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Novo Nordisk und Fresenius – Zwei Weltklasseaktien aus Europa!

Europa wurde in den vergangenen Jahren wirtschaftlich in vielen Bereichen abgehängt. Insbesondere in den Märkten der Zukunft, wie Technologie oder Mobilität, haben die USA und China mittlerweile einen nahezu uneinholbaren Vorsprung. Die Gesundheitsbranche ist einer der wenigen Bereiche, in denen noch starke Unternehmen aus Europa vertreten sind. Mit Novo Nordisk (WKN: A1XA8R) und Fresenius (WKN: 578560) gibt es zwei Unternehmen, die zu den internationalen Topkonzernen auf ihrem Gebiet gehören und gleichzeitig in einem Markt agieren, der aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren wachsen wird.

Wie verdienen Fresenius und Novo Nordisk ihr Geld?

Um bewerten zu können, ob ein Unternehmen in Zukunft Erfolg haben kann, muss man verstehen, wie es Geld verdient. Sowohl Novo Nordisk als auch Fresenius sind in der Gesundheitsbranche tätig. Trotzdem stehen sie kaum in Konkurrenz zueinander, da sich die beiden Unternehmen auf verschiedene Teilbereiche der Gesundheitsbranche konzentrieren.

Novo Nordisk ist ein dänisches Unternehmen, das sich bereits seit mehr als 95 Jahren mit der Erforschung und Produktion von Insulin zur Bekämpfung von Diabetes beschäftigt. Bekannt ist das Unternehmen in erster Linie für die Erfindung des NovoPen. Dieser ermöglichte es Diabetikern erstmals, sich selbst auf eine einfache Art und Weise Insulin zu verabreichen. Mittlerweile verwenden mehr als 29 Millionen Diabetiker weltweit die Produkte von Novo Nordisk und machen den dänischen Konzern damit zum weltweit führenden Konzern in der Diabetesversorgung. Novo Nordisk hat zwar noch Produkte gegen Hämophilie, Adipositas und Wachstumsstörungen im Sortiment, von den rund 15 Mrd. Euro Umsatz im Jahr 2018 wurden jedoch 81 % mit Mitteln aus dem Bereich Diabetes gemacht.

Das DAX-Unternehmen Fresenius teilt sich in vier Geschäftsbereiche auf. Einer davon umfasst die Tochter Fresenius Medical Care (WKN: 578580), die ebenfalls im DAX gelistet ist. Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Patienten mit chronischem Nierenversagen und konnte 2018 einen Umsatz von 16,5 Mrd. Euro erwirtschaften. Der zweite Bereich umfasst mit Fresenius Helios Europas größten privaten Betreiber von Kliniken. Mehr als 100.000 Helios-Mitarbeiter erwirtschafteten 2018 einen Umsatz von knappen 10 Mrd. Euro. Zudem setzte Fresenius 2018 im Bereich Kabi eigene Medikamente und Medizinprodukte im Wert von 6,5 Mrd. Euro um. Der kleinste Bereich ist Fresenius Vamed, dieser beschäftigt sich mit der Planung, dem Bau und dem Management von Gesundheitseinrichtungen. 2018 erwirtschaftete Fresenius Vamed einen Umsatz von knappen 1,7 Mrd. Euro.

Gesellschaftliche Trends lassen eine positive Zukunft erwarten

Sowohl Novo Nordisk als auch Fresenius nehmen in ihren jeweiligen Nischen innerhalb der Gesundheitsbranche führende Positionen ein. Das Ganze würde natürlich nichts nützen, falls die Branche an sich schrumpfen würde. Dann wäre es auch für den jeweiligen Marktführer schwer, in Zukunft den Gewinn zu steigern. Daher muss man sich die Frage stellen, ob die Gesundheitsbranche in Zukunft wachsen wird.

Mit Blick auf die demografische Entwicklung erkennt man, dass der Markt für Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema „Gesundheit“ bis 2030 stark wachsen wird. Grundsätzlich gibt es eine Korrelation zwischen dem Alter eines Menschen und dem Bedürfnis nach Gesundheitsleistungen. Das bedeutet, je älter ein Mensch wird, desto mehr Geld gibt er im Durchschnitt für seine Gesundheit aus.

Alleine in Deutschland wird die Zahl der über 65-Jährigen bis zum Jahr 2030 um 38 % steigen. In den Jahren nach 2030 wird sich dieser Trend dann sogar noch verstärken, da die geburtenstarken Jahrgänge aus den 1950er- und 1960er-Jahren die Schwelle von 80 Jahren überschreiten. Daher wird es bis 2030 alleine in Deutschland eine altersbedingte Zunahme von Diabetikern um rund 3 Millionen geben. So traurig es auch ist, aber diese Menschen sind alle potenzielle Patienten von Novo Nordisk.

Das Phänomen einer immer älter werdenden Bevölkerung ist aber kein rein deutsches Problem, sondern lässt sich weltweit in sämtlichen Industrieländern beobachten. Bis 2050 werden laut einer US-Studie mehr als 2 Milliarden Menschen über 60 Jahre alt sein. Zum Vergleich, 2014 waren es nur rund 700 Millionen. Daher ergeben sich für die Konzerne aus der Gesundheitsbranche in den kommenden Jahren große Potenziale, um auf einem wahrscheinlich stark wachsenden Markt ihre Umsätze und Gewinne zu steigern.

Geeignet zur Stärkung des europäischen Anteils im Depot

Was kann man nun als Privatanleger aus diesen Erkenntnissen mitnehmen? Novo Nordisk und Fresenius sind zwei Unternehmen mit einer langen und erfolgreichen Historie. Novo Nordisk zahlt seinen Aktionären seit 18 Jahren eine jährlich steigende Dividende und Fresenius steigert die Dividende sogar schon seit 27 Jahren jedes Jahr und ist damit der einzige Dividendenaristokrat im DAX. Aber nicht nur die Dividende ist bei den beiden Gesundheitswerten sehr interessant. Novo Nordisk konnte in den vergangenen zehn Jahren einen Kursgewinn von 457 % verbuchen und Fresenius kommt trotz einer kleinen Schwächephase in den letzten zwei Jahren auf eine 10-Jahres-Rendite von 286 % (Stand: 26.09.2019). Damit gehört Fresenius nach Kursperformance zu den Top-5-Werten des DAX in den letzten zehn Jahren. Novo Nordisk würde sogar auf dem vierten Platz in diesem Ranking liegen.

Alles in allem haben sowohl Novo Nordisk als auch Fresenius in der Vergangenheit bewiesen, dass sie hoch erfolgreich sein können. Sie beherrschen ihre jeweiligen Märkte und durch die demografische Entwicklung werden diese Märkte in den nächsten Jahren weiter wachsen. Daher sind Novo Nordisk und Fresenius aus meiner Sicht zwei Unternehmen, die sich ein Foolisher Investor genauer anschauen sollte, wenn er langfristig erfolgversprechende Werte aus Europa für sein Depot sucht.

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Robin Gey besitzt Aktien von Fresenius und Novo Nordisk.

The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool hält und empfiehlt Aktien von Fresenius.