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Daimler, Nestlé, Siemens: Das müssen Investoren hier jetzt wissen!

Foto: Getty Images

Die Aktien von Daimler (WKN: 710000), Nestlé (WKN: A0Q4DC) und Siemens (WKN: 723610) haben eigentlich nicht sonderlich viel gemeinsam. Zwei dieser Namen sind zwar im DAX vertreten, die Schweizer würden in diesem Vergleich allerdings außen vor bleiben. Und auch mit Blick auf die jeweiligen Geschäftsmodelle scheinen kaum Überschneidungen vorhanden zu sein.

Was diese Aktien jedoch eint, ist, dass sie allesamt brisante, spannende oder einfach nur strategisch wichtige Neuigkeiten an die Investoren herausgegeben haben. Nehmen wir uns an dieser Stelle daher Zeit für einen Rundumschlag durch die mediale Landschaft und überlegen einmal, was die aktuellen Schlagzeilen bedeuten.

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Daimler: US-Markt vor der Wende?

Der Stuttgarter Premiumautobauer konnte zur Mitte der Woche mit einer Nachricht glänzen, die viele Investoren durchaus aufhorchen lassen dürfte. Im wichtigen US-Markt, neben China noch immer der wichtigste Markt schlechthin, waren die Zahlen für den September möglicherweise besser als erwartet. Jedenfalls besser als die der Konkurrenz.

Mit einem Absatz von 27.433 legten die Automobile der Marke Mercedes-Benz in diesem Markt um rund 5 % zu. Durchaus eine interessante Entwicklung, zumal Volkswagen einen weiteren Rückschlag zu verkraften hatte. Auf Sicht des Gesamtjahres beläuft sich hier das Minus noch immer auf rund 0,5 %.

Dennoch sollten Investoren im Gesamtmarkt der USA noch immer nicht mit einer vorzeitigen Verbesserung der aktuellen Marktbedingungen rechnen. Wie einige Marktbeobachter derzeit resümieren, dürfte der Absatz branchenweit um rund 13 % eingebrochen sein, was im Umkehrschluss bedeutet, dass Daimler hier möglicherweise nur eine kurzfristige Outperformance hingelegt hat.

Nichtsdestoweniger könnte all das noch immer in die vergleichsweise günstigen Bewertung eingepreist sein, zumal der DAX-Autobauer über ein gewisses Überraschungspotenzial verfügen könnte. Wer weiß.

Nestlé: Spartenverkauf abgeschlossen!

Nestlé hingegen kann mit insgesamt eher erfreulichen Nachrichten auf sich aufmerksam machen. So ist dem Schweizer Lebensmittelgiganten der Verkauf einer strategisch nicht mehr wichtigen Sparte gelungen. Nestlé Skin Health ist demnach für 10,2 Mrd. Schweizer Franken an ein Investorenkonsortium rund um EQT und die Abu Dhabi Investment Authority gegangen.

Für Nestlé bedeutet dieser Schritt einen wichtigen Meilenstein im Kontext des aktuellen Konzernumbaus. Nicht nur, dass hier ein großer, womöglich bremsender Block veräußert werden konnte, nein, mit dem Verkauf der Hautgesundheitssparte können sich die Schweizer nun vornehmlich auf das konzentrieren, was sie am besten können: Lebensmittel.

Die 10 Mrd. Schweizer Franken könnten zudem genau zur rechten Zeit kommen. Nestlé plant schließlich, in Zukunft vermehrt in den Veggie-Markt einzusteigen. Auch gehypte vegane Burger sollen demnach im Fokus stehen sowie die Dauerläufer Kaffeeprodukte und Tiernahrung. All das könnte in Zukunft nicht nur weiteres Wachstum bringen und die operative Marge auf das Ziellevel von 18,5 % bis Ende 2020 steigern, sondern auch die notwendigen Mittel bereitstellen, damit die Schweizer in solche Projekte investieren können.

Siemens: Verkauf von Verlustbringer

Zu guter Letzt kann auch Siemens noch mit einem Verkauf auf sich aufmerksam machen. Der deutsche Mischkonzern hat in dieser Woche seine 49%ige Minderheitsbeteiligung an Primetals verkauft. Dieser Anteil geht für eine nicht kolportierte Summe an den japanischen Mehrheitseigentümer Mitsubishi-Hitachi Metals Machinery, der bereits im Vorfeld einen Anteil von 51 % an dem Gemeinschaftsunternehmen hielten.

Für Siemens könnte dieser Schritt ebenfalls eine kleinere operative Bedeutung haben. Mit dem Verkauf trennt sich der DAX-Konzern nämlich von einem Unternehmensanteil, der in der Kategorie Portfolio Companies gebündelt verbucht worden ist. Das sind gewissermaßen die Sorgenkinder, die der Konzern entweder verkaufen möchte oder sich um eine operative Verbesserung bemühen muss.

Scheinbar scheint das Urteil des Konzernmanagements hinsichtlich Primetals gefallen zu sein. Allerdings dürfte dies langfristig lediglich begrenzte Auswirkungen auf das operative Zahlenwerk des DAX-Mischkonzerns haben.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien.

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