus. Je mehr Verzögerungen es bei der Entwicklung von deren eigenem Artemis-Programm gibt, desto größer sind die Chancen, dass China zuerst dort ankommt. Einfach zu wissen, dass China in diesem Rennen ist, wird daher als Anreiz für die NASA dienen, weiter Gas zu geben. Doch was bedeutet das für die Anleger?

Die NASA gibt rund 35 Mrd. US-Dollar für die Entwicklung ihres Space Launch Systems für das Projekt Artemis aus. Die Raumfahrtagentur erteilte erst letzten Monat einen 2,7 Mrd. US-Dollar schweren Auftrag, um drei Orion-Satelliten für das Projekt zu kaufen. Die Kritik an den Kostenüberschreitungen des Programms und den Entwicklungsverzögerungen hat jedoch im Kongress zu Forderungen nach einer Einstellung der Arbeit am SLS geführt – vor allem angesichts von Mutmaßungen, dass das neue „Starship“ von SpaceX die Mondreise billiger hinkriegen könnte.

Abgesehen davon hat das Raumschiff noch keinen Testflug im Orbit absolviert, geschweige denn einen Probelauf zum Mond und zurück. (Das gilt auch für SLS – dieses Raumschiff ist noch nicht einmal montiert!) Obwohl Elon Musk verspricht, Starship bereits Ende dieses Jahres auf einen Orbital-Testflug zu schicken – solange die NASA mit unbekanntem Ausgang zweigleisig fährt und sich einem entschlossenen Rivalen in China gegenübersieht, ist es unwahrscheinlich, dass die Konzentration sich allein auf SLS richtet, bevor sich nicht mindestens eines dieser Raketenkonzepte als tragfähig erwiesen hat, die Mondmission durchzuführen.

In diesem Szenario könnte sich auch der Kongress gezwungen sehen, alles zu tun, um den Erfolg von Project Artemis zu sichern. Das bedeutet, dass für die absehbare Zukunft – vom Ende dieses Jahres bis sicherlich 2024 und möglicherweise bis in die „2030er-Jahre“ – Milliarden von Dollar in die Taschen der Investoren von Unternehmen wie Boeing, Northrop, Aerojet und Lockheed fließen werden.

Mit soliden Gewinnmargen von 10 % bei Boeing und Lockheed, 11 % für Northrop und fast 15 % bei Aerojet (nach Daten von S&P Global Market Intelligence) ist das immer noch ein tolles Geschäft. Und wenn SpaceX und Blue Origin jemals zu Börsengängen kommen, könnten sie ähnlich großartige Unternehmen werden.

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Dieser Artikel wurde von Rich Smith auf Englisch verfasst und am 20.10.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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