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BAT oder Münchener Rück? Auf diese Dividendenperle würde ich jetzt setzen!

Foto: Getty Images

Auch als Einkommensinvestor muss man bei der Auswahl der jeweiligen Dividendenperlen viele Entscheidungen treffen. Auf welchen Ausschütter mit welcher Dividendenrendite soll ich setzen? Wo bewerte ich das Chance-Risiko-Verhältnis aktuell am höchsten? Und, natürlich für viele am wichtigsten: Wo werden auch in den kommenden Jahrzehnten noch immer die stabilsten, verlässlichsten und am stärksten wachsenden Ausschütter lauern?

All das können prinzipiell Fragen sein, die vielleicht auch einige Investoren im Dunstkreis von British American Tobacco (WKN: 916018) sowie der Münchener Rück (WKN: 843002) bewegen. Beide zählen zu den solideren Ausschüttern – zumindest gemäß der jeweiligen Historie –, beide bieten dennoch ganz unterschiedliche Chance-Risiko-Verhältnisse. Schauen wir daher im Folgenden einmal, welcher Mix hier für welchen Investor geeignet sein könnte.

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British American Tobacco: Nur für Mutige?

Der britische Zigarettenhersteller British American Tobacco, kurz BAT, bringt hierbei zunächst eine ganze Palette an durchaus attraktiven Merkmalen mit. Bei einer derzeitigen vierteljährlichen Ausschüttung in Höhe von 50,75 Pence und einem Kursniveau von 30,21 Pfund Sterling winkt hier eine überaus attraktive Dividendenrendite von 6,71 % pro Jahr, die zudem auch sehr nachhaltig zu sein scheint.

British American Tobacco erhöht so einerseits inzwischen seit 18 Jahren in Folge stets die eigene Ausschüttung, was nicht bloß sonderlich verlässlich, sondern auch verlässlich wachsend ist. Sondern dieser Ausschüttungssumme in Höhe von insgesamt 2,03 Pfund Sterling steht gegenwärtig auch ein 2018er-Gewinn je Aktie in Höhe von 2,64 Pfund Sterling gegenüber. Dadurch beläuft sich hier das Ausschüttungsverhältnis auf knapp 77 %, was noch immer recht nachhaltig ist.

In den vergangenen Jahren verzeichnete BAT hierbei zudem auch ein verlässliches operatives Wachstum. Alleine in den vergangenen fünf Jahren stieg der Gewinn je Aktie von 2,05 Pfund Sterling auf den aktuellen Gewinn von 2,64 Pfund Sterling, was immerhin einem Zuwachs von 28,7 % innerhalb dieses Zeitraums entspricht. Objektiv scheint hier eigentlich vieles in Ordnung zu sein.

Der Grund, weshalb die Dividendenrendite jedoch vergleichsweise hoch ist, hängt mit einer gewissen Skepsis gegenüber der Zigarettenbranche zusammen. Viele Staaten gehen immer weiter gegen die Branche vor, zuletzt nicht bloß mit Preiserhöhungen, sondern teilweise sogar mit möglichen Verboten und Einschränkungen in der alltäglichen Nutzung. Nichtsdestoweniger haben diese Restriktionen hier noch zu keinerlei Einbußen im operativen Verlauf – bis jetzt – geführt, was hier durchaus einige Dividendenchancen offenbaren könnte.

Münchener Rück: Evergreen der Ausschütter?

Der Rückversicherer Münchener Rück kann hingegen mit einer deutlich geringeren, wenngleich jedoch noch immer durchaus interessanten Dividendenrendite glänzen. Im vergangenen Jahr schüttete der DAX-Konzern 9,25 Euro je Aktie an die Investoren aus, was bei einem derzeitigen Kursniveau von 236,50 Euro einer Dividendenrendite in Höhe von 3,91 % entsprechen würde.

Auch hier existieren viele – wohl auch hinlänglich bekannte – Faktoren, die diesen Ausschütter so besonders machen. So ist die Dividende in den vergangenen 50 Jahren stets konstant gehalten worden, zudem stieg die Ausschüttungssumme innerhalb der letzten zehn Jahre von 5,50 Euro auf das aktuelle Niveau, was ein moderates Wachstum impliziert. Bei einem 2018er-Gewinn je Aktie in Höhe von 15,53 Euro beläuft sich das Ausschüttungsverhältnis hier auf knapp 60 %, was noch immer moderat ist und durchaus Raum für weiteres Wachstum ließe. So weit zu den Basics.

Zum erweiterten Kreis dieses interessanten Dividendenmodells zählt zudem ein sehr verlässliches operatives Geschäft. Als Rückversicherer werden die Leistungen des DAX-Unternehmens schließlich immer gefragt sein, solange es Versicherungen und Vermögenswerte gibt. Auch wenn eine gewisse Konkurrenz in der jüngeren Vergangenheit auch durch marktfremde Akteure auf der Suche nach Rendite grundsätzlich besteht. Dennoch brauchen sich Investoren hier für die Zukunft nur wenig Sorgen zu machen.

Zumal die Prognosen hier sogar weiteres Wachstum bescheinigen. In den kommenden Monaten bis Ende des Geschäftsjahres 2020 möchte der Rückversicherer den operativen Gewinn von 2,3 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2018 auf 2,8 Mrd. Euro steigern, was einem Gewinnwachstum von 21,7 % in lediglich zwei Jahren entsprechen würde. Zudem bildet der Rückversicherer seit vielen Jahren eine Schwankungsrückstellung eigens für die Dividende, um auch in operativ schwierigen Jahren hier zahlungsfähig zu bleiben.

Sowohl das Geschäftsmodell als auch die Dividende ruhen hier somit auf einem stabilen, verlässlichen und sogar momentan wachsenden Fundament. Die Münchener Rück kann somit eine interessante Dividendenbasis sein.

Wenn ich nur einen wählen dürfte …

Wenn ich daher nur eine Aktie für mein Dividendenportfolio wählen dürfte, wäre das mit Sicherheit im heutigen Vergleich die Münchener Rück. Die Historie, die Aussichten und das Geschäftsmodell spiegeln trotz der Risiken, die hier versichert werden, große Stabilität wider – das macht sich auch bei den Ausschüttungen bemerkbar.

Die Aktie von British American Tobacco ist ebenfalls interessant, speziell auf dem derzeitigen Niveau, kann jedoch aufgrund des branchenspezifischen Gegenwinds in meinen Augen nicht mit den defensiven Qualitäten des Rückversicherers mithalten.

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Vincent besitzt Aktien von British American Tobacco und der Münchener Rück.

The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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