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BASF vs. Nestlé: Auf welche Dividendenaktie ich eher setzen würde!

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Die Volatilität ist zurück und für viele Investoren scheinen zuverlässige Dividendenaktien wieder vermehrt eine Option zu werden. Die regelmäßigen Ausschüttungen geben einem als Anleger schließlich das Gefühl, dennoch Erfolge zu erzielen. Zudem sind viele Aktien mit regelmäßigen Zahlungen eher defensiver Natur und krisenbeständiger – Gründe für Ausschütter scheint es daher einige zu geben.

Aber welcher Ausschütter ist nun der richtige? Eine vom Grundsatz her spannende, beinahe schon philosophische Frage, die uns an dieser Stelle jedoch nicht weiter beschäftigen soll.

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Stattdessen schauen wir uns im Folgenden lieber einmal die Dividendenvorzüge von Nestlé (WKN: A0Q4DC) und BASF (WKN: BASF11) an. Und eine Einschätzung, auf welchen Ausschütter ich momentan eher setzen würde.

Defensiv, aber auch teuer: Nestlé

Eine erste spannende und wirklich zuverlässige Aktie ist zunächst die von Nestlé. Die Schweizer verfügen vom Grundsatz her bereits über ein defensives Geschäftsmodell. Gegessen und getrunken wird schließlich immer und insbesondere die vielen, vielen auch markenstarken Lebensmittel, die zum Reich der Schweizer gehören, beeindrucken.

Das hat zu einer interessanten Dividendenentwicklung geführt. So hat Nestlé in diesem Jahr bereits das 23. Mal in Folge die eigene Dividende angehoben, in lediglich zwei weiteren Erhöhungsschritten winkt zugleich die Eintrittskarte in den Kreis der Dividendenaristokraten. Sprich den Kreis, der bekannt ist für eine soliden und verlässlichen Dividendenhistorien.

Nichtsdestoweniger scheint Nestlé derzeit ein wenig überbewertet. Nach ersten Erfolgen beim Konzernumbau, die definitiv die Gewinne ankurbeln könnten, und nach einer Rallye in diesem Börsenjahr kommt Nestlé bei einer Ausschüttung in Höhe von 2,45 Schweizer Franken für das vergangene Jahr und einem derzeitigen Kursniveau von 106,12 Schweizer Franken lediglich auf eine Dividendenrendite in Höhe von 2,30 %.

Bei einem 2018er-Gewinn je Aktie in Höhe von 3,36 Schweizer Franken beläuft sich hierbei nicht bloß das Ausschüttungsverhältnis auf hohe 72,9 % für eine so überschaubare Dividendenrendite, sondern auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf beachtliche 31,5. Nestlé könnte daher, trotz der defensiven Klasse, gegenwärtig eine teure Angelegenheit sein.

BASF: Konjunktur, Handelskonflikt, aber günstig!

Einen ganz anderen Mix kann hingegen der Chemiekonzern BASF momentan bieten. Wenngleich einen dennoch spannenden Dividendenmix, aber dazu gleich mehr.

BASF macht gegenwärtig nämlich eher eine schwierige Zeit durch. Operativ läuft es, bedingt durch den Handelskonflikt sowie die daraus resultierenden konjunkturellen Sorgen, nicht so rund. Alleine in diesem Jahr soll das Ergebnis erneut um bis zu 30 % zurückgehen, was natürlich heftige Einbußen im Zahlenwerk bedeutet. Nichtsdestoweniger ist all das glücklicherweise noch nicht bei der Dividende angekommen.

So zahlte der Chemiekonzern beispielsweise für das vergangene Geschäftsjahr 2018 eine nette Dividende in Höhe von 3,20 Euro an die Investoren aus, die bei einem derzeitigen Kursniveau von 62,03 Euro einer Dividendenrendite in Höhe von 5,15 % entsprechen würde. Gewiss ein deutlich höheres Kaliber, allerdings scheinbar auch noch immer sehr nachhaltig.

BASF schüttet nämlich bereits seit knapp zehn Jahren stets eine zumindest konstante Dividende an die Investoren aus. Gemäß der eigenen Dividendenpolitik, die mindestens konstante Dividenden vorsieht, soll das auch so bleiben. Und, ja, auch in schwierigeren Zeiten, wie das Management in diesem Jahr bereits betont hat.

Bei einem möglichen 2018er-Gewinn je Aktie in Höhe von ca. 3,60 Euro je Aktie (Pi mal Daumen 30 % runter vom 2018er-Gewinn je Aktie in Höhe von 5,12 Euro) scheint hier die Ausschüttung auch in diesem Jahr noch nicht in Gefahr. Selbst auf dem operativ inzwischen deutlich eingebrochenen Niveau scheinen hier noch immer stabile und verlässliche Dividenden zu schlummern.

Wer die Wahl hat, …

… hat bekanntlich die Qual, und heute ist die Frage, welchen Ausschütter man bevorzugen sollte, gewiss nicht einfach. Nichtsdestoweniger würde ich heute, bei aller verlässlichen Stabilität Nestlés und selbst in Anbetracht des Beinahe-Adels, BASF präferieren. Die Schweizer scheinen in meinen Augen einfach überbewertet zu sein, was hier möglicherweise langfristig lediglich ein begrenztes Potenzial beinhaltet.

BASF hingegen besitzt nicht bloß eine ebenfalls stabile, hohe und noch immer vom Gewinn gedeckte Dividende, sondern zudem eine gewisse Turnaround-Fantasie. Auch wenn hier das Risiko des Zyklikers deutlich höher erscheint, könnte viel Pessimismus bereits eingepreist sein, was langfristig so einige Chancen beinhalten dürfte.

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Vincent besitzt Aktien von BASF.

The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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