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Was die Aktie von Berkshire Hathaway zurückhält

Warren Buffett leitet Berkshire Hathaway (WKN:854075) (WKN:A0YJQ2) seit Jahrzehnten und ist einer der erfolgreichsten Investoren der Geschichte. Seine langfristige Leistung ist fast unübertroffen, und diejenigen, die im Lauf der Jahre am Orakel von Omaha festgehalten haben, konnten sich große Belohnungen für ihre Treue sichern.

Doch in jüngster Zeit ist Berkshire dem breiteren Markt deutlich hinterher gerannt. Allein 2019 stieg die Berkshire-Aktie um nur 1 %, verglichen mit einem Anstieg des S&P-500-Index um fast 17 %. Obwohl zweifellos viele verschiedene Faktoren bei der Unterperformance von Berkshire eine Rolle spielen, gibt es auch einen Schlüsselfaktor, den viele Investoren nicht erkennen. Er könnte einen dämpfenden Effekt auf die Kursentwicklung der Aktie haben.

Berkshire, Buffett, Bill Gates und große Geschenke (und Verkäufe)

Es ist 13 Jahre her, dass Warren Buffett sein Vorhaben bekannt gab, den Löwenanteil seines Vermögens im Lauf seines Lebens nach und nach zu verschenken. Der CEO begann mit einem ersten Geschenk in Form von Berkshire-Aktien im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar, und seither kamen in jährlichen Abständen weitere Geschenke. Zum Beispiel verteilte Buffett Anfang dieses Jahres rund 16,8 Millionen Klasse-B-Aktien von Berkshire im Wert von seinerzeit rund 3,6 Milliarden US-Dollar. Der Großteil dieser Aktien – etwa 12,8 Millionen – ging an die Bill and Melinda Gates Foundation.

In der Zwischenzeit war es für die Gates Foundation eine ausgezeichnete Geldquelle, riesige Bestände an Berkshire-Aktien zu halten. Anstatt die großen Aktienblöcke, die sie als Spenden erhält, auf einen Schlag zu verkaufen, hat die Gates Foundation regelmäßige Verkäufe getätigt. Daher sank beispielsweise im ersten Quartal der Bestand an Berkshire-B-Aktien der Gates Foundation um 5 Millionen. Weitere 5 Millionen B-Aktien wurden im zweiten Quartal verkauft.

Abwärtsdruck auf die Aktie?

Das Tempo der Verkäufe durch die Gates Foundation ist nicht so groß, dass es sich sofort und offensichtlich auswirken würde. Das durchschnittliche Tagesvolumen beläuft sich auf rund 4 Millionen Aktien der Klasse B. Wenn man davon ausgeht, dass gleichmäßig verteilte Umsätze im Quartal konstant stattfinden, würden 5 Millionen von der Gates Foundation gehaltene Berkshire-Aktien etwa 80.000 bis 85.000 Aktien pro Handelssitzung entsprechen. Das sind nur etwa 2 % des typischen Volumens.

Es scheint auch nicht so, als ob Berkshires Betätigungsfeld in diesem Jahr allgemein schlecht abgeschnitten hätte. Finanzwerte sind im Großen und Ganzen fast so stark gestiegen wie der S&P 500, und viele namhafte Versicherungsgesellschaften haben den Markt übertroffen, die Renditen von Berkshire sowieso.

Die wahrscheinliche Antwort

Dennoch haben langjährige Investoren von Berkshire diese Situation schon einmal gesehen. Von Zeit zu Zeit führt Buffetts Philosophie einfach nicht kurzfristig zu positiven Ergebnissen. Die Aktionäre müssen eine Zeit der Unterperformance ertragen – die manchmal extrem ausfällt -, die Berkshires gesamte Art zu investieren in Frage stellt. Schließlich aber behaupten sich die Fundamentaldaten wieder, und die Aktie von Berkshire holt auf.

Ich erlebte dies erstmals Ende der 90er Jahre. Buffett weigerte sich, in Internetaktien zu investieren, und seine Renditen litten. Als das Platzen der Tech-Blase von 2000 bis 2002 eine Schneise der Zerstörung an der Börse hinterließ, standen Berkshires Geschäfte felsenfest da, und die Aktie holte den Boden zurück, den sie in den 90er Jahren während des Bullenmarktes verloren hatte.

Das Gleiche geschah in geringerem Maße bei mehreren anderen Gelegenheiten. Von 2003 bis 2005 entwickelte sich Berkshire dramatisch unterdurchschnittlich, aber eine bessere Performance in den Jahren 2006 bis 2008 trug dazu bei, die rückständigen Renditen auszugleichen. Berkshire hat auch einzelne schlechte Jahre wie 2015 erlebt, aber diese waren oft von großen Gewinnen gefolgt, etwa im Jahr 2016.

Das Gesamtbild beachten

Es ist immer frustrierend, wenn eine Aktie, die man besitzt, nicht so gut ist wie der Markt – besonders eine Aktie, die so bekannt ist wie Berkshire Hathaway. Aber wenn du die Hoffnung nur wegen eines oder zweier Jahre aufgibst, in denen eine Aktie hinter breiteren Aktienindizes zurückbleibt, verpasst du oft die Gewinne, die entstehen, wenn Berkshires Anlagemethode wieder in Mode kommt.

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Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und am 13.10.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Berkshire Hathaway. The Motley Fool hat folgende Optionen: Long Januar 2021 $200 Calls auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short Januar 2021 $200 Puts auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).