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Buy the dip: Ist die Hugo-Boss-Aktie nach dem Absturz interessant?!

Am 10. Oktober hat HUGO BOSS (WKN: A1PHFF) seine vorläufigen Ergebnisse für das dritte Quartal 2019 bekannt gegeben und zeitgleich eine Prognosesenkung herausgegeben – einen Tag darauf wurde die Aktie ziemlich abgestraft und fiel um 9,56 % auf einen Wert von 38,90 Euro (Schlusskurs: 11.10.2019, maßgeblich für alle Berechnungen). Bereits über das gesamte Jahr konnte die Hugo-Boss-Aktie nicht ordentlich performen und liegt, beim zuvor genannten Schlusswert, aktuell 43,61 % unter dem 52-Wochen-Hoch von 68,98 Euro.

Sehen wir uns im Folgenden einmal an, wie die voraussichtlichen Quartalszahlen aussehen und weshalb eine Senkung der Prognose vorgenommen worden ist. Anschließend beschäftigen wir uns kurz mit der aktuellen Bewertung und der Dividendenrendite, um schlussendlich festzuhalten, ob die Aktie von Hugo Boss für Foolishe Investoren interessant sein könnte.

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Ein Blick auf die vorläufigen Ergebnisse

Der Konzernumsatz im dritten Quartal soll, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, von 710 auf 720 Mio. Euro gestiegen sein (plus 1,41 %). Außerdem verzeichnete der eigene Einzelhandel von Boss einen währungsbereinigten Anstieg der Einzelhandelsumsätze um 2 %. Das sind, für mich, sehr moderate Anstiege, zumal ich Hugo Boss als Luxusmarke sehe und daher als Investor davon ausgehe, dass hin und wieder Preiserhöhungen durchgesetzt werden können, um höhere Umsätze zu erzielen. Doch darüber lässt sich sogar hinwegsehen, wenn da nicht das operative Ergebnis (EBIT) wäre.

Dieses lag im dritten Quartal auf vorläufiger Basis bei 80 Mio. Euro und somit 13,04 % unter dem Vorjahreswert in Höhe von 92 Mio. Euro. Bereits im letzten Jahr musste Hugo Boss eine Abnahme von 115 (Q3 2017) auf 92 Mio. Euro (Q3 2018) hinnehmen (minus 20 %) – spätestens hier bekomme ich als Investor Bauchschmerzen. Unter anderem aufgrund des enttäuschenden EBIT hat sich das Management von Hugo Boss dazu entschlossen, den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr anzupassen.

Der Konzernumsatz soll nun, auf währungsbereinigter Basis, im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen (bisher: unteres Ende eines Anstiegs im mittleren einstelligen Prozentbereich). Das operative Ergebnis für das Gesamtjahr soll zwischen 330 und 340 Mio. Euro liegen. Zu dieser Situation soll es laut Pressemitteilung von Hugo Boss gekommen sein, weil sich die anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zunehmend negativ auf die Kundennachfrage auswirkten.

Vor allem in Nordamerika verschlechterte sich das Marktumfeld im Verlauf des dritten Quartals, und belastete so die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns. Außerdem blieben offenbar auch Umsätze aus, die in der Vergangenheit mit Touristen erzielt worden sind. Erschwerend wird das Geschäft in Hongkong seit Beginn der politischen Unruhen und Demonstrationen beeinträchtigt.

Die Bewertung und Dividendenrendite

Alles in allem klingt das nicht nach einem prickelnden Ausblick für mögliche Investoren. Doch sehen wir uns einmal an, ob Hugo Boss sich mit einer attraktiven Bewertung und Dividendenrendite ein wenig aufwerten kann. Auf Basis des Gewinns je Aktie im Jahr 2018 liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei 11,37 – das kann man durchaus als preiswert bezeichnen.

Die gezahlte Dividende für das Geschäftsjahr 2018 lag je Anteilsschein bei 2,70 Euro, was zu einer ansehnlichen Dividendenrendite von 6,94 % führt. Jetzt könnte man meinen, man sei auf ein Schnäppchen getroffen. Ich denke, dass die Aktie derzeit so günstig aussieht und eine recht hohe Dividendenrendite zahlt, da der Aktienkurs innerhalb des letzten Jahres ziemlich steil nach unten gedriftet ist und somit das KGV und die Dividendenrendite künstlich nach oben treibt.

Foolishes Fazit

Die vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal wirken auf mich eher enttäuschend, die vergangene Entwicklung des operativen Ergebnisses sieht in meinen Augen nicht gut aus, und die zukünftigen Geschäftsaussichten kann man an dieser Stelle durchaus infrage stellen – inklusive der Frage, ob der Gewinn und die Dividende je Aktie auch zukünftig so hoch ausfallen werden.

Bei mir persönlich überwiegt die Unsicherheit rund um die Geschäfte von Hugo Boss, weshalb für mich eine Investition in einen Modehändler, wie beispielsweise Zalando (WKN: ZAL111), attraktiver erscheint. Zalando expandiert auf großartige Weise, deckt viele verschiedene Modemarken ab – und ist somit nicht so abhängig von bestimmten Trends und Modeerscheinungen wie eine einzelne Modemarke.

Eins gebe ich jedoch zu: Als Konsument bin ich nach wie vor von den Produkten von Hugo Boss überzeugt. Nur als Investor konnten mich die Metzinger noch nicht begeistern.

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Caio Reimertshofer besitzt Aktien von Zalando. The Motley Fool empfiehlt Zalando.

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