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Diese 2 Cannabis-Unternehmen stecken über 1 Million Dollar in die Legalisierung von Marihuana – lohnt sich das?

Foto: Getty Images

Sollte frei verkäufliches Marihuana im US-Bundesstaat Florida legalisiert werden? Das ist die Frage, von der viele hoffen, dass sie bei der Wahl im kommenden Jahr mit auf der Agenda steht. Dann könnten nämlich die Bewohner des Sunshine State entscheiden. Solche Initiativen benötigen viel Geld, um überhaupt erst auf den Stimmzettel zu kommen. Deswegen haben zwei Cannabis-Unternehmen große Wetten am Laufen, dass Florida zu elf anderen US-Bundesstaaten aufschließen könnte, die bereits den freien Verkauf von Cannabis legalisiert haben.

MedMen Enterprises (WKN: A2JM6N) und das private Unternehmen Surterra Wellness haben jeweils 545.000 USD zu Make It Legal Florida beigetragen, einer Organisation, die gegründet wurde, um eine Verfassungsänderung auf Floridas Stimmzettel 2020 zu setzen. Ziel: den Verkauf von Cannabis zu legalisieren. Werden sich die großen Wetten dieser Unternehmen auszahlen?

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Floridas Legalisierungsbewegung

Make It Legal Florida ist nicht die einzige Gruppe, die daran arbeitet, Cannabis im Staat zu legalisieren. Die Marihuana-Aktivistengruppe Regulate Florida hat bereits die Mindestzahl gültiger Unterschriften gesammelt, die erforderlich ist, um eine gerichtliche Überprüfung durch den Obersten Gerichtshof Floridas und eine Überprüfung der finanziellen Auswirkungen einzureichen. Es gibt noch drei andere Anträge auf Verfassungsänderungen für die Legalisierung von frei verkäuflichem Marihuana in Florida.

Die von Make It Legal Florida vorgeschlagene Verfassungsänderung hat jedoch wahrscheinlich die besten Erfolgsaussichten. Warum? Kurze Antwort: Geld. Es ist teuer, eine Kampagne zu starten, um in Florida eine Änderung überhaupt erst auf den Wahlzettel zu bringen. Der Staat verlangt von den Befürwortern einer Änderung, gültige Unterschriften in Höhe von 8 % der gesamten in Florida abgegebenen Stimmen bei den letzten Präsidentschaftswahlen zu sammeln – über 76.000 Unterschriften, die auf der Abstimmung Floridas im Jahr 2016 basieren.

Make It Legal Florida berichtete von fast 1,1 Millionen USD, die bei der Einreichung der Finanzunterlagen bei der Florida Division of Elections im September eingesammelt wurden. Diese Gesamtmenge liegt bislang weit über den Bemühungen aller anderen Initiativen.

Es ist nicht verwunderlich, dass MedMen einen großen Beitrag geleistet hat, um Make It Legal Florida zu finanzieren. Einer der Lobbyisten von MedMen, Nick Hansen, fungiert als Vorsitzender der Organisation. Der kalifornische Cannabis-Einzelhändler eröffnete im Juni seine erste Cannabis-Apotheke in West Palm Beach, Florida. MedMen will bis Ende dieses Jahres weitere elf medizinische Läden in Florida eröffnen.

Surterra Wellness aus Atlanta hat ebenfalls ein Motiv: Das Unternehmen betreibt 31 medizinische Cannabis-Läden im gesamten Sunshine State. Surterra rangiert derzeit auf dem zweiten Platz hinter Trulieve Cannabis (WKN: A2N60S), was den gesamten THC- und CBD-Umsatz im Staat Florida angeht.

Die große Chance

Wie hoch ist der Preis eines legalen Marihuana-Marktes in Florida? Riesig. Basierend nur auf dem Verkauf von medizinischem Cannabis ist der Staat auf dem besten Weg, innerhalb der nächsten drei Jahre der drittgrößte legale Cannabismarkt in den USA zu werden. ArcView Market Research und BDS Analytics erwarten, dass Floridas medizinischer Cannabis-Umsatz bis 2022 1,7 Milliarden USD übersteigen wird.

Der Markt für frei verkäufliches Marihuana in Florida wäre mit ziemlicher Sicherheit noch viel größer. Florida hat hinter Kalifornien und Texas die drittgrößte Bevölkerungszahl in den USA. Der legale Marihuana-Markt in Kalifornien sollte sich bis 2022 auf 7,7 Milliarden USD belaufen. Floridas Marktgröße könnte fast die Hälfte davon erreichen.

Aber Kalifornien als Maßstab zu nehmen, könnte zu pessimistisch sein. Der Staat hat seine Einführung des legalisierten Freizeittopfes im vergangenen Jahr verpfuscht, indem er hohe Steuern und unnötige Vorschriften einführte, die das Wachstum beeinträchtigten.

Colorado könnte der bessere Vergleich sein. Der legale Marihuana-Markt in Colorado soll bis 2022 auf rund 2,5 Milliarden USD wachsen. Floridas Bevölkerung ist etwa 3,7 mal so groß wie die von Colorado, was bedeutet, dass der legale Cannabis-Markt in Florida mehr als 9 Milliarden USD betragen könnte, sollte sich die Legalisierung am Ende durchsetzen.

Lohnt sich die Initiative?

Obwohl MedMen und Surterra große Wetten auf die Legalisierung von Cannabis in Florida am Laufen haben, gibt es keine Garantie, dass sie am Ende auch von Erfolg gekrönt sein werden. Rechtsanwalt John Morgan, Gründungspartner der Anwaltskanzlei Morgan & Morgan, schätzt, dass es mindestens 10 Millionen USD und vielleicht bis zu 15 Millionen USD kosten könnte, um die Bemühungen zu finanzieren, alle erforderlichen Unterschriften zu sammeln, um eine Verfassungsänderung zur Legalisierung von Freizeitmarihuana auf Floridas Stimmzettel im Jahr 2020 zu setzen.

Morgan hat persönliche Erfahrungen in dieser Hinsicht. Er trug bereits fast 7 Millionen USD zur Florida-Initiative 2016 zur Legalisierung von medizinischem Marihuana bei.

Man muss auch bedenken, dass es mit einen Änderungsantrag auf dem Wahlzettel nicht getan ist. Mindestens 60 % der abgegebenen Stimmen sind erforderlich, um die Initiative zu verabschieden. Das sollte jedoch erreichbar sein, da eine kürzlich durchgeführte Umfrage ergab, dass 67 % der Bewohner die Legalisierung von frei verkäuflichem Cannabis unterstützen.

Es ist immer noch ein harter Kampf. Aber es ist kein komplett neuer Kampf. Unabhängig davon, wie groß der Markt in Florida ist, könnten mehrere Cannabis-Aktien einen gewichtigen Schub bekommen, sollte der Staat im nächsten Jahr die Legalisierung vorantreiben. Die Marihuana-Aktien, die wahrscheinlich die größten Impulse erfahren würden, sind solche wie MedMen und Trulieve, die in Florida bereits eine starke Präsenz haben.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Keith Speigts besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 18.9.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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