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2 Cloudaktien, die Geld regnen lassen könnten!

Foto: Getty Images

Cloudaktien waren in den letzten Jahren fantastische Investments: Seit seinem Börsengang im Oktober 2017 hat MongoDB (WKN: A2DYB1) zum Beispiel eine Rendite von 330 % geliefert. Datadog (WKN: A2PSFR), ein weiteres Cloudunternehmen, feierte kürzlich seinen Börsengang. Der Markt hat hier bereits einen Haufen zukünftiges Wachstum eingepreist – das Unternehmen wird an der Börse zum 40-Fachen der Umsätze bewertet. Wie sieht die Zukunft für diese Software-as-a-Service (SaaS)-Titanen aus?

Ein Cloudmonster

MongoDB ist ein Datenbankunternehmen mit Fokus auf die Cloud. Einer seiner Konkurrenten, Oracle (WKN: 871460), weist eine Marktkapitalisierung von 180 Milliarden Dollar auf, wobei MongoDB derzeit nur auf beschauliche 4,7 Milliarden kommt. Oracles Größe zeigt uns, wie viel Geld sich mit Datenbanksoftware machen lässt (Tipp: sehr viel). Und Oracle war hier lange Jahre führend. Die erste Frage für jeden MongoDB-Investor muss somit lauten: Wie kann unser Unternehmen hier konkurrieren?

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Die Antwort liegt in der laufenden Revolution bei Datenbanksoftware. Die alte Schule, die von Oracle dominiert wird, basiert auf SQL, kurz für „Structured Query Language“. Oracles Software ist auf Daten ausgelegt, die sich in Tabellenkalkulationen wiederfinden. Doch nun tritt die neue Form von Datenbanksoftware auf den Markt: NoSQL, und hier ist MongoDB der Marktführer. Diese Software ist auf unstrukturierte Daten ausgelegt – also im Grunde alles, was sich nicht in einer Tabelle wiederfindet. Überleg mal, was für ein riesiges, unübersichtliches Feld das ist. Zu unstrukturierten Daten zählen zum Beispiel Mails, Blogposts, Kurznachrichten, Videos, Audiodateien, Satellitenbilder, Tabellen an sich, und noch viel mehr.

Oracle hat wunderbare Software, um Daten zu bearbeiten – solange sich diese in Tabellen wiederfinden. Für alle anderen Daten ist NoSQL wesentlich besser geeignet. Es sollte niemanden überraschen, dass Oracles Wachstum angesichts dieser Revolution stagniert. MongoDBs Wachstum dagegen war spektakulär: Es verbuchte letztes Quartal 99,4 Millionen Dollar an Umsätzen, und diese nehmen mit 67 % im Jahr zu. Der echte Bringer war jedoch Atlas, die Clouddatenbanksoftware des Unternehmens, deren Umsätze um sagenhafte 240 % angestiegen sind. Rund ein Drittel von MongoDBs Umsätzen stammt nun von Atlas.

Der Umstieg auf die Cloud hat die Softwareindustrie nun für einige Jahre durchgerüttelt, was nicht nur Oracle zu spüren bekommt: Die SaaS-Revolution findet auf breiter Front statt, sei es IT-Sicherheit, Datenanalyse, Steuersoftware, der Handel oder noch viel mehr. Der Markt hat Cloudunternehmen im Allgemeinen hochleben lassen und einzelne unter ihnen, wie MongoDB, streben nach wesentlich größeren Endmärkten als andere.

Coupa Software (WKN: A2ASF5), ein Unternehmen, das betriebliche Einkaufssoftware in der Cloud bereitstellt, hat seinen Aktionären seit 2017 401 % Rendite gebracht. Zwar mag ich Coupa, doch ich kann dir sagen, dass Einkaufsmanagement (38 Milliarden Dollar) ein wesentlich kleinerer Markt ist als Datenbanksoftware (64 Milliarden Dollar). „Mongo“ ist ein Slang-Begriff, der mit „riesig“ übersetzt werden kann – und die stetige Zunahme an unstrukturierten Daten macht diesen Markt immer riesiger. Der Markt für Datenbanksoftware soll in den nächsten vier Jahren von 64 auf 98 Milliarden Dollar anwachsen. Oracles fehlendes Wachstum deutet darauf hin, dass der Konzern von diesem Wachstum nichts abbekommen wird. Stattdessen wird MongoDB eine Menge dieser Dollars einstreichen.

Der Top-Player bei Datenanalyse

Datadog ist ein weiteres SaaS-Unternehmen, das die Cloud nutzt, um High-End-Software an den Mann zu bringen. Mit Datadogs Software kann ein Unternehmen die Funktion seiner Programme und Anwendungen überwachen und Nutzungsdaten aufzeichnen. Datadog ist das erste Unternehmen, das all dies in einer Lösung vereint, die von Datadog als „eine einzige Glasscheibe“ bezeichnet wird.

Wie viele Cloudunternehmen fährt Datadog eine „Land and Expand“-Strategie. Will heißen: Zunächst sichert man sich ein paar Nutzer innerhalb eines Großunternehmens, durch Mundpropaganda verbreitet sich das Potenzial der Software und immer mehr Mitarbeiter wollen ihren eigenen Zugang haben. Datadogs Softwarelösung ist so populär, dass bestehende Kunden ständig neue Nutzer anschaffen. Das Unternehmen weist eine Umsatz-Retentionsrate von erstaunlichen 146 % auf. Das bedeutet, dass im sehr unwahrscheinlichen Fall einer stagnierenden Nutzerzahl die Erlöse im nächsten Jahr trotzdem um 46 % steigen, alleine durch die bestehenden Kunden.

Zwar ist der Zielmarkt bei Datadog (Analysesoftware) kleiner als bei MongoDB (Datenbanken) – Datadog schätzt seinen adressierbaren Markt auf 35 Milliarden Dollar, was etwas mehr als die Hälfte des adressierbaren Marktes von MongoDB ist. Dennoch weist Datadog derzeit die höhere Marktkapitalisierung auf: Es wird beim 40-Fachen der Umsätze gehandelt, MongoDBs Multiple ist nur halb so hoch.

Die hohe Bewertung der Datadog-Aktien könnte jedoch durch sein Rekordwachstum in der Branche gerechtfertigt werden. Überleg mal, dass Datadogs Software derzeit 10.000.000.000.000 Events am Tag aufzeichnet. Lass diese Zahl einen Moment sacken. Und dann denk daran, dass Gartner zufolge derzeit nur von 5 % aller Anwendungen weltweit Daten aufgezeichnet werden.

Wir müssen uns keine Sorgen machen, dass Datadog – das Unternehmen – ein Gewinner sein wird. Bei der Aktie könnte es jedoch anders aussehen: Wenn ich die beiden Unternehmen vergleiche, würde ich eine Investition in MongoDB vorziehen. Der Gewinner des Datenbankmarktes wird zu einem wesentlich größeren Unternehmen werden als der Gewinner in Sachen Datenanalyse. Dabei ist MongoDB, verglichen mit Datadog, vergleichsweise günstig. Daher geht der Sieg an Mongo.

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Taylor Carmichael besitzt Aktien von Coupa Software und MongoDB. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von MongoDB. The Motley Fool besitzt Aktien von Coupa Software.

Dieser Artikel erschien am 27.9.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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