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Davon profitiert aktuell die TUI-Aktie und worauf man dennoch achten sollte

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TUI (WKN: TUAG00)-Aktien sind seit dem Tief im Juni 2019 bereits wieder um über 52 % gestiegen (16.10.2019). Für Anleger, die den Wert bereits länger halten, wird dies allerdings ein schwacher Trost sein, denn trotz des letzten Anstieges liegt die Aktie immer noch unter den Kursen von 1991 und vom Allzeithoch aus dem Jahr 1999 ist die Aktie sogar noch fast 80 Prozentpunkte entfernt (16.10.2019).

Warum steigt also derzeit die TUI-Aktie und wie sicher ist eigentlich die Dividende? Dies alles erfährst du hier.

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Dies treibt derzeit den TUI-Kurs

Wie viele Leser bereits erfahren haben, musste der britische Reisekonzern Thomas Cook zuletzt Insolvenz anmelden. Der Preiskampf innerhalb der Branche war und ist sehr hoch, sodass die Veranstalter in Summe kaum Geld verdienen, obwohl sie Milliardenumsätze erzielen. Über die Jahre steigen dann zumeist die Schulden, bis sich am Ende niemand mehr für deren Finanzierung findet.

Scheidet nun ein großer Wettbewerber aus dem Markt, ist dies natürlich kurzfristig für die verbleibenden Unternehmen vorteilhaft. Und genau dies ist der aktuelle Grund für den Kursanstieg der TUI-Aktie. So wird nach Schätzungen des Konzerns allein TUI Deutschland im nächsten Jahr (aufgrund der Thomas Cook-Insolvenz) 500.000 zusätzliche Kunden begrüßen dürfen und TUI UK die Kapazität um 2 Mio. Fluggäste erhöhen.

Dazu stellt der Konzern etwa 100 Piloten und 200 Flugbegleiter neu ein (wahrscheinlich werden sie direkt von Thomas Cook übernommen). TUI hat bereits jetzt viele Hotelpartnerschaften von Thomas Cook übernommen und schließt Verträge mit vielen weiteren Hotels. In Deutschland wird TUI von Leipzig aus zusätzliche Flüge nach Griechenland, Tunesien, Ägypten, Bulgarien, Spanien und in die Türkei anbieten.

TUIs Bilanz ist stärker als jene von Thomas Cook

Aufgrund seiner stärkeren Bilanz ist TUI finanziell solider aufgestellt als Thomas Cook. Somit sind auch die Reisen besser abgesichert und die Kunden können beruhigter in den Urlaub fahren. So stehen in TUIs Bilanz derzeit langfristige Finanzschulden in Höhe von 2,435 Mrd. Euro einem relativ hohen Kassenbestand in Höhe von 1,565 Mrd. Euro gegenüber.

Wenn du nach der Thomas Cook-Insolvenz mutig bei TUI eingestiegen bist, solltest du allerdings dennoch folgende Dinge bedenken.

Effekt könnte nur kurzfristiger Natur sein

Die zusätzlichen Kunden werden sicherlich den Konzernumsatz und -gewinn im nächsten Jahr deutlich steigern. Auf längere Sicht wird sich der Markt aber wahrscheinlich wieder einpendeln und die Gewinnmargen der Veranstalter nicht deutlich steigen.

Es könnte sich also um einen Einmaleffekt handeln, den der Aktienkurs derzeit schnell einpreist, ähnlich wie es in der Flugbranche schon häufig nach Insolvenzen passiert ist.

Es gibt bessere Dividendenaktien

Die Branche insgesamt wird sich also so schnell nicht deutlich ändern, wodurch die Margen vermutlich auch zukünftig gering ausfallen werden. So lag bei TUI die Nettomarge im Zeitraum 2009 bis 2018 durchschnittlich nur bei 1,6 %. Diese dünne Decke führt natürlich in Wirtschaftskrisen immer wieder schnell zu Verlusten.

TUI hat deshalb nach der Finanzkrise 2008 mehrere Jahre keine Dividende ausschütten können. Und auch die langfristige Dividendenentwicklung verläuft eher volatil. So hat der Konzern für 2018 0,72 Euro je Aktie ausgeschüttet, während die Dividende im Jahr 2000 bereits bei 1,09 Euro je Aktie lag. Gute Dividendenaristokraten haben ihre Ausschüttungen seitdem viel deutlicher steigern können und sind deshalb auch das bessere Investment. Daneben sollte man aber auch berücksichtigen, dass TUIs durchschnittliche Umsatzwachstumsrate über die letzten zehn Jahre gerade einmal bei 0,47 % lag.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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