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Hexagon Composites und 1 weitere Wasserstoffaktie, die jetzt wieder günstig zu sein scheinen

Foto: Getty Images

Viele Wasserstoffaktien rund um Brennstoffzellen und Elektrolyse haben über die letzten Quartale mächtig zugelegt. Wenn die Wasserstoffwirtschaft Realität werden soll, dann werden allerdings auch massenweise Druckbehälter jeder Größe benötigt. Passende Aktien wie etwa von Hexagon Composites (WKN: 904953) und Luxfer Holdings (WKN: A2JSKT) sind derzeit wieder deutlich günstiger zu haben.

Potenziale entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Sobald die Elektrolyseanlage den grünen Wasserstoff (H2) erzeugt hat, muss das flüchtige Gas komprimiert und gespeichert werden, soweit es nicht direkt in ein Leitungsnetz eingespeist wird. Dafür werden Druckbehälter benötigt, von U-Boot-großen stationären Speichern über Containergebinde für den Transport mit Sattelschleppern bis hin zu mehr oder weniger handlichen Größen etwa für den Einsatz in Fahrzeugen. Bis zum Beispiel ein Wasserstoffauto den Kraftstoff im Gaszylinder hat, wird das H2 zuvor in verschiedenen größeren Behältern gespeichert.

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Weil H2 extrem leicht ist, muss es besonders stark komprimiert werden, um die Logistikkosten zu senken. Typischerweise werden 350 bis 900 bar eingesetzt. Das entspricht etwa 9.000 Tonnen Last pro Quadratmeter bzw. fast dem Druck tief unten im Marianengraben. Das ist kaum zu glauben, beantwortet aber die Frage, warum für Hochleistungsdruckbehälter nur die allerstärksten Materialen zum Einsatz kommen — und warum es nur wenige Unternehmen gibt, die entsprechend zertifizierte Produkte herstellen können.

Diese Unternehmen könnten profitieren

Im Moment besteht die grüne Wasserstoffwirtschaft noch aus einem löchrigen Flickenteppich aus Pilotprojekten, während konventioneller Wasserstoff meist direkt bei Verbrauchern wie etwa Raffinerien, Stahlwerken oder Düngemittelfabriken hergestellt wird und der Speicherbedarf begrenzt ist.

Schon in wenigen Jahren könnte die Lage jedoch ganz anders aussehen, wenn die Einzelanwendungen stärker miteinander gekoppelt werden und zentral hergestelltes grünes H2 für Gabelstapler, Busse, die Rückverstromung, Industrieprozesse und anderes eingesetzt wird. Dann wird die Wasserstofflogistik komplexer und die Druckbehälternachfrage könnte geradezu explodieren.

Hexagon Composites
Darauf hofft etwa der Spezialist Hexagon Composites mit seinen Fertigungsstandorten in Norwegen, Deutschland und den USA. Das Produktspektrum des NEL (WKN: A0B733)-Partners umfasst Gaszylinder für den Schwerlastverkehr, für Pkws sowie für den Transport und die Distribution. Schon bevor das erhoffte große Geschäft mit dem Wasserstoff beginnt, ist Hexagon bereits in Bereichen wie Erdgas und Flüssiggas erfolgreich unterwegs und sieht sich als Technologie- und Marktführer bei Druckbehältern aus fortschrittlichen Verbundmaterialien.

Für das erste Halbjahr 2019 wurde eine Umsatzsteigerung von 118 % auf umgerechnet 170 Mio. Euro gemeldet. Unter dem Strich blieb davon ein Nettogewinn von 4 Mio. Euro. Das sind wir von reinen H2-Spezialisten nicht gewohnt. Weiteres Wachstum ist absehbar. Am deutschen Standort wird gerade die Kapazität ausgebaut und von der im Januar abgeschlossenen Übernahme von Agility Fuel Solutions erhofft sich das Unternehmen eine Menge.

Trotzdem ist der Kurs zuletzt vom zwischenzeitlich stark erhöhten Niveau eingebrochen. Eine unerwartete Abschreibung und ein zurückhaltender kurzfristiger Ausblick für einzelne Sparten verschreckte Anleger. Nun ist Hexagon etwa eine halbe Milliarde Euro (Stand 07.10.2019) wert, was angesichts der langfristig ausgezeichneten Aussichten nicht mehr übertrieben wirkt.

Luxfer Holdings
Noch deutlich breiter aufgestellt ist die englische Luxfer, die ich in der Kategorie „Material Science“ einordnen würde. Katalysatormaterialien, Fracking-Chemikalien, Einwegkartuschen zum Essenaufwärmen im Feld und Leichtmetallkomponenten für Sportwagen gehören zu den großen Umsatzbringern. Daneben behauptet der Konzern die Marktführerschaft bei Gaszylindern aus Aluminium und Verbundmaterialien.

In Europa hat Luxfer zuletzt einige Aufträge im Umfeld von Wasserstoffbussen gewonnen und sieht dort zunehmendes Momentum. Zudem ist man bei einigen Wasserstoff-Lkws in Europa und den USA mit Tanksystemen an Bord. Was sich eigentlich ganz erfreulich anhört, sieht beim Aktienkurs ganz anders aus: Der hat seit Juli über 40 % abgegeben. Es läuft ein Umbauprogramm mit Werkschließungen und der Aufgabe von Geschäftsaktivitäten. Außerdem läuft das Fracking-Geschäft aktuell wohl nicht so rund.

Trotz der Belastungen war der Konzern im zweiten Quartal wieder profitabel. Ab 2021 will Luxfer mit einer stark verbesserten Kostenbasis voll durchstarten. Zuvor bietet es sich an, die Aktie schon einmal auf die Watchlist zu setzen.

Nichts überstürzen

Beim Aktienkauf ist hier zu beachten, dass diese Unternehmen in Deutschland nicht immer besonders liquide gehandelt werden. Von daher sollte man sorgfältig den umgerechneten Kurs sowie den Unterschied von Kauf- und Verkaufskurs (Spread) prüfen und keinesfalls unlimitierte Aufträge in den Markt geben.

Nach meiner Einschätzung sind Hexagon Composites und Luxfer zwei spannende Unternehmen, die nun vergleichsweise günstig zu sein scheinen. Allerdings denke ich, dass die Kurse auf absehbare Zeit nicht weglaufen werden. Von daher kann man sich die Unternehmen in Ruhe anschauen und gegebenenfalls im geeigneten Moment zuschlagen.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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