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Drei Gründe, warum ich nicht in Gold investiere!

Foto: Getty Images

Gold gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen für das Ersparte. Und wenn sich die allgemeine weltweite Nachrichtenlage verschlechtert und die Anleger Angst vor einer Krise verspüren, dann beginnt meistens auch der Goldpreis anzusteigen.

So auch im Moment, denn viele Investoren sehen Gewitterwolken am Horizont aufziehen und flüchten sich deshalb in das Edelmetall. Und so ist es kein Wunder, dass der Preis je Feinunze Gold seit Anfang des Jahres bereits um 16 % gestiegen ist.

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Doch ist es wirklich sinnvoll, sein Geld in Gold zu investieren? Und würde es in Krisenzeiten wirklich etwas nützen, Gold zu besitzen? Ich bin da skeptisch und gehe auch davon aus, dass der Goldbesitz den Anleger nicht wirklich vor allen weltweiten Gefahren schützen kann. Ich habe deshalb in diesem Artikel einmal die drei wichtigsten Gründe zusammengetragen, warum ich nicht in Gold investiere.

1. Gold wirft keinerlei Erträge ab

Ich finde, das ist ein sehr wichtiger Grund, kein Gold zu kaufen. Denn wenn ich mein Geld investiere, dann wäre es schön bzw. ich erwarte sogar, dass meine Investition möglichst auch regelmäßige Erträge generiert.

Das könnten zum Beispiel Mieteinnahmen sein, wenn man Immobilien besitzt, oder Dividenden, wenn man in Aktien investiert hat. Auch Rentenfonds werfen in der Regel Erträge in Form von Zinsausschüttungen ab, die man sich entweder auszahlen lässt oder wieder in neue Fondsanteile investiert.

Doch bei Gold ist es so, dass man nur über einen steigenden Kurs Gewinne erwirtschaften kann. Und nicht nur das. Gold beschert dem Anleger nicht nur keine regelmäßigen Einnahmen, sondern verursacht unter Umständen sogar noch Kosten für seine Lagerung. Aber warum ist Gold dann trotzdem so beliebt?

Ganz einfach. Weil es den Ruf hat, auch in den schlimmsten Krisen, bei Kriegen oder anderen vielleicht weltweiten Katastrophen wertbeständig zu sein.

2. In Krisenzeiten schlecht handelbar

Doch stellt sich hier natürlich die Frage, wie man denn beispielsweise in Zeiten von Anarchie oder bei einem Bürgerkrieg, sein Gold wieder an den Mann bringt, um es vielleicht in Lebensmittel zu tauschen. Ich denke, das dürfte schwierig werden, und Gold macht somit als „Krisenwährung“ für mich persönlich überhaupt keinen Sinn.

Ganz im Gegenteil, denn sollte sich dann herumsprechen, dass man über eine größere Menge Gold verfügt, ist wohl eher Leib und Leben bedroht, als dass man irgendeinen Nutzen aus seinem Goldbesitz ziehen könnte.

Auch könnte der Staat in solchen Phasen Notstandsgesetze erlassen und so entweder den Besitz von Gold oder die Entnahme aus Schließfächern oder anderen Aufbewahrungsorten verbieten. So wäre dann Gold auch von Gesetzes wegen nicht mehr handelbar.

3. Aktien-Krise gleich Gold-Krise

Des Weiteren ist für mich auch nicht verständlich, warum viele Anleger ausgerechnet in Phasen von aufkommenden Krisen an den Aktienmärkten auf Gold setzen. Betrachtet man sich einmal das Chartbild vom Goldpreis, wird schnell klar, was ich damit meine.

Sowohl beim Platzen der Technologieblase im Jahr 2000 als auch in der Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 hat Gold ebenfalls jedes Mal an Wert eingebüßt. Und man sieht beim Goldpreis nach Phasen von extremen Anstiegen immer wieder auch längere Seitwärtsbewegungen, die durchaus Jahrzehnte andauern können.

Quelle: boerse.de

Nun gut, Kritiker meiner Thesen könnten beim Betrachten dieses Langfristcharts natürlich behaupten, man hätte mit Gold langfristig schon richtig gelegen. Doch wie bereits erwähnt, wirft Gold keinerlei Erträge ab, und es hat auch immer wieder längere Zeiten des Dahinsiechens des Goldpreises gegeben. Deshalb bietet sich Gold meiner Meinung nach, wenn überhaupt, maximal als kleine Beimischung bei der Vermögensanlage an. Oder man macht es wie ich und verzichtet gleich ganz darauf.

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