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Nobelpreis-Technologien, in die man investieren kann – 5 Ideen mit Bayer, Hightech-Physik und innovativer Chemie

Bei der jährlichen Vergabe der Nobelpreise stehen die ausgezeichneten Forscher im Mittelpunkt. Für uns Anleger ist aber genauso interessant, welche Technologien dahinterstehen. Denn neben den staatlich geförderten Tempeln der Wissenschaft spielen fast immer auch kommerzielle Unternehmen eine wichtige Rolle im Hintergrund. Wer so überragende Hightech beitragen kann, der hat vielleicht auch einen Platz auf unserer Watchlist verdient. Deshalb habe ich mich nach passenden Kandidaten umgeschaut.

Physik

Zwei der drei Preisträger stammen aus der Schweiz: Michel Mayor und Didier Queloz. Ihre Leistung? Sie haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Planeten identifizieren lassen, die um ferne Sterne kreisen. Mit der sogenannten photometrischen Transitmethode sind sie 1995 auf 51 Pegasi b gestoßen, was eine weitere Bestätigung für die Vermutung darstellte, dass es an vielen Orten im Universum Leben geben könnte.

Auf diesen Ergebnissen aufbauend arbeiten Wissenschaftler aus Nordamerika und Europa seit Jahren daran, das vielfach leistungsfähigere James-Webb-Weltraumteleskop fertigzustellen und in eine Umlaufbahn zu bringen. Dieses Wunder der Technik ist mit hoch sensiblen Infrarotsensoren ausgestattet, die vom kalifornischen Spezialisten Teledyne Technologies (WKN: 926932) zugeliefert werden. Die Produkte des Unternehmens kommen aber natürlich nicht nur in Satelliten zum Einsatz, sondern auch beispielsweise in Kampfdrohnen, in der Medizintechnik und in der Industrieautomatisierung.

Die breiten Einsatzgebiete bekommen Teledyne offenbar gut: Seit Jahren steigen die Gewinne und der Aktienkurs zieht kontinuierlich nach oben. Die Umsätze haben sich seit 2000 fast vervierfacht auf nun über 3 Mrd. US-Dollar. Dass die NASA auf das Know-how der Kalifornier baut, spricht für einen weiten Burggraben. Der nächste Nobelpreis ist vielleicht schon in der Pipeline und Teledyne-Aktionäre sind dabei.

Chemie

Ferne Sterne sind immer spannend, wie ich finde, aber deutlich leichter zu begreifen sind die Lithium-Ionen-Batterien, für die drei Preisträger ausgezeichnet wurden, darunter der Japaner Akira Yoshino, der sich besonders um die Entwicklung der ersten marktfähigen Produkte Anfang der 90er-Jahre verdient gemacht hatte. Sony (WKN: 853687), Toshiba (WKN: 853676) und Asahi Kasei (WKN: 857993) sind dabei als beteiligte Pioniere zu nennen.

Asahi Kasei beruft sich noch heute auf die wegweisenden Leistungen von Dr. Akira Yoshino und sieht sich bei Hochleistungskunststoffen und Separatoren für Fahrzeugbatterien in der Poleposition. Toshiba hat heute mit seiner bereits bewährten Hochleistungsbatterietechnologie auf Lithium-Titanoxid-Basis ebenfalls ein heißes Eisen im Feuer, wenn es um die Fahrzeugelektrifizierung geht. Allerdings sind die beiden Industriekonglomerate sehr breit aufgestellt.

Sony wiederum hat sein Batteriegeschäft 2016 an Murata (WKN: 853657) verkauft, ein Unternehmen, das mit seinen vielfältigen Bauteilen und Komponenten wahrscheinlich in fast jedem Elektrogerät steckt und sich als Marktführer für die Zukunft eine Menge vorgenommen hat.

Medizin

Weniger greifbar wird es dann wieder bei der Medizin — und zwar nicht wegen der astronomischen, sondern aufgrund der mikroskopischen Größe. Wie so oft in den letzten Jahren geht es auch diesmal wieder um die Zellchemie — was in diesem Fall nur entfernt etwas mit Batterien zu tun hat. Immerhin geht es um molekulare Mechanismen der Sauerstoffaufnahme, also sicherlich energetische Prozesse.

Weil Krebszellen besonders aktiv sind, spielt dieses Wissen bei der Entwicklung neuartiger Krebstherapien eine Rolle. Schon konkreter sieht es beim Thema Blutarmut (Anämie) aus, wo sich etwa der Wirkstoff Molidustat international in der klinischen Erprobung befindet. Führend ist dabei nicht etwa ein aufstrebendes Biotech-Start-up, sondern die gute alte Bayer (WKN: BAY001).

Nachdem ich mich in den letzten Jahren viel über deren Monsanto-Übernahme geärgert habe und die Aktie sich bis heute nicht von den gravierenden Folgen erholt hat, könnte nun der Zeitpunkt gekommen sein, aus einem anderen Blickwinkel auf den Konzern zu schauen. Bayer spielt nicht nur bei der Agrarchemie, sondern auch in mehreren Teilgebieten der Pharmazeutik in der ersten Liga mit — auf nobelpreiswürdigem Niveau.

Spannende Ideen für innovative Anleger

Mir macht die Suche nach den Unternehmen, welche die herausragendsten Erkenntnisse der Wissenschaft in marktfähige Produkte überführen, immer wieder Freude. So stößt man auf außergewöhnliche Unternehmen, von denen man zuvor noch nie etwas gehört hat.

Teledyne ist definitiv ein forschungsstarker Spezialist, der etwas von Vermarktung versteht und noch viele Jahre weiterwachsen kann. Was Lithium-Batterien angeht, wird man heute natürlich auch in Deutschland und rund um die Welt fündig, sodass man sich nicht unbedingt an den japanischen Pionieren festhalten muss — auch wenn zum Beispiel Murata interessante Qualitäten aufweist. Bei Bayer wäre ich zwar auch heute noch vorsichtig, aber als Turnaround-Kandidat für meine Watchlist taugt die Aktie bestimmt.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.