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3 Gründe, warum ich die BMW-Aktie jetzt nicht im Depot haben möchte

Aktien aus dem Autosektor werden unter Investoren derzeit heiß diskutiert: Handelt es sich bei der derzeitigen Schwäche um eine großartige Kaufgelegenheit oder sollte man das Weite suchen, solange man noch kann? Eine dieser Aktien ist BMW (WKN: 519000). Das Unternehmen muss ich dir wahrscheinlich nicht vorstellen.

In den letzten Monaten lief es für die Münchener nicht optimal: Zwar konnte im ersten Halbjahr 2019 der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht gesteigert werden, doch höhere Umsatzkosten und die Bildung einer Rückstellung in Höhe von 1,4 Milliarden Euro ließen den operativen Gewinn um fast 50 % auf 2,8 Milliarden einbrechen. Der freie Cashflow, der im Vorjahr noch bei 111 Millionen Euro gelegen hatte, betrug im ersten Halbjahr 2019 minus 1,8 Milliarden. Das bedeutet, dass das Unternehmen mehr Geld investiert hat, als das operative Geschäft hereinspülte.

Doch im Gegenzug sieht die Aktie nun ziemlich günstig aus: Auf Basis des für 2019 erwarteten Gewinns kommt sie auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 7,6 (Stand: 09.10.2019). Das könnte den ein oder anderen Schnäppchenjäger dazu veranlassen, hier zuzuschlagen.

Zumindest in mein Depot wird es die BMW-Aktie auch zu diesen Preisen niemals schaffen, da für mich drei entscheidende Gründe gegen ein Investment sprechen. Welche das sind, erfährst du, wenn du weiterliest:

1. BMW verliert bei der Elektromobilität

Der gesellschaftliche und politische Druck aufgrund des Klimawandels zwingt Autohersteller dazu, den Verbrenner durch alternative Antriebe zu ersetzen, wobei das Elektroauto besonders vielversprechend aussieht. Hier war BMW mit dem i3 sogar einmal der deutsche Vorreiter, doch seither hat das Unternehmen nicht viel dafür getan, um seine Spitzenposition zu halten.

Das fällt BMW nun auf die Füße, denn andere Hersteller haben nachgezogen: Volkswagen (WKN: 766403) hat das aus meiner Sicht erste brauchbare Elektroauto aus Deutschland vorgestellt, und Tesla (WKN: A1CX3T) hat sich ohnehin schon einen riesigen technologischen Vorsprung erarbeitet. Dass BMW derart zurückgefallen ist, könnte auch für die im nächsten Jahrzehnt startenden Elektromodelle der Münchner nichts Gutes verheißen.

Fest steht, dass BMW trotzdem gezwungen sein wird, viel in Elektromobilität zu investieren: etwa in Ladenetzwerke oder Forschung und Entwicklung. Die hohen Sachinvestitionen im ersten Halbjahr dürften das Ergebnis dessen sein. Doch ob diese Investitionen sich auch auszahlen werden, ist in Anbetracht der aktuellen Position BMWs höchst unsicher.

2. Das Management zeigt nicht den nötigen Willen

Ein weiterer Punkt, der mich stört, ist, dass das Management nicht den Mut hat, den Konzern grundlegend neu auszurichten, so wie es Herbert Diess bei VW vorgemacht hat. Die Wolfsburger haben etwa in eine eigene Elektroautoplattform investiert, die es ermöglichen sollte, effiziente Stromer zu niedrigen Preisen zu produzieren.

BMWs CEO Oliver Zipse dagegen scheint nicht viel von Neuorientierung und Investitionen in die Zukunft zu halten. Der neue Mini Cooper SE werde auf einer mit „geringem Aufwand und minimalen Kosten” umfunktionierten Verbrenner-Fertigungslinie gebaut, und eine reine Elektroplattform solle es bei BMW auch nicht geben, da man flexibel bleiben wolle. Flexibilität und minimale Kosten hören sich gut an, sind jedoch faule Kompromisse.

Diese werden nicht nur zu schlechteren Leistungsdaten und Preis-Leistungs-Verhältnissen bei BMWs Elektroflotte führen, sondern auch junge Talente verjagen, die die Elektromobilität voranbringen wollen. Beides ist äußerst unvorteilhaft für die Zukunft des Konzerns.

3. Die Zukunft des Automobils

Dieser dritte Punkt gilt nicht nur für BMW, sondern im Grunde für jeden etablierten Hersteller. Das autonome Fahren hat das Potenzial, den Kauf eines eigenen Autos völlig unattraktiv werden zu lassen, da es in Zukunft günstiger sein könnte, Kunde einer vollautonomen Taxiflotte zu sein, die einen bei Bedarf für eine kleine Gebühr von A nach B bringt.

Mehrere Unternehmen, etwa Waymo von Alphabet (WKN: A14Y6F und A14Y6H) und Tesla, arbeiten an genau dieser Vision. Wenn sie irgendwann Wirklichkeit wird, werden es sich viele Leute zweimal überlegen, ob sie mehrere zehntausend Euro für ein eigenes Auto ausgeben wollen. Alle Prognosen zu zukünftigen Autoverkäufen, egal wie diese aussehen, sind angesichts dieser bevorstehenden Disruption sehr kritisch zu beurteilen.

Doch womit sollen BMW und Co dann noch Geld verdienen? Jeder etablierte Autohersteller, der darauf keine vernünftige Antwort hat, könnte aus meiner Sicht in einigen Jahren vor großen Fragezeichen und noch größeren Problemen stehen, weshalb deren Aktien für mich schon heute völlig uninteressant sind.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Tesla. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A- und C-Aktien) und Tesla. The Motley Fool empfiehlt BMW.