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NVIDIAs Gamingsparte könnte diesen Herbst durchstarten

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Im Markt für Gaming-Grafikkarten ist momentan Feuer drin: Die zwei führenden Hersteller NVIDIA (WKN: 918422) und AMD (WKN: 863186) haben im zurückliegenden Jahr tolle neue Grafikkarten veröffentlicht. NVIDIA hat seine Turing-RTX-Grafikprozessoren vorgestellt – die ersten GPUs (Graphic Processing Units), die Raytracing-Technologie und Deep Learning kombinieren, um realistischere Licht- und Schatteneffekte zu erzeugen. AMD hat seine Forschungsbudgets derweil in kleinere und schnellere 7-Nanometer-Chips für seine Produktfamilie RX Radeon 5000 gesteckt, von denen es behauptet, dass sie wettbewerbsfähige Performance zu einem niedrigeren Preis als NVIDIAs RTX-Serie bietet.

NVIDIAs Marktanteil liegt seit 2005 über dem AMDs, doch dieser Herbst könnte eine der wettbewerbsstärksten Perioden in der jüngeren Geschichte des Grafikkartenmarktes werden. Trotz des erhöhten Drucks sollte NVIDIA in seinem Gaming-Segment – der größten Sparte des Unternehmens – Wachstum erleben. Lies hier, warum.

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Raytracing-Unterstützung nimmt zu

Derzeit sind die RTX-Karten von NVIDIA die einzigen am Markt, die Raytracing-fähig sind. Das ist ein enormer kurzfristiger Vorteil für das Unternehmen. Raytracing ist nun ein Bestandteil jeder größeren Videospiele-Engine; diese bilden die Basis von Videospielen. Aufgrund dessen sehen wir, dass viele Spieleunternehmen ihre Spiele nun für NVIDIAs RTX-Grafikkarten optimieren.

NVIDIAs Strategie wurde validiert, als eine neue Version von MicrosoftMinecraft – eines der erfolgreichsten Videospiele aller Zeiten – erschien, die Raytracing unterstützt. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. In den nächsten Monaten werden viele Premiumtitel, etwa Activision BlizzardCall of Duty: Modern WarfareUbisoft EntertainmentWatch Dogs: Legion oder Wolfenstein: Youngblood aus dem Hause Bethesda für NVIDIAs RTX-Karten optimiert werden.

Wenn wir weiter in die Zukunft blicken, wird auch Cyberpunk 2077 von CD Projekt Red für RTX optimiert sein. Das Spiel dürfte nach seinem Release im Frühjahr 2020 ein Hit werden. Cyberpunk 2077 wird als eines der besten Spiele des vergangenen Jahrzehnts gesehen, weshalb es sich hier um einen großen Anreiz für Gamer handeln sollte, auf eine RTX-Grafikkarte umzusteigen.

Neue Spiele treiben Upgrades an

Bisher scheint die Nachfrage nach NVIDIAs neuester GPU-Generation solide zu sein. Das Unternehmen berichtete in der letzten Telefonkonferenz mit Analysten im August, dass die Nachfrage nach den RTX-SUPER-Karten, einer neuen Version der RTX-GPUs, stabil sei. Die Gaming-Umsätze nahmen im letzten Quartal um 24 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu, eine deutliche Beschleunigung des Wachstums gegenüber dem ersten Quartal.

In der Telefonkonferenz zum zweiten Quartal sagte CEO Jensen Huang, dass die Adoption der RTX-Karten schneller laufe als die der Pascal-Generation. Das ist eine wichtige Aussage: Pascal war die vorige Generation von NVIDIAs Gaming-GPU, die 2016 auf den Markt kam und ein großer Erfolg für das Unternehmen war. Vom Geschäftsjahr 2016 aus verdoppelten sich die Gaming-Umsätze bis zum Geschäftsjahr 2018, das im Januar des letzten Jahres endete.

Das Gaming-Segment sollte in den nächsten Quartalen solide Umsatzwachstumsraten liefern. Vor allem kurzfristig sollten die Raten im Jahresvergleich sehr positiv ausfallen, da die starke Nachfrage nach den RTX-Karten und die schwachen Verkäufe von Gaming-Grafikkarten in der zweiten Jahreshälfte 2018 aufeinandertreffen.

Der Ausblick des Unternehmens prognostiziert für das nächste Quartal eine starke Verbesserung der Bruttomarge, was an einem besseren Produktmix im Gaming-Geschäft liegen soll. Das impliziert starke Nachfrage für High-End-Karten aus der RTX-Reihe, die höhere Margen aufweisen als günstigere GPUs.

Ein weiterer interessanter Punkt

Investoren sollten sich die Nachfrage nach Gaming-Notebooks ansehen. Diese könnten beim Wachstum von NVIDIAs Gaming-Segment über die nächsten Jahre eine große Rolle spielen.

Gaming-Notebooks sind eine der am schnellsten wachsenden Plattformen in der Videospiele-Industrie. NVIDIA teilt seinen Investoren die Umsätze aus GPU-Verkäufen für Gaming-Notebooks nicht mit. Doch im dritten Quartal des letzten Geschäftsjahres stiegen die Verkäufe von Gaming-Notebooks in China – einer der größten Videospielemärkte der Welt – im Jahresvergleich um 50 %. Und das zu einer Zeit, in der NVIDIA seine Gaming-Sparte aufgrund von zu viel Angebot auf dem Markt schwächeln sah.

Die Max-Q-Technologie von NVIDIA, kombiniert mit der Leistung der RTX, gibt Spielern die Möglichkeit, Videospiele mit den besten Grafikeinstellungen auf einer kompakten und leichten Plattform zu zocken, was gerade zu einer populären Alternative zu einem stationären PC wird. Das Management erwartet, dass die Verkäufe von Gaming-Notebooks im Jahr 2020 stark bleiben werden.

Die nächsten Quartale werden die Richtung für das kommende Jahr diktieren. Eine Wiedergeburt des Gaming-Segments würde für das Geschäftsjahr 2021 Wachstum bei Umsatz und Gewinn bedeuten. Dieses Jahr sollen diese Kennzahlen aufgrund des schwachen Jahresstarts fallen, doch Analysten erwarten derzeit für das nächste Geschäftsjahr ein Umsatz- und Gewinnwachstum von 19,8 beziehungsweise 31,5 %.

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Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Vorstand von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. John Ballard besitzt Aktien von Activision Blizzard und NVIDIA. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Activision Blizzard, Microsoft und NVIDIA. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2021 85 $ Calls auf Microsoft. The Motley Fool empfiehlt Ubisoft Entertainment.

Dieser Artikel erschien am 1.10.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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