The Motley Fool

Top Aktien für Oktober 2019

Stefan Naerger: Activision Blizzard

Zum Herbstbeginn steht die Aktie der Gaming-Profis von Activision Blizzard (WKN: A0Q4K4) bei mir ganz oben auf der Einkaufsliste. Denn bei knapp 55 US-Dollar kann man das gute Stück nur als absolutes Schnäppchen bezeichnen (Stand: 19.09.2019).

Ja, bis zum Allzeithoch von über 80 US-Dollar ist es noch ein weiter Weg. Bis zum Weihnachtsgeschäft allerdings nicht – und für diese beste aller Zeiten, um sich zu Hause vor dem Monitor einzumummeln, hat Activision Blizzard einige heiße Eisen im Feuer. Insbesondere die für Oktober geplante Neuauflage des Klassikers Call of Duty: Modern Warfare sieht äußerst interessant aus. Erstmals sollen Spieler von PC, PS4 und XBOX reibungslos gegeneinander antreten können. Funktioniert das neue Crossplay-Modell wie erwartet, könnte das neue CoD alle bisher bekannten Umsatzrekorde knacken.


Frank Seehawer: secunet Security Networks

Für den Monat Oktober ist mein Favorit die secunet Security Networks (WKN: 727650). Die operativen Geschäfte des deutschen Anbieters für anspruchsvolle IT-Sicherheit scheinen gut zu laufen. Zuletzt ehöhte das Unternehmen ein weiteres Mal seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2019.

Nunmehr soll ein Umsatz von etwa 210 Mio. Euro bei einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von etwa 32 Mio. Euro erreicht werden. Bereits im Mai 2019 wurden die Prognosen auf 190 Mio. Euro Umsatz und ein EBIT von 30 Mio. Euro erhöht.

Die zuletzt gezahlte Dividende von 2,04 Euro könnte so im kommenden Jahr weiteren Auftrieb bekommen. Daumen rauf!


Ralf Anders: TE Connectivity

Die in Schaffhausen angesiedelte TE Connectivity (WKN: A0RP04) dürfte ein großer Profiteur der Mobilitätswende sein. Sie liefert die Stecker, Schalter, Kabel und Sensoren, die für Elektrofahrzeuge in großem Umfang gebraucht werden. Zudem wurde beispielsweise mit Ubitricity aus Berlin ein smartes Ladesystem entwickelt und beim Wasserstoff-Truck von Nikola ist TE auch engagiert.

Da der Transportsektor rund 60 % des Geschäfts ausmacht, gab es auch hier zuletzt einen Dämpfer. Mit einer bereinigten operativen Marge von 18,6 % ist man aber weiterhin ordentlich unterwegs und hat sich im Mitbewerbervergleich gut geschlagen. Mit der aktuellen Übernahme von First Sensor stärkt TE seine Technologieposition zusätzlich und ist deshalb nun besonders interessant.


Caio Reimertshofer: Schaeffler

Meine Top-Aktie für den Monat Oktober ist die von Schaeffler (WKN: SHA015). Der Aktienkurs des Automobil- und Industriezulieferers konnte seit August zwar etwas aufwerten, dennoch ist das Unternehmen auf Basis eines Kurs-Gewinn-Verhältnisses von nur 5,79 (Schlusskurs: 18.09.2019, maßgeblich für alle Berechnungen) günstig bewertet.

Hinzu kommt eine durchaus hohe und attraktiv wirkende Dividendenrendite in Höhe von 7,15 % – das ist mal eine Ansage! Foolishe Investoren sollten vor allem die operativen Aussichten des Unternehmens weiterhin beobachten und ein Augenmerk auf die Produkte legen, die Schaeffler zukünftig entwickeln und verkaufen möchte – denn hier könnte das eine oder andere versteckte Potenzial lauern.


Florian Hainzl: Abiomed

Zuletzt bin ich auf die Aktie von Abiomed (WKN: ABMD) gestoßen, die aktuell ca. 60 % entfernt von ihrem 52-Wochen-Hoch gehandelt wird. Zugegeben, der Preis war übertrieben und der Kurssturz gerechtfertigt, schließlich beträgt das erwartete KGV für das Geschäftsjahr 2020 bei einem Kurs von 192,76 US-Dollar (20.09.2019) noch immer sportliche 37,42.

Allerdings glaube ich, dass der aktuelle Preis äußerst fair ist. Das Unternehmen hat mit seinen speziellen, technologisch führenden Herzpumpen ein Monopol in einem 6-Mrd.-US-Dollar-Markt. Das Geschäft unterliegt keinen Wirtschaftszyklen und das Unternehmen ist schuldenfrei. Man erhält ein sehr starkes Umsatzwachstum, das auch in den nächsten Jahren im Durchschnitt über 20 % betragen sollte, und eine EBIT-Marge von aktuell ca. 30 %. Kurzfristig dürfte zudem ein Aktienrückkaufprogramm über 200 Mio. US-Dollar den Kurs stützen.


Christof Welzel:  Graubuendner Kantonalbank

Die Graubuendner Kantonalbank (WKN: 870191) sitzt in Chur (Schweiz) und konzentriert ihre Geschäfte regional auf die Schweiz. Sie besitzt etwa 52 Filialen im Kanton Graubünden und tritt als Universalbank auf. Zu den Aktivitäten gehören Anlageberatung, Vermögensverwaltung, Hypotheken & Kredite, Konten, Vorsorgeplanung als auch Zahlungsdienstleistungen und Versicherungen für Firmen. Hinter dem Institut steht der Kanton Graubünden, der zu 84,5 % beteiligt ist.

Die Graubuendner Kantonalbank besteht bereits seit 1870 und hat somit schon sehr viele Rezessionen überstanden. Das Institut schüttet kontinuierlich einen Teil seiner Gewinne aus. Seit 2006 stieg die Ausschüttung von 26 auf zuletzt 40 Schweizer Franken, was beim aktuellen Kurs noch einer Dividendenrendite von 2,76 % (04.09.2019) entspricht.


Peter Roegner: Fresenius AG

Auf der Suche nach konservativen Aktien, die deinem Depot in turbulenten Zeiten etwas Stabilität verleihen, bin ich auf die Fresenius AG (WKN: 578560) gestoßen.

Hinter dem Gesundheitskonzern liegen unruhige Jahre, die der Aktie auf Sicht von 36 Monaten die rote Laterne im DAX beschert haben.

Aber das macht das Papier nur interessanter. Bei einem erwarteten Gewinn von etwa 3,40 Euro pro Aktie für 2019 liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) nur bei ungefähr 13. Mit gezielten kleineren bis mittleren Akquisitionen will der Konzern seine Stellung als wichtiger Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für den Gesundheitssektor langfristig ausbauen. Für zusätzliches Gewinnwachstum soll ein schlankeres Arbeiten sorgen.

Und nicht zu vergessen: Mit 26 Dividendenerhöhungen in Folge ist Fresenius der einzige deutsche Dividendenaristokrat.


Dennis Zeipert: Microsoft

Mein Favorit für Oktober ist die Microsoft (WKN:870747) -Aktie. Microsoft ist zwar bereits das wertvollste börsennotierte Unternehmen weltweit, aber das bedeutet aus meiner Sicht keineswegs, dass die Aktie zu teuer ist.

Beispielsweise hat sich das Wachstum von Umsatz und Gewinn über die letzten Jahre weiter beschleunigt, sodass im abgelaufenen Geschäftsjahr auf vergleichbarer Basis ein Gewinnanstieg von 22 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielt wurde. Microsoft hat also einfach mal fast 7 Mrd. Dollar an zusätzlichen Gewinnen aus dem Arm geschüttelt.

Und es deutet alles darauf hin, dass das rasante Wachstum auch in absehbarer Zukunft weitergehen kann, was die Aktie zu einem meiner Favoriten macht.


Vincent Uhr: Baidu

Meine Top-Aktie für den Monat Oktober ist definitiv die von Baidu (WKN: A0F5DE). Der Grund hierfür ist eigentlich relativ simpel und hängt vornehmlich mit der vergleichsweise geringen Bewertung zusammen, die dieser chinesische Internetstar aktuell vorweisen kann.

Alleine in den vergangenen zwölf Monaten ist die Baidu-Aktie um mehr als 50 % eingebrochen. Nichtsdestoweniger steht dieser Internetakteur seinem US-Pendant Alphabet eigentlich in wenigen Dingen nach. Ob Marktführerschaft im Suchmaschinengeschäft im Reich der Mitte, autonomes Fahren oder auch KI-Lösungen, all das kann Baidu ebenfalls bieten.

Mit seiner derzeitigen Marktkapitalisierung von rund 35 Mrd. US-Dollar ist Baidu allerdings noch viel preiswerter bewertet als Alphabet. Eine Diskrepanz, die möglicherweise über die kommenden Jahre ausgeglichen werden könnte, was dieses chinesische Papier in dieser aktuellen Korrektur nur umso interessanter werden lässt.


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Vincent Uhr besitzt Aktien von Baidu. Dennis Zeipert besitzt Microsoft-Aktien. Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. Stefan Naerger besitzt keine Aktien von Activision Blizzard. Frank Seehawer besitzt keine der erwähnten Aktien. Ralf Anders besitzt keine Aktien von TE Connectivity. Peter Roegner besitzt keine der im Text genannten Aktien. Florian Hainzl besitzt Aktien von Abiomed. Caio Reimertshofer besitzt keine Aktien von Schaeffler. Teresa Kersten, Mitarbeiterin bei Linkedin, einem Tochterunternehmen von Microsoft, ist Mitglied im Vorstand von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Abiomed, Activision Blizzard, Baidu und Microsoft und hat folgende Optionen: Long Januar 2021 $85 Calls auf Microsoft. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.