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Oh nein! HolidayCheck-Aktie wegen Thomas-Cook-Insolvenz unter Druck

Ei, ei, ei, was ist nur mit der Aktie von HolidayCheck (WKN: 549532) los? Nachdem das Management erst am 19.09.2019 die Umsatz- und Ergebnisprognose aufgrund einer schlechter als erwarteten Geschäftsentwicklung im dritten Quartal für das Geschäftsjahr 2019 nach unten korrigiert hat, folgt wenige Tage später, am 25.09.2019, eine weitere negative Anpassung der Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Gerät die HolidayCheck-Aktie nun dauerhaft unter Druck oder wie lassen sich diese zwei knapp aufeinanderfolgenden Ad-hoc-Meldungen erklären?

Die Thomas-Cook-Insolvenz belastet

Die erste Prognosesenkung beruht, wie bereits erwähnt, darauf, dass die Geschäftsentwicklungen im dritten Quartal unter den Erwartungen liegen. Außerdem rechnet man damit, dass man im vierten Quartal nicht genug rausholen können wird, um die Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres, die ebenfalls etwas schwächer ausfiel, zu kompensieren.

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Mit der zweiten Prognosesenkung untermauert man im Grunde genommen die verhaltenen Annahmen für das vierte Quartal und berechnet nun weiter die Insolvenz von Thomas Cook (WKN: A0MR3W) mit ein, die sich als schwerwiegender, negativer Sondereffekt entpuppen wird. Die Insolvenz führt zu Forderungsausfällen, Rückforderungen aus der Anfechtung bereits geleisteter Zahlungen sowie mit Sicherheit auch zu weiteren Sonderbelastungen bei HolidayCheck.

Es ist nämlich nicht nur die Insolvenz des britischen Mutterkonzerns, die hier belastet, sondern vor allem die der deutschen Reiseveranstalter, die zum insolventen Mutterkonzern gehören. Hierzulande haben die Veranstalter Thomas Cook, Neckermann Reisen, Bucher Reisen & Co stets viele Pauschalreisen und Einzelleistungen an Urlauber verkauft – und ich bin mir sicher, dass viele davon über HolidayCheck vermittelt worden sind. Diese Ausfälle, beispielsweise durch ausstehende Provisionszahlungen, werden also den Umsatz und das operative EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) mitunter kräftig belasten.

Langfristig denken

Es ist gut, dass das Management von HolidayCheck den Mut hat, gleich eine weitere Prognosesenkung herauszugeben und somit für möglichst viel Transparenz bei den bestehenden Aktionären und möglichen Investoren sorgt. Die Zukunft wird zeigen, wie der deutsche Reisemarkt auf diese neuen Gegebenheiten reagieren und wie die Insolvenz der deutschen Thomas-Cook-Reiseveranstalter schlussendlich verlaufen wird.

Nach neuesten Angaben plant HolidayCheck nun mit einer Steigerung der Umsatzerlöse von 1 bis 4 % sowie einem operativen EBITDA zwischen 2,0 und 6,0 Mio. Euro – immerhin, ein wenig Wachstum bleibt noch übrig. Foolishe Investoren sollten über diese harte, aber kurzfristige Sonderbelastung hinwegsehen und weiterhin das Augenmerk auf die langfristige Entwicklung des Unternehmens legen, denn dort lauert die wahre Renditechance für geduldige Investoren.

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Caio Reimertshofer besitzt Aktien von HolidayCheck. The Motley Fool empfiehlt Holidaycheck.

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