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Was langfristig mehr Vermögen bringt: 800 Euro zu 10 % Rendite p. a. oder 1.000 Euro zu 7 % Rendite p. a.

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Zahlen und insbesondere verschiedene Zinssätze eigenen sich vorzüglich dazu, um in der Theorie auszuprobieren, wo man bei seinem eigenen Vermögensaufbau hinmöchte. Mithilfe gängiger Sparplanrechner können Investoren zumindest eine grobe Vorstellung dessen bekommen, was langfristig möglich ist. Und sich verschiedene Szenarien überlegen und im Endeffekt weitreichende Entscheidungen für sich selbst treffen.

Auch sind hier verschiedene Ansätze möglich sowie die Überprüfung, was sich unter welchen Voraussetzungen mehr lohnt. Werfen wir in diesem Sinne heute einen Blick auf zwei verschiedene Varianten beim Vermögensaufbau. Möglicherweise kann dieses Zahlenbeispiel für einige Investoren sogar eine Grundsatzentscheidung lösen.

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Das ETF- vs. Markt-schlagen-Beispiel

Grundsätzlich könnte unser heutiger Vergleich nämlich ein Paradebeispiel dafür sein, was als Privatinvestor möglich ist, wenn man eher auf einen ETF-Ansatz setzen möchte oder versucht, den Markt zu schlagen. Denn unser erstes Zahlenbeispiel handelt heute davon, dass man als Investor jeden Monat 1.000 Euro investiert und hierbei eine durchschnittliche Rendite von 7 % pro Jahr auf das eingesetzte Kapital erhält. Das entspricht in etwa einer marktüblichen Rendite, die man als Investor erhält, wenn man viele Indizes nachbildet, eben mit preisgünstigen Passivfonds.

Das andere Beispiel könnte hingegen auf einen marktschlagenden Ansatz abzielen. Hierbei werden jeden Monat 800 Euro investiert und der Investor erhält eine Rendite von 10 % im Durchschnitt auf sein eingesetztes Kapital. Sicher, wirklich valide und realistisch sind solche fixen Werte nie, nichtsdestoweniger können sie einige wichtige Erkenntnisse darüber offenbaren, was passiert, wenn man als Investor eine um 3 % bessere Performance erzielt als die Summe aller Marktteilnehmer. Denn auch hier existieren einige brisante Zahlen, die wir uns im Folgenden mal ein wenig näher ansehen wollen.

Lassen wir diese Zahlen gegeneinander antreten!

Im Folgenden daher nun einige brisante Erkenntnisse, die wir gewinnen können, wenn wir diese beiden Vermögensaufbauvarianten gegeneinander antreten lassen. Das Wichtigste hierbei vorweg: Beide Investoren werden unter diesen Prämissen ein gewaltiges Vermögen aufbauen können. Allerdings sind hierbei signifikante Unterschiede erkennbar.

So wird der Investor, der einen marktschlagenden Ansatz verfolgt, deutlich mehr erhalten. Bei ihm beläuft sich die Endsumme nach 30 Jahren auf rund 1.664.600 Euro, während der ETF-Investor immerhin 1.176.500 Euro erhalten wird. Eine hohe Differenz von fast einer halben Million Euro, obwohl der Vermögensaufbau mit der 10-%-Rendite-Variante jeden Monat mit 200 Euro weniger über die gesamte Dauer ausgekommen ist. Durchaus bemerkenswert, wenn du mich fragst.

Der Break-Even-Point dieser beiden Ansätze findet übrigens bereits nach 15 Jahren statt. Hier kommt der ETF-Ansatz nämlich auf ein zwischenzeitliches Vermögen von rund 280.000 Euro, während es der 10-%-Ansatz hier bereits auf 283.000 Euro bringt. Ab diesem Zeitpunkt wird die Schere in der Folge dann immer größer, bis wir am Ende diese gewaltige Diskrepanz erhalten. Insgesamt daher mal wieder ein sehr bemerkenswertes Zahlenbeispiel, das uns einige wichtige Erkenntnisse zukommen lassen dürfte.

Jeder Prozentpunkt zählt!

Wer langfristig nämlich versucht, ein Vermögen aufzubauen, und hierbei das Bestmögliche für sich herausholen will, sollte daher um jeden Prozentpunkt kämpfen. Wie wir alleine in unserem heutigen Zahlenbeispiel verdeutlichen konnten, führt eine Differenz von 3 % pro Jahr und sogar ein finanzielles Handicap von 20 % bei den monatlichen Sparraten über 30 Jahre zu signifikanten Unterschieden. Wobei sich der Zinseszinseffekt einmal mehr als Katalysator des Vermögensaufbaus erwiesen hat.

Investoren, die Aufwand vermeiden möchten und eher auf passive Ansätze setzen, sollten sich das möglicherweise gut überlegen. Denn selbst kleinere Verbesserungen können über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg einen gewaltigen Unterschied ausmachen. Das könnte den Mehraufwand langfristig möglicherweise dann doch rechtfertigen.

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