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Diese 5 Dividendenaktien zahlen insgesamt 70 Mrd. US-Dollar jährlich an ihre Aktionäre aus

In vielen Fällen sind es Dividendenaktien, die in den besten Aktienportfolios für die Rendite sorgen. Neben dem Fakt, dass Dividendenaktien ihre nicht ausschüttenden Kollegen langfristig geschlagen haben, gibt es noch eine Reihe weiterer Gründe, weshalb Investoren Dividendenaktien hinterherjagen.

Zum einen werden Dividenden normalerweise von Unternehmen gezahlt, die Gewinne schreiben und ein beständiges Geschäftsmodell haben. Der Vorstand wird ganz sicher nicht einen Teil seiner Gewinne bzw. Cashflows an seine Aktionäre ausschütten, wenn das Unternehmen nicht weiterhin profitabel sein und/oder wachsen wird. Dividendenzahlungen leiten Investoren daher zu beständigen Unternehmen.

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Eine regelmäßige Ausschüttung kann zudem die Nerven von Investoren beruhigen. Seit 1950 hat der marktbreite Index S&P 500 37 Korrekturen um mindestens 10 % erlebt (ohne Rundung). Zwar schüttelt der Markt solche Korrekturen für gewöhnlich ab, doch für einige Investoren sind sie trotzdem beängstigend. Eine regelmäßige Dividendenzahlung kann helfen, diese unvermeidlichen Rückgänge abzufangen, und kann langfristige Investoren dazu bringen, am Ball zu bleiben.

Das Beste ist, dass die Ausschüttungen über einen Dividendenreinvestitionsplan (Dividend Reinvestment Plan, DRIP) wieder in Aktien gesteckt werden können, die ihrerseits weitere Dividenden zahlen. Viele Vermögensverwalter nutzen DRIPs, um für ihre Kunden langfristige Werte zu schaffen.

Diese Vorteile sind es, die dazu führen, dass Investoren sich zu fünf der großzügigsten Ausschütter hingezogen fühlen. Diese Income-Aktien mögen in ihren Sektoren nicht die höchsten Dividendenrenditen aufweisen, doch gemeinsam zahlen sie jährlich über 70 Mrd. US-Dollar an ihre Aktionäre aus.

Microsoft: 15,59 Mrd. US-Dollar im Jahr

Lass dich nicht von Microsofts (WKN: 870747) Dividendenrendite von 1,5 % täuschen: Dieses Unternehmen ist ein Dividendenmonster. Eine erwartete Ausschüttung von 2,04 US-Dollar im Jahr sorgt dafür, dass das Unternehmen im nächsten Jahr deutlich über 15 Mrd. US-Dollar an seine Aktionäre verteilen könnte, was es zum größten Dividendenzahler auf Erden macht.

Der Erfolg Microsofts beruht quasi auf dem Erfolg aller seiner Geschäftseinheiten. Im Juli berichtete das Unternehmen die Ergebnisse seines vierten Quartals und des Geschäftsjahres 2019. Der Jahresumsatz und das operative Ergebnis stiegen um 14 bzw. 23 %. Jede Sparte des Konzerns, mit Ausnahme der Xbox- und der Gaming-Sparte, verzeichnete im vierten Quartal steigende Erlöse. Die Umsätze der Cloud-Plattform Azure stiegen im Jahresvergleich um währungsbereinigte 68 % und auch die Office-Sparte und sogar LinkedIn verzeichneten Zuwächse.

Noch wichtiger ist, dass Microsofts Wachstumstreiber nun nicht mehr die wenig gewinnträchtigen Produktverkäufe sind, sondern zunehmend hochprofitable Servicegeschäfte. Das Unternehmen zahlt derzeit weniger als 40 % der von der Wall Street für 2020 erwarteten Gewinne als Dividende aus, weshalb die Ausschüttung in den nächsten Jahren noch steigen könnte – und sollte.

AT&T: 14,91 Mrd. US-Dollar im Jahr

Da gibt es nichts schönzureden: Die Wachstumstage von AT&T (WKN: A0HL9Z) sind lange vorbei. Doch das muss noch lange nicht heißen, dass dieser Telekommunikations- und Mediengigant nicht noch einige Asse im Ärmel hat, um Dividendenjäger anzuziehen. Aktuell liegt die Rendite bei 5,5 % und das Unternehmen schüttet jedes Jahr 15 Mrd. US-Dollar als Dividende aus.

Das Aufregendste sind bei AT&T sicherlich die Wachstumschancen, die der Rollout des 5G-Netzes für das Unternehmen bedeuten könnte. Schließlich hat seit fast einem Jahrzehnt kein größeres Datengeschwindigkeits-Upgrade in den USA stattgefunden. Das sollte Konsumenten dazu verleiten, sich neue und bessere Smartphones zu kaufen, was die Datennutzung ankurbeln dürfte. Für AT&T Wireless sind mobile Daten der Margentreiber.

AT&Ts Streaming-Bemühungen könnten ebenfalls einen Wachstumsfunken entzünden. Nun, da das Unternehmen Time Warner übernommen hat, befinden sich die Sender von CNN, TNT und TBS in seinem Portfolio. Das dürfte dem Unternehmen eine stärkere Verhandlungsposition mit Werbetreibenden und eine höhere Attraktivität im Vergleich mit anderen Streaming-Anbietern verleihen.

Wie dem auch sei – dieser Dividendenaristokrat ist ein Eckpfeiler in den Portfolios vieler Dividendenjäger.

ExxonMobil: 14,72 Mrd. US-Dollar im Jahr

Zwar können Öl und Gas zeitweise sehr starken Preisschwankungen ausgesetzt sein, doch das hat den Zahlplan von einem der größten Öl- und Gasunternehmen auf dem Planeten, ExxonMobil (WKN: 852549), keineswegs durcheinandergebracht. In den nächsten zwölf Monaten wird ExxonMobil rund 14,7 Mrd. US-Dollar an seine Aktionäre zahlen.

Das schöne an ExxonMobils Geschäftsmodell ist, dass es sehr beständig ist. Das Unternehmen besitzt Bohranlagen und Raffinerien und ist zudem einer der größten Chemieproduzenten der Welt. Steigen die Preise von Öl und Erdgas, profitieren die Bohrgeschäfte. Wenn die Preise von Rohöl und Erdgas hingegen sinken, steigt die Nachfrage von Unternehmen und Konsumenten, was wiederum dem Raffineriegeschäft zugutekommt. Egal was an den Energiemärkten passiert, ExxonMobil hat die Möglichkeit, die Situation für sich zu nutzen.

Investoren profitieren gleichermaßen von ExxonMobils geografischer und produkttechnischer Breite. Bald werden neue Produktions- und Infrastrukturanlagen im Permian-Becken an den Start gehen, einige weitere interessante Projekte laufen in Guyana, Brasilien und Mosambik. Zwar sind die Wachstumstage des Unternehmens schon lange vorbei, doch ExxonMobil ist im Energiebereich eine Bank für Einkommensinvestoren.

Apple: 13,92 Mrd. US-Dollar im Jahr

Wahrscheinlich ist es keine große Überraschung, dass das cash-stärkste Unternehmen der Welt, Apple (WKN: 865985), es ebenfalls auf die Liste mit den größten Dividendenzahlern des ganzen Aktienmarktes geschafft hat. Im nächsten Jahr wird Apple knapp 14 Mrd. US-Dollar an Dividenden ausschütten.

Auch für Apple wird der 5G-Rollout in den USA ein dickes Ding sein. Abgesehen vom dritten Quartal des Geschäftsjahres 2019 hat das Unternehmen in jedem Vierteljahr seit Anfang 2013 die absolute Mehrheit seiner Umsätze mit dem iPhone erzielt. Es wird erwartet, dass Apple im September 2020 ein 5G-fähiges Smartphone auf dem Markt bringt. Wenn wir nun die teilweise Kult-ähnliche Gefolgschaft von Apple bedenken, sollte das Unternehmen keine Probleme damit haben, eine Reihe von Kunden zum Upgrade zu bewegen. Das wiederum könnte die Umsätze auf Vierteljahres- und auf Jahresbasis auf neue Rekordhochs schrauben.

Außerdem hatte Apple großen Erfolg dabei, das Wachstum seiner hochprofitablen Wearables- und Servicegeschäfte anzutreiben. Das Management versucht, das Unternehmen zu mehr als einem reinen Produktanbieter zu machen. Der Streaming-Service Apple+, der am 1. November startet, die Apple-Kreditkarte und Apple Music, das weltweit Marktanteile gewinnt, zeigen, dass Apple neue und innovative Wege zur Steigerung seiner operativen Marge gefunden hat.

JPMorgan Chase: 11,52 Mrd. US-Dollar im Jahr

Zuletzt haben wir noch die Bank JPMorgan Chase (WKN: 850628), die aufs Jahr hochgerechnet 11,5 Mrd. US-Dollar an ihre Aktionäre auszahlt. In den letzten dreieinhalb Jahren hat sich die quartalsmäßige Auszahlung des Kreditinstituts verdoppelt.

Eine Sache, die JPMorgan sehr in die Karten gespielt hat, war, dass die US-Notenbank Fed den Leitzins zwischen Dezember 2015 und Dezember 2018 neunmal um 25 Basispunkte angehoben hat. Obwohl der Leitzins 2019 zweimal wieder um ein Viertelprozent gesenkt wurde, haben die Zinsschritte der Fed insgesamt dafür gesorgt, dass JPMorgan Chase an seinen ausstehenden Krediten mehr Zinsen verdient hat.

JPMorgan Chase verfügt zudem über ein diszipliniertes Führungsteam, das die Bank während der großen Rezession von risikoreichen Geschäften ferngehalten hat. Zudem verfügt JPMorgan über eine wesentlich sauberere Bilanz als viele seiner Konkurrenten und war in weniger Skandale verwickelt. Da ist es nicht verwunderlich, dass JPMorgan Chase unter allen US-Großbanken die beste Gesamtkapitalverzinsung erreicht hat. Investoren können erwarten, dass JPMorgan sich bei der Ausschüttung an die Aktionäre weiterhin von seiner großzügigen Seite zeigt.

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Teresa Kersten, eine Mitarbeiterin von LinkedIn, einer Microsoft-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Sean Williams besitzt Aktien von AT&T. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und Microsoft. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Short Januar 2020 155 $ Calls auf Apple, Long Januar 2020 150 $ Calls auf Apple und Long Januar 2021 85 $ Calls auf Microsoft.

Dieser Artikel erschien am 7.10.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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