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Causa Wirecard: Das hat die Financial Times bis jetzt bewirkt!

Foto: Getty Images

Das Kapitel von Wirecard (WKN: 747206) und der Financial Times geht in diesen Tagen mal wieder in eine neue Runde. Ein neuer Bericht um eine neue Region hat gereicht, damit die Aktie erneut im zweistelligen Prozentbereich einbricht. Auch wenn die aktuelle Nachrichtenlage daher gewiss neu ist, scheint vieles hiervon dennoch im Grunde ein alter Hut zu sein.

Dennoch hat Autor DanMcCrum in der Retrospektive bereits einiges bewegt. Schauen wir in diesem Sinne auf einige spannende Zahlen, die sich der vermeintliche Enthüllungsreporter auf seine Fahnen schreiben kann. Und natürlich auch, was sie für Investoren und den DAX-Konzern bedeuten.

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Sieben Korrekturen…

Wenn ich mir den Chart der Wirecard-Aktie alleine in diesem Jahr so ansehe, kann ich einige Krater im Verlauf dieser eigentlich recht spannenden Aktie erblicken. Sieben an der Zahl zähle ich inzwischen, bei denen die Aktie im höheren einstelligen oder auch im deutlich zweistelligen Prozentbereich korrigiert ist. Ein Großteil dieser Entwicklung ist gewiss auch den Berichten der Financial Times zuzuschreiben.

Viele dieser Korrekturen hat die Aktie des innovativen Zahlungsdienstleisters zwar zwischenzeitlich wieder ausgeglichen. Nichtsdestoweniger haben zwei direkte Crashs im Kontext der Financial Times noch immer ihre Spuren im Chartverlauf der Aktie hinterlassen.

Einerseits natürlich der aktuelle, bei dem die Wirecard-Aktie nun am Dienstag dieser Woche zeitweise um bis zu 20 % eingebrochen ist. Andererseits allerdings auch der erste Crash nach dem ersten Bericht, bei dem die Wirecard-Aktie innerhalb kürzester Zeit von einem Kursniveau von über 160 Euro auf nur noch ca. 110 Euro eingebrochen ist. Das war übrigens Ende Januar.

Die Financial Times und Autor Dan McCrum können sich somit wohl auf die Fahnen schreiben, dieses aktuelle Börsenjahr kurstechnisch maßgeblich geprägt zu haben. Das können gewiss nicht alle Redaktionen und Redakteure von sich behaupten.

Mehr als 5.000.000.000 Euro Börsenwert

Zusätzlich zu diesen Kurskapriolen hat der Abverkauf auch zu heftigen Einbußen beim Börsenwert geführt. Wirecard wurde im Vorfeld der Causa Wirecard schließlich zwischenzeitlich mit mehr als 20 Milliarden Euro bewertet. Nun, nach diesem weiteren Kapitel, kommt der innovative Zahlungsdienstleister lediglich auf ein Gewicht in Höhe von rund 15,2 Milliarden Euro (15.10.2019). Das entspricht insgesamt einem Delta von rund fünf Milliarden Euro, das wohl mehr oder minder mit den Berichten der Financial Times in einen Kontext gebracht werden kann.

Alleine die jüngste Runde kostete zwischenzeitlich mehr als vier Milliarden Euro an Börsenwert, was definitiv ein paar beeindruckende Zahlen sind. Viele Investoren der letzten Wochen und Monate dürften daher alleine durch den heutigen Tag wieder in die roten Zahlen gerutscht sein. Wobei findige Shortseller in den vergangenen Monaten immer mal profitiert haben. Ein Schelm, wer dabei böses denkt.

Bislang gab es lediglich heiße Luft

Besonders bemerkenswert und für mich das beeindruckendste ist in Anbetracht der Causa Wirecard allerdings noch immer, dass es bislang lediglich heiße Luft gegeben hat. Auch wenn die Berichterstattung in jedem Kapitel sehr reißerisch gewesen ist, konnten Wirecard und sein Management bislang noch immer alle Vorwürfe entkräften. Und das sowohl durch externe, als auch interne Ermittlungen in den bislang betroffenen Regionen.

Wenn wir diese bisherige Praxis daher auch für das aktuelle Kapitel zugrunde legen, könnte die momentane Panik definitiv übertrieben sein. Vielleicht ist das daher aktuell eine Hauptaussage, über die man einmal nachdenken sollte. Auch wenn die Zahlen rund um die Causa Wirecard wieder einmal und insgesamt gewaltig sind.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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