The Motley Fool

Was bringt langfristig mehr Vermögen? 700 € bei 9 % pro Jahr oder 900 € bei 7 % p. a.?

Es gibt drei Dinge, auf die wir beim Investieren einen mehr oder minder großen Einfluss haben. Einerseits ist das die Sparsumme, die wir monatlich für unsere Investitionen und Altersvorsorge beiseite legen können, wobei dieser Betrag natürlich durch unser Gehalt limitiert ist. Andererseits hingegen die Rendite, die jedoch durch unser Können und auch ein Quäntchen Glück bei der Aktienauswahl bestimmt wird.

Zu guter Letzt ist es zudem die Zeit, die wir unseren Investitionen geben. Auch wenn wir die Zeit natürlich nicht kontrollieren können, führt ein Mehr an Zeit häufig zu starken Ergebnissen, da unser Vermögen langfristig durch den Zinseszinseffekt weiter stark wächst.

Wie stark dieser Zinseszinseffekt und auch die Rendite im langjährigen Vergleich sich auswirken, zeigen gängige Rechenbeispiele. Lass uns daher im Folgenden erneut ein weiteres durchspielen mit einer prinzipiell interessanten Ausgangslage.

Die Beispiele im Überblick

Im Folgenden gehen wir nun nämlich davon aus, dass zwei Wege des Vermögensaufbaus unterschiedlich bestritten werden. In einer ersten Variante schafft es jemand, jeden Monat 700 Euro anzulegen und erhält hierbei eine durchschnittliche Rendite von 9 % pro Jahr. Ein Zweiter hingegen schafft es, 900 Euro pro Monat zu investieren, erhält jedoch lediglich eine durchschnittliche Rendite von 7 % pro Jahr.

Grundsätzlich daher zwei spannende Ausgangslagen, die nur leicht voneinander abweichen. Könnte man zumindest denken. Denn das Delta, das diese beiden Investoren haben, beträgt jeweils 22,2 %. Sprich, der erste Investor legt jeden Monat 22,2 % weniger Geld an, erhält dafür jedoch eine um 22,2 % höhere Rendite und beim zweiten ist es umgekehrt.

Wer nun jedoch denkt, dass sich das langfristig irgendwie ausgleicht, ist allerdings schief gewickelt. Denn insbesondere langfristig wird unter diesen Prämissen sehr wohl deutlich, dass eine höhere Rendite mehr Geld schlägt. Und zwar gewaltig. Lass uns daher nun ein wenig in die Zukunft vorspulen und sehen, wie sich der Vermögensaufbau mustergültig innerhalb dieser zwei Beispiele entwickeln würde.

Der Blick nach 30 Jahren

Wie wir mit Blick auf diese zwei Vermögen nämlich feststellen können, gehen die Vermögensentwicklungen hierbei grundsätzlich dennoch relativ weit auseinander, obwohl beide Wege sehr nah beieinander sind. Renditen und Sparpläne liegen eher marginal auseinander, im langjährigen Vergleich werden dennoch bedeutend unterschiedliche Ergebnisse erzielt.

Nach 30 Jahren käme derjenige, der 700 Euro zu einer Rendite von 9 % angelegt hat, so nämlich auf ein Gesamtvermögen in Höhe von 1.200.801 Euro, während der Sparer mit seinen Investitionen in Höhe von 900 Euro es im Gegenzug auf ein Gesamtvermögen von 1.058.858 Euro gebracht hätte. Bemerkenswert hierbei: Beide Investoren wären zwar Millionäre geworden, allerdings ist der Unterschied mit rund 140.000 Euro dennoch sehr signifikant. Man sollte hier schließlich nicht zum Opfer der eigenen Beobachtungen werden, bloß weil die Zahlen an dieser Stelle so groß geworden sind.

Dieses Bild wird umso größer, wenn wir uns die jeweiligen Einspar- und Renditesummen ansehen, die man als Investor  selbst eingezahlt hätte. Bei der 700-Euro-Variante hätte es ein Sparer so nämlich auf Gesamteinzahlungen in Höhe von 252.000 Euro gebracht und eine Rendite in Höhe von rund 948.000 Euro erhalten, der 900-Euro-Sparer hätte hingegen selbst eine Gesamtsumme in Höhe von 324.000 Euro eingezahlt und eine Rendite in Höhe von knapp 735.000 Euro erhalten. Der Unterschied zwischen den Wegen des eigenen Vermögensaufbaus kann somit unterm Strich noch um einen Betrag von rund 72.000 Euro erhöht werden, einfach, weil der Investor mit der höheren Rendite diesen Betrag nicht bloß nicht sparen musste, sondern gleichsam für andere Dinge verwenden konnte.

Kleine Unterschiede mit großen Auswirkungen

Wie wir daher im Endeffekt sehen können, bedeuten kleinere Unterschiede beim eigenen Vermögensaufbau somit langfristig größere Auswirkungen. Die Zeit und die Rendite können hierbei den Geldbetrag, den man monatlich zur Verfügung hat, mehr als kompensieren. Daran sollten Investoren bei ihrem eigenen Weg des Vermögensaufbaus immer denken.

Geld zu verdienen und es beiseite zu schaffen kann somit zwar eine gewisse Anstrengung und einen Mehraufwand wert sein. Letztlich ist es jedoch die Rendite, die den höheren Hebel generiert. Und dieser Hebel erfordert häufig nicht nur Schaffenskraft, sondern Gedankenschmalz. Daher ist Wissen definitiv ein Augenmerk, das die Aufmerksamkeit vieler Investoren verdient hat.

Schalte jetzt den Rendite-Turbo für dein Portfolio ein!

Mit Dividenden-ETFs einfach und bequem ein Zusatz-Einkommen am Aktienmarkt erzielen. In unserem brandneuen, kostenlosen Sonderbericht analysieren wir 3 Dividenden-ETFs, die wir jetzt spannend finden. Klick hier, um diesen Bericht jetzt herunterzuladen.